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Jurek, der Postkartenschreiber

Ob Jurek Becker diese Postkarte gefallen hätte? Wir haben jedenfalls bei ihrer Herstellung keine Mühe gescheut. <a href="http://www.schoenepostkarten.de" target="_blank" rel="noopener">Alle Motive finden Sie auf: schoenepostkarten.de</a>

Ob Jurek Becker diese Postkarte gefallen hätte? Wir haben jedenfalls bei ihrer Herstellung keine Mühe gescheut. Alle Motive finden Sie auf: schoenepostkarten.de

Postkarten: Vergnügen statt Pflicht

„Wir müssen noch die Postkarten schreiben!“ Den Satz kennen oder kannten von früher wohl die meisten von uns von Urlaubsreisen. Da heute Grüße und Bilder vorwiegend über das alldurchdringende Netz geschickt werden, bleiben noch die (Glückwunsch-)Karten zu Geburtstagen, Hochzeiten oder anderen persönlichen Anlässen. Doch auch hier schwingen viel Pflichtbewusstsein mit und eher selten Kreativität und Freude. Schade um die vertane Chance!

Postkarten schreiben kann nämlich durchaus ein Vergnügen sein. Für den Schreiber und natürlich für den Empfänger. Der Schriftsteller Jurek Becker (1937 – 1997) hat das Postkartenschreiben über viele Jahre gepflegt und es zur Kunst erhoben. Becker, dessen Roman „Jakob, der Lügner“ ein Bestseller wurde, hat das deutsche Fernsehpublikum als Drehbuchautor der Erfolgsserie „Liebling Kreuzberg“ lange Zeit exzellent unterhalten. Für seinen langjährigen Freund Manfred Krug, Hauptdarsteller dieser Serie, hat Becker großartige Szenen und Dialoge geschrieben, die Krug kongenial gespielt hat. Doch den begnadeten Postkartenschreiber Jurek Becker gilt es posthum noch zu entdecken!

am Strand von Bochum ist allerhand los

So lautet der Titel des wunderschön gestalteten und von Suhrkamp aufwendig produzierten Buchs, das Beckers Witwe Christine Becker in diesem Frühjahr veröffentlicht hat. Auf knapp 400 Seiten dürfen wir 20 Jahre von Jurek Beckers Leben auf rund 900 Postkarten verfolgen.

„Geliebte Krugs, nun kann ich auch die Niagara-Fälle abhaken. Das Bild ist Sozialistischer Realismus. Direkt unterhalb der Fälle beginnt eine 3 m dicke braune Dreckschicht, die bis zum Horizont geht. Es ist kein Quadratzentimeter Wasser zu sehen. Eine Studentin, mit der ich hier war, hat herzzerreißend geweint. Jurek“

Dies ist die erste Karte im Band, geschrieben am 15.5.1978 an Ottilie und Manfred Krug. Der DDR-Bürger Becker lebte zu dieser Zeit in West-Berlin, ausgestattet mit einem Dauervisum für zehn Jahre. Becker konnte damit unbegrenzt reisen (auch vom Westen zurück in die DDR), was für einen DDR-Bürger wohl ziemlich außergewöhnlich war.

Die Empfänger von Beckers Postkarten, deren Texte er meist schon vor Reiseantritt entworfen und in ein Schulhelft übertragen hat, waren unter anderem: seine Familie aus erster Ehe, seine zweite Frau Christine und der gemeinsame Sohn Jonathan (Johnny), die Krugs, seine Lektorin Elisabeth Borchers bei Suhrkamp und das Verlegerehepaar Unseld.

Jurek Becker hat nicht nur die Texte seiner Postkarten sorgfältig komponiert, sondern auch die Motive ganz bewusst ausgesucht

Jurek Becker hat nicht nur die Texte seiner Postkarten sorgfältig komponiert, sondern auch die Motive ganz bewusst ausgesucht.

