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Auf Wolfspfaden mit Adam Weymouth

Wie aus dem Wolf ein Hund wie hier auf dem Foto wurde ist ungeklärt

Wie und wann aus dem Wolf ein Hund wie dieser auf dem Foto wurde ist ungeklärt

Slavc (2010 – 2022)

„Der Wolf hat sich im Winter auf den Weg gemacht.“

Auch der britische Autor und Journalist Adam Weymouth macht sich im Winter auf den Weg. Er will den Spuren des Wolfs Slavc folgen, der im Winter 2011 mit Alter von 19 Monaten sein Geburtsrevier im Süden Sloweniens verlässt, um nach einer Wanderung von mehr als 1000 Kilometern durch Slowenien, Österreich und Italien in den Lessinischen Bergen in Italien mit einer Wölfin ein neues Rudel zu gründen.

Weymouth ist fasziniert von Wölfen, ihrer Kraft, ihrer Klugheit, ihrer Resilienz und ihrer Anmut.

„Der Wolf geht den flachen Taleinschnitt hinab, in lockerem Gang, seine Fußgelenke haben Spiel und flattern geradezu. Würde man ein Glas Wasser zwischen seine Schulterblätter stellen, kein einziger Tropfen würde verschüttet.“

Trotz aller Faszination für die Gattung Wolf ist Adam Weymouth aber kein naiver Träumer. Er nähert sich diesem Raubtier von verschiedenen Seiten. Weymouth liest, recherchiert, wandert und spricht mit allen möglichen Menschen, die er auf seinem Weg trifft. Er hört wissenschaftlichen Wildbiologen ebenso genau zu wie Bauern und Hirten, die immer wieder Wolfsrisse zu beklagen haben, und für die der Wolf eine einzige Bedrohung darstellt.

Schon nach wenigen Seiten dieses spannenden Buches wird klar, wie schwierig, belastet und häufig vergiftet das Verhältnis von Mensch und Wolf war und ist. Mit schlichtem Schwarzweißdenken kommt man hier nicht weiter, mit empathischem Zuhören und differenziertem Denken schon.

„Wölfe sind Spitzenprädatoren – die geradezu ikonische Verkörperung der Wildnis. Und an keiner einzigen Stelle in Europa wurden sie wiederangesiedelt. Ihre Rückkehr ist ganz allein ihr Werk.“

„Wölfe können größere Distanzen zurücklegen als alle anderen Landtiere dieses Planeten.“

„Wölfe können größere Distanzen zurücklegen als alle anderen Landtiere dieses Planeten.“

Unermüdliche Dauerläufer

Slavc, ausgesprochen Slauts, ist einer dieser Wölfe, der sich ganz alleine und aus eigenem Antrieb auf eine sehr gefährliche Wanderung mit höchst ungewissem Ausgang macht. Dessen Weg läuft Weymouth nach, und er tut dies mit Hilfe von GPS-Daten, die das Halsband gesendet hat, das slowenische Wissenschaftler dem jungen Slavc angelegt haben.

„Ich habe alle 635 Standorte, die Slavc während seiner viermonatigen Wanderung übermittel hat, als Wegpunkte auf meinem Handy gespeichert.“

So weit die Vorbereitung. Schnell wird Weymouth klar, dass er Slavc nicht exakt auf seiner Linie folgen kann, denn Slavc hält sich an keine Straßen, Wege oder gar ausgeschilderten Wanderwege. Steile Hänge oder praktisch undurchdringliches Gestrüpp sind für Wölfe kein Hindernis, ihre Ausdauer scheint grenzenlos.

„Sie können stundenlang mit acht Kilometern pro Stunde gehen, ohne ihren Rhythmus zu verändern oder ins Schwitzen zu geraten, und oftmals legen sie dabei weite Strecken zurück.“

Immer wieder legt Weymouth auf seiner Wanderung Pausen ein, übernachtet bei Bauern und Hirten, die ihn freundlich bewirten und ihm dann ihr Leid über den Wolf klagen, den sie Biest oder Bestie nennen. Der Wolf, auch das lernen wir in diesem Buch, wird schnell zum Sündenbock, der das Leben der kleinen Bauern und Hirten gefährdet, sei es in Slowenien, in Österreich oder in den lessinischen Bergen Italiens. Es ist aufschlussreich zu lesen, dass der Wolf von verängstigten Bauern genauso schnell zum Sündenbock gemacht wird wie die Migranten von populistischen italienischen Politikern in den lessinischen Bergen.

Sorgen, Ängste, Faszination

„Wolfspfade. Eine Spurensuche im Herzen Europas“ ist eine anregende und spannende Lesereise, bei der es links und rechts des Weges sehr viel zu lernen gibt: über die Geschichte des Wolfs; über die brutalen Methoden, mit denen die Menschen versucht haben, ihn auszurotten; über die Ängste und Sorgen der Kleinbauern; über den Zustand unserer Umwelt und die Gefährdung der Artenvielfalt und des Klimas.

