
Liebe Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner,
liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freunde,
was geht da für ein anstrengendes Jahr zu Ende.
Ein Skandal jagte 2016 den nächsten, politische Erdbeben, wohin man schaut, Rattenfänger und Rechtspopulisten haben Hochkonjunktur, ein Narzisst zieht mit seiner Clique ins Weiße Haus ein, das Internet ist dabei, ein rechtsfreier Raum für Hassprediger jedweder Couleur und Herkunft zu werden, Lügen heißen nicht mehr Lügen, sondern postfaktisch (warum eigentlich?), die Finanzkrise ist alles andere als ausgestanden und immer wieder: Terror.
Und dann all die Helden unserer jungen Jahre, die 2016 gestorben sind: Muhammad Ali, David Bowie, Leonard Cohen, Peter Lustig, Keith Emerson, Götz George, Manfred Krug; die Reihe könnte man lange fortsetzen. Der Nobelpreis für Bob Dylan ist nur ein schwacher Trost für dieses anstrengende Jahr.
26 Jahre: Danke!
The Times They Are A-Changin’ heißt einer schöner Song des Rufers aus Minnesota. Und damit komme ich zu einem ganz anderen Thema: Nach etwas mehr als 26 Jahren geben wir unsere Agentur, wie Sie sie kennen, auf. Am 31. Dezember 2016 schließen wir unser Büro in der Kelternstraße 13 in Tübingen. Ein Entschluss, der uns nach so vielen Jahren nicht leicht gefallen ist. Wir sagen Danke für gute Jahre mit schönen, interessanten Projekten und menschlich bereichernden Kontakten. Aber es gab auch sehr anstrengende Zeiten, in denen wir in unserem kleinen Team den Eindruck gewannen, dass das Gefühl für Qualität verloren geht und damit nicht selten die Wertschätzung für unsere Arbeit. Mitunter kamen auch Anstand und Höflichkeit unter die Räder.
Und wie geht’s jetzt weiter?
In Zukunft können Sie von Kraas & Lachmann gute Texte und gute Fotos zu technischen und vielleicht auch anderen Themen erwarten. Nach mehr als einem Vierteljahrhundert Erfahrung in der Kommunikationsarbeit für große und kleine Mittelständler meinen wir zu wissen, wie man auch komplexe Sachverhalte in Wort und Bild auf den Punkt bringt. Gute Texte werden gelesen, ganz gleich ob es sich um einen 140-Zeichen-Tweet handelt, ein Interview auf einem Unternehmensblog oder um einen Anwenderbericht über die Vorteile der 64-Bit-Architektur beim Schleifen von Knieimplantaten. Und ja, auch ein Text über eine Schleifscheibe zur Produktion von Zerspanungswerkzeugen kann unterhaltend und informativ sein. Er muss es sogar!
Wir wünschen Ihnen/Euch erholsame, vielleicht auch ein paar nachdenkliche Tage und ein gutes neues Jahr!
Norbert Kraas & Corinna Kern

Zu den Fotos
Im Juni 2014 haben wir einen überaus lehrreichen und interessanten Tag in einer historischen Schmitte in Zürich verbracht. Dabei sind diese schönen Fotos entstanden. Unter der kundigen Anleitung von Peter Haefeli (Ausbildungsmeister der Zunft zur Schmiden und Geschäftsführer der Haefeli Diamantwerkzeugfabrik AG) haben wir gelernt, dass Metallbearbeitung nicht nur Kraft und Köpfchen braucht, sondern auch viel Geduld und Beharrlichkeit.