Komisch, anregend, berührend

Was er diesen Menschen, die ihm offensichtlich sehr am Herzen liegen, schreibt, ist geistreich, mal komisch, mal schräg, dabei sehr persönlich und immer berührend. Und das bei aller gebotenen Knappheit, ist doch der Platz für Text auf einer normalen Postkarten gerade mal 10 x 8 cm groß. Für Becker war das kein Hindernis, sondern beflügelnd! Mit wenigen Worten gelingt es ihm, Geschichten zu erzählen, die viel über den Menschen Becker und sein Verhältnis zu den Empfängern mitteilen. Nicht selten eröffnen die Miniaturen auch für uns Zweitleser noch Raum für Assoziationen. Und en passant wird noch die Weltgeschichte gestreift. Becker schreibt am 19.8.1991 aus Sieseby (Schleswig-Holstein) an seine Frau Christine:

„Du alte Laugenbrezel,

wenn man bedenkt, daß, seit wir uns kennen, Kuweit besetzt und wieder geräumt, Gorbi gewählt und wieder gestürzt, die Mauer verbreitert und abgerissen, Bayern München mehrmals aus dem Pokal geworfen und J.R. Ewing all sein schönes Geld los wurde (das sind nur Beispiele von vielen) – muß man da unser Verhältnis nicht beispielhaft stabil nennen?
Dein schreibender Sklave J.“

So unterhaltend geht das Seite für Seite in diesem Band, den man natürlich nicht in einem Zug durchliest, sondern häppchenweise genießt, immer mal wieder aufschlägt, reinliest, staunt, schmunzelt – nicht ohne eine gewisse Melancholie. Welch‘ – selten gewordene – Mühe, um der Bedeutung einer Beziehung im Kleinen Ausdruck zu verleihen, welch‘ Kleinode!

„Du kosmische Strahlung“

Am Postkartenschreiben hält Becker fest, auch als er unheilbar an Darmkrebs erkrankt ist – und trotzdem geht in seinen Texten bei aller Melancholie der Humor nicht verloren. Am 25.11.1996, wenige Monate vor seinem Tod, redet er seine Frau mit „Du kosmische Strahlung“ an und lässt ein sauber paargereimtes, dreistrophiges Gedicht über seine Chemotherapie folgen. Alleine die Anreden, mit denen Becker die Empfänger seiner Karten überrascht, sind ein schräger Genuss: Da wird seine Frau zum Korallenriff, Vorzugsaktie, Wackelkontakt und der Sohn zur Fahrradeisenbahn, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Die Herausgeberin Christine Becker präsentiert die Postkarten chronologisch. Auf jeder Seite sehen wir das Postkartenmotiv und die Rückseite mit dem handgeschriebenen Text. Jurek Becker hat eine gut lesbare Handschrift. Trotzdem wurden alle abgebildeten Karten genau transkribiert. Die Empfänger werden alle beim ersten Mal in Kürze erläutert. Dazu gibt es bei manchen Karten kleine Anmerkungen zu den Reiseumständen oder -gründen.

Fazit

Das Buch ist eine wunderschöne Hommage an die Postkarte und ein großes Vergnügen für alle Freunde literarischer Miniaturen. Es ist aber darüber hinaus auch Ansporn, sich wieder Mühe beim Schreiben zu geben, vielleicht um zu entdecken, dass Stil und Kreativität Ausdruck dafür sein können, wie viel einem an einer Beziehung liegt, auch und gerade, wenn man „nur“ eine Postkarte zu schreiben hat.

N.K. / C.K.

Information zum Buch

Jurek Becker
am Strand von Bochum ist allerhand los
Herausgegeben von Christine Becker
Suhrkamp Verlag Berlin, 2018
ISBN 978-3-518-42816-0

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Freitagsfoto: Zeitumstellung

Zeitumstellung

Schon bemerkt? Die Tage werden wieder kürzer, Sommerzeit hin oder her. Die ersten Bäume und Sträucher lassen hie und da, ja fast heimlich ein welkes Blatt fallen. Und in gut 100 Tagen gilt wieder die Winterzeit.

Apropos Zeitumstellung: Erstmals fragt die EU-Kommission die Bürgerinnen und Bürger um ihre Meinung zur Zeitumstellung. Dabei gibt es zwei Optionen: man kann für die Beibehaltung der Sommerzeit oder für ihre Abschaffung in der gesamten Europäischen Union votieren. Hier geht’s zur Online-Umfrage.

Umstellung der Zeit

So heißt ein schmaler Gedichtband, den der langjährige Hanser-Verleger und Dichter Michael Krüger vor ein paar Jahren bei Suhrkamp veröffentlicht hat. Krügers Gedichte sind poetische Streifzüge durch die Natur, zugleich melancholische Reflexionen über die Vergänglichkeit, bisweilen mit einem Anflug von Humor oder Ironie. Empfehlenswert! Hier eine Leseprobe:

Kein Haiku

Eine tote Amsel
vor meinem Fenster.
Ich warte eine Stunde
auf die Umstellung
der Zeit.