„Was bedeutet Umweltschutz heutzutage, da so vieles in Wanken gerät. Wir werden nicht in alte Zeiten zurückkehren, zu denen es noch Wölfe gab. Wir bewegen uns auf etwas Neues zu, das noch nicht abzusehen ist. Wir stehen kurz vor einer Katastrophe, und das ist kein Zustand, in dem wir verharren können.“

Und wenn die Lektüre dieses Buches noch etwas zeigt, dann dies: Ist es nicht faszinierend, wie wir uns als Leserin, als Leser mal eben auf eine Wanderung von mehr als 1000 Kilometern begeben können und dabei Menschen kennenlernen dürfen, die wir sonst nie im Leben getroffen hätten? Das schafft nur ein Buch!

Adam Weymouth hat übrigens Slavc während seiner Wanderung nicht ein einziges Mal zu Gesicht bekommen. Dem Buch tut das keinen Abbruch!

NK | CK

PS: Slowenien, so habe ich gelernt, ist übrigens ein Land mit einer faszinierenden, traumhaft schönen und sehr waldreichen Natur. Auf der Website des Esslinger Naturfotografen Harald Löffler, der oft in Slowenien mit der Kamera unterwegs ist, kann man sich einen ersten Eindruck verschaffen. Hier ein paar Fotos.

Buchinformation

Adam Weymouth
Wolfspfade. Eine Spurensuche im Herzen Europas
aus dem Englischen von Felix Mayer
btb Verlag, München, 2026
ISBN: 978-3-442-76340-5

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Freitagsfoto: Meer

Friedliche Meeresstimmung in Trouville-sur-Mer, Normandie

Friedlich gestimmtes Meer in Trouville-sur-Mer in der Normandie

Das Meer im Frühling,
ruhiger Wellengang
den ganzen Tag…

Ein Haiku von Yosa Buson (* 1716; † 17. Januar 1784)

CK | NK

Buchinformation

Weisse Tautropfen: 300 Haiku zu Regen, Nebel und Meer …
ausgewählt und übertragen von Ute Guzzoni und Michiko Yoneda
Taschenbuch, Parerga Verlag, Berlin, 2006
ISBN: 3937262423
leider nur noch antiquarisch erhältlich

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Sind Flüsse Lebewesen?

Wäre es nicht schön, man könnte in allen Flüssen unbesorgt schwimmen?

Wäre es nicht schön, man könnte in allen Flüssen unbesorgt schwimmen?

Robert Macfarlane, Jahrgang 1976, ist Professor für Literatur an der Universität Cambridge und einer der bekanntesten Naturschriftsteller (Nature Writer) in englischer Sprache. Seine Bücher „Karte der Wildnis“, „Alte Wege“ oder „Unterland“, um nur ein paar zu nennen, sind mit vielen Preisen ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt worden.

Macfarlane schreibt über die Natur, über Pflanzen, Tiere und Menschen darin. Ihn interessieren die Geschichten, die Landschaften, Berge, Flüsse, Bäume oder Wege erzählen. Auf seinen ausgedehnten, manchmal gefährlichen Wanderungen, ob zu Fuß oder im Kanu, trifft er die verschiedensten Menschen; und auch deren Geschichten sind ihm wichtig. Aus all diesen Begegnungen und Erfahrungen macht Macfarlane Bücher, die uns allein durch ihren Ton und ihren Rhythmus in Bann ziehen.

Sind Flüsse Lebewesen?

In seinem neuesten Buch „Sind Flüsse Lebewesen?“ geht der genaue Beobachter und beneidenswert fitte Schriftsteller der Frage nach, ob Flüsse einfach nur Wasser sind, in dem allerhand kreucht, fleucht und schwimmt oder doch eigene Lebewesen. Und wenn Flüsse Lebewesen sind, haben sie dann auch eigene, einklagbare Rechte? Zum Beispiel, das Recht, nicht von uns Menschen verschmutzt zu werden?

„Als ich einmal morgens meinen Sohn Will zur Schule brachte, fragte er mich, wie mein neues Buch heißen wird. »Sind Flüsse Lebewesen?«, antwortete ich. »Hm, Papa, das wird ein kurzes Buch«, sagte er dann, »denn die Antwort ist Ja!«“

In Deutschland zählt das Umweltbundesamt fast 9.000 Wasserkörper. Diese Flüsse haben zusammen eine Gesamtfließlänge von über 130.000 Kilometern. Nimmt man alle keinen Bäche und Rinnsale dazu, kommt man auf rund 15.000 Gewässer, von denen etwa 900 länger als 10 Kilometer sind. Und:

„Nur 8 Prozent der deutschen Flüsse sind in einem guten oder sehr guten ökologischen Zustand.“

So das Umweltbundesamt. Angesichts der zunehmenden Trinkwasserproblematik sind das keine guten Nachrichten. Dabei bemühen sich viele engagierte Menschen um das Wohl unserer Flüsse. Ob es helfen würde, wenn Flüsse in Deutschland als Lebewesen mit eigenen Rechten anerkannt wären?

