Schönes Wochenende und haltet Ausschau nach dem Bird on the Wire!
To C, gardener in a garden on a hill
The Garden
We had a garden on a hill,
We planted rose and daffodil,
Flowers that English poets sing,
And hoped for glory in the Spring.
We planted yellow hollyhocks,
And humble sweetly smelling stocks,
And columbine for carnival,
And dreamt of Summer’s festival.
And Autumn not to be outdone
As heiress of the summer sun,
Should doubly wreathe her tawny head
With poppies and with creepers red.
We waited then for them to grow,
We planted wallflowers in a row.
And lavender and borage blue, –
Alas! we waited, I and you, –
But love was all that ever grew.
aus: Vita Sackville-West: Poems of West & East, 1917
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Hallelujah! Don’t give up!
https://www.youtube.com/watch?v=_XZu64okmw8
via Jack Ridl
Heartwarming
Kate McKinnon, as a defeated Hillary Clinton, sings “Hallelujah” by Leonard Cohen on Saturday Night Life.
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Freitagsfoto: „Vernunft, Freiheit und die unsichtbare Kirche“
Hölderlin, Hegel, Schelling
Große Geister haben sich schon von Tübingen in Richtung Wurmlinger Kapelle aufgemacht. Es ist ein schöner Spaziergang auf dem Rücken des Spitzbergs, vom Tübinger Schloss aus schafft man es leicht in eineinhalb Stunden. Auch die drei Stiftler Hölderlin, Hegel und Schelling sind diesen Weg schon gewandert. Im Jahr 1772, so schrieb der Tübinger Schriftsteller und Journalist Kurt Österle vor Jahren in der Süddeutschen Zeitung, sollen sie, beflügelt von der Französischen Revolution, die Parole „Vernunft, Freiheit und die unsichtbare Kirche“ von der Kapelle hinunter gerufen haben. Adressat, so Österle, war Herzog Carl Eugen. Den lesenswerten Artikel über die Spuren Hölderlins in Tübingen kann man auf der Homepage von Kurt Österle runterladen.
Den bekanntesten Text über die Kapelle hat wahrscheinlich Ludwig Uhland (1787–1862) geschrieben:
Die Wurmlinger Kapelle
Droben stehet die Kapelle,
Schauet still ins Tal hinab,
Drunten singt bei Wies und Quelle
Froh und hell der Hirtenknab.
Traurig tönt das Glöcklein nieder,
Schauerlich der Leichenchor;
Stille sind die frohen Lieder,
Und der Knabe lauscht empor.
Droben bringt man sie zu Grabe,
Die sich freuten in dem Tal.
Hirtenknabe, Hirtenknabe!
Dir auch singt man dort einmal.
P.S. „Vernunft, Freiheit und die unsichtbare Kirche“, davon kann man in Zeiten religiöser Fanatiker, verblendeter Verschwörungstheoretiker und demagogischer Vereinfacher gar nicht genug haben.
off
Kristallnacht: Synagoge Baisingen bei Tübingen
Die Synagoge Baisingen bei Rottenburg am Neckar (Landkreis Tübingen) wurde 1784 errichtet und 1838 umgebaut. Bis 1988 wurde sie als „Scheune“ genutzt. Einem außergewöhnlichen Restaurierungskonzept folgte ihre Wiederherstellung in den vergangenen Jahren. Sie kann jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung besichtigt werden.
Das Foto zeigt, wo die Nazis und ihre Mitläufer am 10.11.1938 während der Novemberpogrome im Zuge der Verwüstung der Synagoge der Sitzbänke herausgerissen haben.
In memoriam Karl Poralla
„Die Frage ist nicht, was man betrachtet, sondern was man sieht.“
(Henry David Thoreau)
Der vor wenigen Tagen verstorbene Künstler und Wissenschaftler Karl Poralla hatte die besondere Gabe, die verborgene Schönheit achtlos weggeworfener Dinge zu sehen und diese zu neuem Leben zu erwecken. Seine Eisenplastiken geben Zeugnis davon.
Unser Freund Karl Poralla wird uns sehr fehlen!
Norbert Kraas & Corinna Kern
Freitagsfoto: Trocken, stumpf und rauh – und nass
So wie das letzte Grün in Farbentiegeln
sind diese Blätter, trocken, stumpf und rauh,
hinter den Blütendolden, die ein Blau
nicht auf sich tragen, nur von ferne spiegeln.
Sie spiegeln es verweint und ungenau,
als wollten sie es wiederum verlieren,
und wie in alten blauen Briefpapieren
ist Gelb in ihnen, Violett und Grau;
Verwaschenes wie an einer Kinderschürze,
Nichtmehrgetragenes, dem nichts mehr geschieht:
wie fühlt man eines kleinen Lebens Kürze.
Doch plötzlich scheint das Blau sich zu verneuen
in einer von den Dolden, und man sieht
ein rührend Blaues sich vor Grünem freuen.
Rainer Maria Rilke, Juli 1906, Paris
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Freitagsfoto: Cool Torn Britannia
Als ob wir nicht schon genügend Probleme an der Hacke hätten. In den USA ein irrer Sexist, der ins Weiße Haus will; in Syrien ein Despot, der mit russischer Hilfe seine Mitbürger mit Brandbomben bewirft, während die Weltgemeinschaft hilflos immer neue Floskeln verbreitet; Zentralbanken, die mit Geld um sich werfen, während die Verschuldung der Staaten immer weiter steigt; und dann verabschieden sich auch die Briten aus einer EU, die wahrlich schon stabilere Zeiten gesehen hat.
Torn Britannia: ein Land macht die Zerreißprobe
Seit dem 23. Juni 2016 herrscht in Großbritannien, dem Mutterland der Demokratie in Europa, das blanke Chaos. Noch dazu macht sich auf der schönen grünen Insel eine nationalistische Stimmung breit, die einen traurig und fassungslos werden lässt. Christian Zaschke hat in der Süddeutschen einen sehr lesenswerten Kommentar über ein Vereinigtes Königreich im Umbruch geschrieben. Zaschkes Text zeigt auch, wohin es führt, wenn wir zulassen, dass Populisten und Demagogen (von rechts oder von links) die politische Deutungshoheit übernehmen.
Ich habe im Sommer in England mit Brexit-Befürwortern und Brexit-Gegnern gesprochen und den Eindruck gewonnen, dass beide Seiten über die aktuellen Entwicklungen und das Chaos in Westminster alles andere als glücklich sind. Was würde der kluge, scharfzüngige Winston Churchill seinen Landsleuten in dieser Situation raten?
Ihnen gefällt unser Freitagsfoto? Dann laden Sie das Torn-Britannia-Poster (A2) hier runter.