Wem es schwerfällt, einen Fluss als Lebewesen zu betrachten, dem rät Macfarlane in seinem Buch, sich einen toten oder sterbenden Fluss vorzustellen. Ich musste an dieser Stelle an einen Bach in meiner Geburtsstadt denken. Dieser Bach verfärbte sich regelmäßig, je nachdem, welche Stoffe die Firma gerade färbte, die direkt am Bach ihren Sitz hatte. Aus heutiger Sicht ein Unding, für uns Kinder damals war es fast normal.

Ecuador, Indien, Kanada

In seinem bisher persönlichsten Buch nimmt uns Robert Macfarlane mit zu drei Flüssen in Ecuador, Indien und Kanada. Alle drei Flüsse sind in ihrer Existenz von uns Menschen bedroht.

In Norden von Ecuador wandern wir mit Biologen, Juristen und Umweltschützern zum Quellgebiet des Río Los Cedros, der durch den Goldabbau im enorm artenreichen Nebelwald Los Cedros massiv bedroht ist. Wie übrigens viele Flüsse und Seen in Mittel- und Südamerika. Wo Gold lockt, ist den meisten Menschen die Natur egal. Auch in Ecuador, obwohl dieses Land „Die Rechte der Natur“ im September 2008 in seine neue Verfassung aufgenommen hat. Weltweit ein Novum damals.

Die nächste Station im Buch ist Chennai im Osten Indiens. Drei Flüsse münden dort in den Indischen Ozean: Kosasthalaiyar, Coocum, Adyar. Diese Flüsse spielten über Jahrhunderte eine wichtige, nicht zuletzt spirituelle Rolle für die Menschen. Heute sind diese Flüsse faktisch tot und auch das Marschland im Mündungsgebiet ist maximal gefährdet. Niemand steigt dort freiwillig in den Fluss. Macfarlane schildert eine dystopische Landschaft, in der dennoch Millionen Menschen leben und überleben müssen.

„Jeden Tag werden schätzungsweise 55 Millionen Liter Abwasser in die Gewässer der Stadt geleitet.“

Im dritten Kapitel seines Buches begleiten wir Macfarlane auf einer körperlich herausfordernden Kanufahrt durch den Nordosten Kanadas auf dem wilden Mutehekau Shipu (Magpie River). Dieser Fluss fließt durch das Land der Innu, die sich als indigene Bewegung mit aller Kraft dagegen stemmen, dass „ihr“ Fluss von Staudämmen, die große Konzerne dort bauen wollen, als „Lebewesen“ zerstört wird. Der Rat der Innu hat den Mutehekau Shipu und dessen Einzugsgebiet im Januar 2021 als ersten Fluss Kanadas zum Lebewesen erklärt – mit eigenen Grundrechten. Ein Meilenstein im Naturschutz!

„Dieser Erfolg verdankte sich vor allem einer Dichterin und Aktivistin der Innu: Rita Mestokosho, die ihre Dichtung und politische Arbeit eng miteinander verbindet.“

Macfarlane portraitiert diese tief beeindruckende, weise Frau in wunderbar poetischen Passagen. Und Rita lässt keinen Zweifel daran, dass Flüsse Lebewesen mit einer Seele sind, die zu den Menschen sprechen. Wir können uns vermutlich kaum vorstellen, wie sehr es die indigene Bevölkerung schmerzen würde, wenn der Mutehekau Shipu durch einen Staudamm des Konzerns Hydro-Québec zerstört würde.

Die Natur anders sehen

Haben nicht auch Biber, hier im südfranzösischen Gardon, ein Recht auf saubere Flüsse?

Haben nicht auch Biber, hier im südfranzösischen Gardon, ein Recht auf saubere Flüsse?

Engländern sagt man nach, sie würden auch die schlimmsten Dinge mit ihrer berühmten Stiff Upper Lip ertragen. Bloß keine Gefühle zeigen, lautet die Devise auf der Insel. Macfarlane tut das Gegenteil. Er hat keine Angst vor seinen Gefühlen. Dementsprechend ist das Buch an etlichen Stellen sehr persönlich und berührend. Das ist ungewohnt, aber stimmig, wenn man sich darauf einlässt.

„Sind Flüsse Lebewesen?“ ist eine Einladung, ja eine dringliche Bitte, die Natur um uns herum, angefangen bei den Flüssen, mit anderen Augen zu sehen: nicht nur als Ressource und Besitz, sondern als eigenständiges Wesen. Wie der Autor auf 340 Seiten Naturschilderungen, Naturgeschichte, philosophische, literarische und mythologische Aspekte und dazu juristische Überlegungen kunstvoll miteinander verknüpft, ist beeindruckend. Robert Macfarlane hat ein wichtiges Buch geschrieben, das nachwirkt. Spätestens bei der nächsten Begegnung mit einem Bach oder Fluss oder Strom kommt, ganz leise, die Frage auf: „Sind Flüsse Lebewesen?“

NK | CK

Buchinformation

Robert Macfarlane
Sind Flüsse Lebewesen?
Ullstein Verlag, Berlin, 2025
416 Seiten, Hardcover
ISBN: 9783550202506

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Freitagsfoto: Libelle

Rund 85 Libellenarten gibt es in Mitteleuropa. Dies hier ist ein Kleiner Blaupfeil (Orthetrum coerulescens)

Rund 85 Libellenarten gibt es in Mitteleuropa: hier ein Kleiner Blaupfeil (Orthetrum coerulescens)

Wir fließen –
das Wasser,
die Libelle und ich.

Ein Haiku von Taneda Santōka (* 3. Dezember 1882; † 11. Oktober 1940)

Wir wünschen ein schönes langes Wochenende!

CK | NK

Buchinformation

Weisse Tautropfen: 300 Haiku zu Regen, Nebel und Meer …
ausgewählt und übertragen von Ute Guzzoni und Michiko Yoneda
Taschenbuch, Parerga Verlag, Berlin, 2006
ISBN: 3937262423
leider nur noch antiquarisch erhältlich

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Wenn der Hund Zeitung liest

Bis zu 300 Millionen Riechzellen hat ein Hund, der Mensch hat lächerliche 5 Millionen

Bis zu 300 Millionen Riechzellen hat ein Hund, der Mensch grade mal 5 Millionen

Morgenrunde
das Terriermädchen liest Zeitung –
Hecke für Hecke

Kranō

Mit ihrem außergewöhnlichen Geruchssinn nehmen Hunde ihre Umwelt sehr stark über ihre Nase war. Hunde besitzen aber nicht nur ein Vielfaches an Riechzellen, sondern sie setzen beim Riechen auch eine spezielle Atemtechnik ein.

„Beginnt ein Rettungshund mit der Suche nach einem Opfer atmet er beim intensiven Schnüffeln bis zu dreihundertmal pro Minute ein und aus. (…) Die Verwirbelung der Luft ermöglicht das Erkennen winziger Mengen an Duftmolekülen.“ (IRO)

Wer mehr über die phantastischen Riechfähigkeit von Hunden wissen möchte, dem sei die Website der Internationalen Rettungshunde Organisation empfohlen. Hier geht’s zum Artikel. 

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Freiheit statt Abhängigkeit

Der Dealer hat geschlossen! Tote Zapfsäulen in einem Dorf in Frankreich

Der Dealer hat geschlossen! Tote Zapfsäulen in einem Dorf in Frankreich

Das Freiheitsmärchen

Deutschlands Freiheit wird am Hindukusch verteidigt. Das sagte sinngemäß vor vielen Jahren der SPD-Politiker Peter Struck, der von 2002 bis 2005 Verteidigungsminister war. „Freie Fahrt für freie Bürger“ tönte 1974 der ADAC nach der Ölkrise 1973. Vier autofreie Sonntage waren die Hölle für die Autonation; ein geplantes Tempolimit musste mit allen Mitteln verhindert werden. Die damalige Bundesregierung hat nach der ADAC-Kampagne schnell davon Abstand genommen. Bis heute traut man sich Berlin an dieses Thema nicht mehr ran. Es ist verrückt.

Auch Wirtschaftsministerin Katherina Reiche ist eine Freiheitskämpferin. Sie blitzt und strahlt, wenn sie davon spricht, dass in deutschen Heizungskellern endlich wieder Freiheit herrsche, nämlich die Freiheit auf Öl und Gas zu setzen. Zur Hölle mit der Habeck’schen Teufelsmaschine Wärmepumpe. Dass der Wirkungsgrad der Wärmepumpe den einer konventionellen Gas- oder Ölheizung um Längen schlägt, spielt keine Rolle.

Was ist da los? Warum blockiert eine Bundesregierung nach der anderen wider besseres Wissen die Energiewende, wo sie nur kann? Warum kommt Frau Reiche ständig mit ihrem technologieoffenen Märchen vom grünen Wasserstoff und der Bio-Treppe (was für ein Polit-Marketing-Blabla!) für den Heizungskeller um die Ecke? Warum geht es in Deutschland mit der Energiewende so wenig voran wie mit der Mobilitätswende? Warum sieht eigentlich kaum jemand unsere fossile Abhängigkeit als Gefahr für unsere nationale Sicherheit? Und wer profitiert eigentlich von unserer Abhängigkeit von Öl und Gas?

Die Sicherheitslüge

Diese Fragen und noch viele mehr haben sich die beiden Journalistinnen Dr. Susanne Götze (SPIEGEL) und Annika Joeres (DIE ZEIT, Correctiv.org) gestellt und zwei wichtige Bücher geschrieben. Das neueste heißt »Die Sicherheitslüge. Wie Europa sich mit Waffen schützen will – aber mit Öl und Gas erpressbar macht.«

Es ist eine schmale Streitschrift mit grade mal 112 Seiten, vollgepackt mit Fakten und Argumenten.

„Unser unersättlicher Hunger nach Öl und Gas hat schon immer Leben gefährdet, weil ihre Verbrennung den Klimawandel anheizt. In der veränderten geopolitischen Lage stellen sie jedoch ein ganz anderes, unmittelbares Sicherheitsrisiko dar: Weil wir sie importieren müssen sind wir erpressbar, weltpolitisch geschwächt und verletzlich. Fachleute haben für solche Zwänge einen Begriff: »weaponizable dependencies«, Abhängigkeiten, die als Waffe eingesetzt werden können. Die EU deckt über 90 Prozent ihres Gas- und Ölbedarfs durch Importe, nur ein winziger Bruchteil stammt aus eigenen Vorkommen. Ohne Energie aus dem Ausland wäre Deutschland ein Agrarland. Und kein Exportweltmeister.“

Warum Öl und Gas ein Sicherheitsrisiko sind, zeigen drei Beispiele. Der Kampfpanzer Leopoard 2 verbraucht auf 100 Kilometer im Gelände bis zu 530 Liter Diesel. Ein Kampfjet neuester Bauart verbrennt je nach Einsatz pro Stunde zwischen 2000 und 6000 Liter Kerosin. Ein moderner Traktor schluckt je nach Motorleistung bis zu 50 Liter Diesel pro Stunde.

Hält man sich diese Zahlen vor Augen, wird schnell deutlich, was für mächtige Waffen Öl und Gas in der Geopolitik sind. Putin weiß das, Trump weiß das, die Öl und Gas exportierenden Autokraten auf der arabischen Halbinsel wissen das schon lange. Angesichts der Tatsache, dass Deutschland fast 98 Prozent seines Ölbedarfs aus dem Ausland deckt, müssten die Mitglieder unserer Bundesregierung eigentlich Tag und Nacht fieberhaft darüber nachdenken, wie wir schnellstmöglich aus der Abhängigkeit von Öl und Gas rauskommen. Denn diese Abhängigkeit gefährdet nicht nur unser gesamtes ziviles Leben, sondern eben auch die militärische Sicherheit Deutschlands.

Die beiden Investigativ-Journalistinnen werfen der EU-Kommission und der Bundesregierung vor, dass sie konsequent Warnungen vor der fatalen Abhängigkeit von Öl und Gas ignorieren. Und diese Warnungen, so Götze/Joeres, kommen etwa von klugen, weitsichtigen Politikern wie Mario Draghi oder vom Bundesnachrichtendienst BND, der 2025 die fünf größten Risiken für Deutschlands Sicherheit definiert hat:

„Drei davon hängen direkt mit unserer Abhängigkeit von fossilen und importierten Ressourcen zusammen: die Klimakrise, weitere russische Invasionen und Chinas weltweite Expansion.“

Weniger Abhängigkeit, mehr Sicherheit, auf diese Formel bringen es der BND und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in einer gemeinsamen Studie.

Deutschlands Verletzbarkeit

Götze und Joeres zeigen schonungslos die Verletzbarkeit Deutschlands in verschiedenen Bereichen, wobei der Schwerpunkt auf Militär und Sicherheit liegt. Sie nehmen sich die Bedrohungen von innen und außen näher vor. Dabei geht es um die Feinde der Demokratie im In- und Ausland. Diese Feinde wollen nicht, dass Deutschland und Europa unabhängig von Öl und Gas werden.

„Diese Feinde werben für billiges Öl und Gas und bekämpfen die Energiewende. Sie lehnen demokratische Werte wie Presse- und Meinungsfreiheit, sexuelle Selbstbestimmung, Pluralismus und Toleranz ab.“

Putin, Trump, die Manager fossiler Konzerne: sie alle wollen keine Solar- oder Windenergie, sie alle bezweifeln oder leugnen den menschengemachten Klimawandel. Wie die Tech-Oligarchen aus dem Silicon Valley und die rechtsextremen Parteien – halten sie wenig von Demokratie und Menschenrechten. Anstand und Menschlichkeit gelten diesen Akteuren als Schwäche. Das Blöde ist: durch unsere Abhängigkeit von fossiler Energie spülen wir Geld in die Kassen dieser Leute und helfen ihnen, unsere Demokratie zu zerstören. Die beiden Autorinnen machen dies Seite für Seite in sachlich-nüchternem Ton deutlich, alles sauber recherchiert mit Fußnoten und Verweisen.

Unabhängigkeit bedeutet Souveränität

Wie wir aus diesem Abhängigkeit rauskommen? Darum geht es im letzten Kapitel. Klar ist: Europa braucht schnell eine starke unabhängige Energieindustrie. Unabhängig auch von China, das alles daran setzen wird, in Sachen Windkraft, Solartechnik, E-Auto und Wärmepumpentechnik den Weltmarkt gnadenlos zu dominieren.

„Schafft es die EU nicht, in den kommenden Jahren eine eigene Solar- und Windkraftindustrie aufzubauen, könnte das umgekehrt das vorläufige Ende der Ende der Energiewende bedeuten. Denn nicht nur Solarmodule, sondern auch Komponenten für die Windkraftanlagen, Batterietechnik und Elektrolyse für die Wasserstoffherstellung kommen aus China.“

Deutschland war mal auf dem Weg eines der führenden Länder im Bereich „Technologien zur Gewinnung erneuerbarer Energien“ zu werden. Dieser Weg wurde nicht zuletzt unter der Regierung Merkel und ihrem Wirtschaftsminister Altmaier mit mächtigen Steinen zugeschüttet. Staatssekretärin von Peter Altmaier war: Katherina Reiche.

NK | CK

Buchinformation

Susanne Götze, Annika Joeres
Die Sicherheitslüge. Wie Europa sich mit Waffen schützen will – aber mit Öl und Gas erpressbar macht
oekom Verlag, 2025, 112 Seiten, Softcover
ISBN: 978-3-98726-197-8

PS: Wer sich ausführlicher mit diesem hochaktuellen Thema beschäftigen möchten, dem empfehlen wir auch das Buch »Die Milliarden-Lobby. Wer uns von Öl und Gas abhängig macht« von Susanne Götze und Annika Joeres. Es lohnt sich, weil es nicht nur unsere gefährliche Abhängigkeit beleuchtet, sondern detailliert aufzeigt, welche Interessen, welche Lobby-Gruppen und vor allem, welche Politiker (es sind fast nur Männer) ein Interesse daran haben, dass wir weiter auf Teufel komm raus Öl und Gas verbrennen. Wer das Buch liest, wird auf viele bekannte Namen aus CDU, SPD und FDP stoßen.

Die Milliarden-Lobby ist ein gründlich recherchiertes und spannend geschriebes Buch. Hier der Astrophysiker Prof. Dr. Harald Lesch:

Fazit: Lesen lohnt sich!

Buchinformation

Susanne Götze, Annika Joeres
Die Milliarden-Lobby. Wer uns von Öl und Gas abhängig macht
Piper Verlag München, 2025, 288 Seiten Hardcover
ISBN: 978-3-492-07331-8

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update 26.5.2026

Die beiden Autorinnen Susanne Götze und Annika Joeres schreiben auch einen kostenlosen Rundbrief zum Thema Öl, Gas, Fossilindustrie, den man hier lesen und abonnieren kann.

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Eisheilig schön

Selbst die Eisheiligen können dem Zauber der Iris nichts anhaben

Eisheilig

Mamertus
Pankratius
Servatius
Bonifatius
Kalte Sophie

Schöne Iris!

Singularität

Mit der „Kalten Sophie“ enden die Eisheiligen am Freitag, den 15. Mai 2026. In diesem Jahr macht dieses Wetterphänomen seinem Namen wieder alle Ehre, es ist ziemlich frisch, in manchen Regionen Deutschlands ist sogar noch Frost möglich. Die Eisheiligen sind, wie wir in Geographie (für uns Ältere: Erdkunde) gelernt haben, eine sogenannte Singularität. Das bedeutet, Kälteeinbrüche in der Eisheiligenwoche (11. Mai bis 15. Mai) sind ein wiederkehrendes Wetterphänomen. Wer die Eisheiligen genau sind, und wann sie gelebt und gewirkt haben, kann man auf Wikipedia nachlesen.

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Großmeister der kleinen Form: Peter Bichsel

Mit dem Verschwinden der Kneipen verschwindet ein wichtiger Erzählort

Mit dem Sterben der Kneipen, stirbt ein Stück Kultur und ein Ort des Erzählens

Es gab in der Kleinstadt, in der ich aufgewachsen bin, in der Nähe des Marktplatzes eine Gaststätte, die von einer älteren Dame betrieben wurde. Für uns Schüler, die wir heute allesamt auch schon ältere Semester sind, war das drahtige Fräulein Fecker mit den kurzgeschnittenen grauen Haaren jedenfalls eine ältere Dame, vor der wir Respekt hatten.

Gast der Königin

Es gab in dieser immer etwas dunklen Kneipe einen großen Kachelofen, in dem man seine Brezel aufwärmen durfte, neben dem Kachelofen war der Stammtisch, an dem wir Jungen nie zu sitzen gewagt hätten, und es gab im „Fecker“, wie man die Kneipe nannte, Andechser Doppelbock. Dieses Starkbier aus dem gleichnamigen Kloster mit gefährlichen 7,1 Volumenprozent Alkohol gab es allerdings nur, wenn man dem Fräulein Fecker glaubhaft vermitteln konnte, am besten mit Schülerausweis, das man über 16 war und damit Bier trinken durfte. Ja, das resolute energische Fräulein Fecker herrschte streng, aber gerecht über ihr Reich,

„und wer sie kannte oder gar von ihr gekannt wurde, war stolz darauf.“

Dieses Zitat stammt von Peter Bichsel, dem schweizerischen Autor, der im letzten Jahr im Alter von 89 Jahren in Solothurn gestorben ist. Man findet den Halbsatz in der Kolumne „Meine Besuche in Königshäusern“. In diesem Text erzählt Bichsel, der Großmeister der kleinen Form, wie stolz er als Kind war, dass er den Busfahrer kannte, mit dem er zu Schule fuhr, und wie stolz, dass der Busfahrer ihn, den kleinen Peter kannte. Ähnlich ging es ihm auch mit einer alten Wirtin im Tessin, bei der sich die Gäste freuten, wenn sie einen kannte und einem wohlgesonnen war, denn

„sie war eine Wirtschaft, und das war ein guter Teil ihres Charmes, in der der Gast nicht König war. Sie war die Königin. Sie hatte die Macht. Sie verteilte die Sympathien. Und wenn man sie besuchte, dann besuchte man die Königin, und man sonnte sich in dem erhebenden Gefühl, Gast der Königin sein zu dürfen.“

Beim Lesen dieser Zeilen ist mir sofort das „Fecker“ in unserer Kleinstadt wieder eingefallen, und wie stolz wir waren, wenn das Fräulein Fecker uns Jungspunde beim Eintreten in den Schankraum gegrüßt hat.

Heute kommt Johnson nicht

Insgesamt 38 Kolumnen aus den Jahren 2005 bis 2008 versammelt der Band „Heute kommt Johnson nicht“, den ich neulich auf dem Tübinger Flohmarkt entdeckt habe. Ein  echter Glücksfund und ein großes Lesevergnügen. Dem bescheidenen Sprachkünstler Bichsel gelingt es, in nur wenigen Zeilen in einer klaren, schnörkellos schönen Sprache von einem erlebten kleinen Ereignis oder einer Erinnerung auf das Allgemeine zu kommen.

Peter Bichsel, den sein Landsmann Max Frisch schon zu Anfang seiner Karriere einen echten Poeten nannte, macht sich in seinen Kolumnen kluge, meist melancholisch grundierte Gedanken, zum Beispiel über die Schönheit der Wörter in Kreuzworträtseln, über Hymnen gröhlende Fußballfans, über das Warten, über die Hektik unserer Zeit, über Ameisen und Elefanten, über Kneipen und über Stiere, die auch nur Menschen sind.

Das alles geschieht in einem unverstellten Erzählton, so dass man meint, man säße neben Bichsel in einer seiner geliebten Beizen bei einem „Halben Roten“. Seine feinen, kurzen Erzählungen sind Einladungen, uns näher und unvoreingenommen mit unserem Gegenüber zu beschäftigen, uns einzufühlen. Im gewöhnlichen Alltag gewöhnlicher Leute, die Bichsel immer mit Zuneigung zeichnet, werden wir an unsere eigene(n) Geschichte(n) erinnert. Tröstlich und anregend zugleich ist das.

Vom Stier, der auch nur ein Mensch war

So heißt eine besonders schöne Geschichte, in der der kleine Peter auf einem Bauernhof aushilft, was ihm große Freude macht und ihn mit Stolz erfüllt. Weniger Freude macht ihm allerdings eines Tages der Auftrag des Knechts, einen Stier am Strick zu einem anderen Bauern zu führen. Ja, der Zehnjährige hat schreckliche Angst vor dem gewaltigen Tier, das allerdings schnell und zum Erstaunen des ganzen Hofes, ein großes Zutrauen zu dem kleinen Jungen fasst.

„Ich schaute ihn nicht an, ich ging nur nebem ihm her, der Strick bliebt locker. Ich fürchtete, daß ich stolpern könnte auf dem Weg, und ich sprach die ganze Zeit nicht eigentlich zu ihm, sondern leise wie man betet, vor mich hin: »Bitte mach mir nichts, mach mir nichts, tu mir nichts an, bitte, bitte (…)«“

Aber fortan will der beeindruckende Simmentaler Stier nur noch vom kleinen Peter am Strick geführt werden. Immer wieder wird er zu den Bauern gerufen.

„Der Peter muß kommen, es ist etwas mit dem Stier.“

Wie die Geschichte weiter geht? Das sei hier nicht verraten. Nur so viel: Bichsel schafft es mit traumwandlerischer Leichtigkeit von der einzelnen Erinnerung auf das große Ganze zu kommen. Am Ende ist es ein Nachdenken über die menschliche Angst und Macht, und warum die Menschen, die Angst haben, ausgerechnet jenen nachlaufen, die Angst verbreiten.

„Ich glaube, man kann das eigene Leben nur erzählend bestehen, sich selbst erzählend.“

Peter Bichsel hat diesen Satz in einem hörenswerten Feature im Deutschlandfunk wenige Jahre vor seinem Tod gesagt. Es ist ein großes Glück für uns Leserinnen und Leser, dass dieser wunderbare Autor in seinen Erzählungen weiterlebt.

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Buchinformation

Peter Bichsel
Heute kommt Johnson nicht
Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M., 2008
ISBN 978-3-51842026-3

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Oh, Girls can surf

Am 1. Mai öffnet das Tübinger Freibad wieder – zur Freude vieler Schwimmerinnen und Schwimmer, die schon morgens um sechs darauf warten, dass das Rollgitter hochgeht und sie ein- und abtauchen können.

Wie Wasser zu einem wahren Jungbrunnen werden kann, zeigt der sehenswerte Kurzfilm „The Granny Grommets“. Grommets bezeichnet im Surfjargon einen Surf-Neuling. Die Surferinnen sind eine Gruppe bewundernswerter Frauen zwischen 50 und 90 in Albany in Westaustralien. Seit 1999 treffen sich die Surferinnen jeden Freitagmorgen, um sich auf ihren Bodyboards in die Wellen zu stürzen. Dabei ignorieren sie die Gefahr durch Haie ebenso wie die sorgenvollen Mienen ihrer Kinder. Es ist ermutigend und berührend zu sehen, wie viel Kraft und Halt diese tollen Frauen aus ihrer verschworenen Gemeinschaft ziehen. Der Film wurde zu Recht mit vielen Preisen ausgezeichnet.

Deutsche Untertitel lassen sich auf Youtube bei den Einstellungen auswählen.

Wir wünschen einen guten Start in den Mai!

NK | CK

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Der Frühling schwebt vom Birnbaum

Die Palmischbirne ist eine sehr alte Mostbirne und gibt ein umwerfendes Birnengelee

Die Palmischbirne ist eine sehr alte Mostbirne und gibt ein umwerfendes Birnengelee

Blüte für Blüte
schwebt der Frühling
vom alten Birnbaum

Kranō

Ein Haiku zu Ehren unseres alten Birnbaums im Garten, der letztes Jahr gar nicht geblüht hat, dafür dieses Jahr umso mehr. Die Palmischbirne, ein knorriger, ziemlich großer Birnbaum, wurde erstmals 1598 beschrieben und war im Jahr 2005 Streuobstsorte des Jahres. Streuobstwiesen findet man vor allem in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Sie zeichnen sich durch verstreut stehende, hochstämmige, starkwüchsige und großkronige Obstbäume (Apfel, Birne, Zwetschgen, Kirschen) aus. Streuobstwiesen zählen seit 2021 zum immatriellen Kulturerbe der UNESCO und sind Heimat vieler verschiedener Pflanzen und Tiere.

Streuobstwiesentherapie

Streuobstriese bei Hagelloch in voller BlüteEin Spaziergang entlang einer Streuobstwiese kann zur wahren Streuobstwiesentherapie werden, zu jeder Jahreszeit, aber natürlich gerade jetzt im Frühling. Die Streuobstexperten vom Dorf- und Kulturverein Hagelloch bei Tübingen kümmern sich unter großem Arbeitseinsatz um ihre prächtigen Streuobstwiesen am Schönbuchrand. Ja, es gibt in diesem Verein wahre Streuobstflüsterer, die eine fast zärtliche Beziehung zu ihren Bäumen haben. Wir können diesen engagierten Frauen und Männern gar nicht genug dankbar sein, denn sie leisten unverzichtbare Arbeit zum Erhalt eines Kulturguts!

Ein Ausflug nach Hagelloch lohnt sich immer. Es gibt einen schönen, informativen Birnenweg, der an beeindruckenden Streuobstriesen vorbeiführt. Die Broschüre dazu findet man am Wanderparkplatz Bogentor oberhalb von Hagelloch oder gleich hier zum Runterladen.

Wir wünschen einen entspannenden Spaziergang.

NK | CK

update: Heute, am 24. April 2026 ist der Tag der Streuobstwiese wie uns Uli im Kommentar gerade schriebt. Danke für den Hinweis!

Schöne Postkarte Nr. 133 · Der Trost der Bäume · © Schöne Postkarten, Tübingen

Schöne Postkarte Nr. 133 · Der Trost der Bäume · © Schöne Postkarten, Tübingen

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