Verlangsamer von Zeit

Im Interview mit dem Kritiker Denis Scheck, das Sie hier sehen können, sagt Krüger über Gedichte: „Gedichte sind die besten Verlangsamer von Zeit. Gedichte zu lesen, bedeutet sich selbst, den ganzen Körper, das Bewusstsein, die Aufmerksamkeit zu verlangsamen.“

Schönes Wochenende!

Informationen zum Buch:

Michael Krüger
Umstellung der Zeit
Suhrkamp Verlag Berlin, 2013
ISBN 978-3-518-42394-3

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Raupen, Holder, Hölderlin

In der Tübinger Bachgasse im Raupenviertel wuchs Fritz Holder auf

In der Tübinger Bachgasse im Raupenviertel wuchs Fritz Holder auf

Fritz Holder

In Tübingen gelte ich, obwohl i Schwäbisch akzentfrei schwätz, als Reigschmeckter, dazu noch aus dem ehemals preußischen Hechingen stammend. Deshalb mögen es mir die eingeborenen Tübingerinnen und Tübinger nachsehen, dass mir der Name Fritz Holder bis vor wenigen Wochen noch kein Begriff war. Was für ein Versäumis, ich weiß. Dabei haben wir viele Jahre unser Büro im sogenannten Raupenviertel in Tübingen gehabt. In diesem Viertel, auch Gôgei genannt, ist Fritz Holder am 7. April 1932 in der Bachgasse auf die Welt gekommen. Holder war zunächst Schriftsetzer und dann, bis zu seinem Tod am 6. September 1996, Journalist beim Schwäbischen Tagblatt, verantwortlich für die Lokalredaktion Rottenburg.

„Geliebtes Pflaster“

Das Raupenviertel in der Tübinger Unterstadt ist ganz grob die Gegend zwischen Kelternstraße im Norden, Lange Gasse im Osten, Belthlestraße im Westen und Haaggasse im Süden. In diesem Viertel ist Fritz Holder in der Welt der Handwerker, Tagelöhner, Händler und Wirtsleute aufgewachsen. Diesen einfachen, ehrlichen und in ihrer gnadenlosen Direktheit liebenswerten Menschen der unteren Stadt hat Holder mit seinem Buch „Geliebtes Pflaster“ ein zartes Denkmal in rauhem Ton gesetzt.

23 Geschichten enthält dieser schmale Band, jede für sich ein kleiner Erinnerungsdiamant, aus dem eine Zeit herausfunkelt, die längst untergegangen ist. Holder erzählt sehr lebendig von dieser mitunter harten, oft entbehrungsreichen Welt und in einer klaren, niemals kitschigen Sprache. Er schreibt seine gut komponierten Miniaturen aus der Perspektive des kleinen Fritzle, und zwar geradeso, „daß es tuet wie verzählt“, wie wir im Nachwort des Tübinger Kulturwissenschaftlers Hermann Bausinger lesen.

Die Tübinger Ammergasse in der Gôgei an einem kalten Januarmorgen. © 2017 Schöne Postkarten

Die Tübinger Ammergasse in der Gôgei an einem Januarmorgen. © 2017 Schöne Postkarten

Kein vornehmes Getue

„Geliebtes Pflaster“ ist ein literarischer Reiseführer durch ein besonderes Tübinger Viertel und in eine Zeit, deren Gegensatz zu unseren Zeiten nicht größer sein könnte. Das ist wohltuend erdend und dabei nicht romantisierend. Ich habe bei der leider sehr kurzen Lektüre nicht nur viel über die Gôgei und ihre Bewohner gelernt, sondern bin auch vielen schwäbischen Wörtern, darunter herrliche Flüche, aus meiner eigenen Kindheit wieder begegnet. Holder schreibt über Sprache und Ton in seinem Raupenviertel:

„Der Umgangston war eher rauh, doch nicht ohne verborgene Herzlichkeit. Hinter diesem und jenem Wort, das anderen Ohren befremdlich oder gar entsetzlich klang, konnte viel Mitgefühl und Anteilnahme stecken. Man redete direkt miteinander, was sollte auch vornehmes Getue. Wenn der Stadttagelöhner Wilhelm H. seiner Angetrauten rief ‚Rosa, du Heilandsakramentszuttel, gohscht jetzt daher oder i schlag dr’s Beile uffs Hirn nuff!‘ wurde das ohne große Besorgnis wahrgenommen. Der Wilhelm meinte das nicht so. Und seine Rosa starb, als es Zeit war, eines ganz natürlichen Todes.“

Zur Sprache Holders schreibt der Tübinger Autor Kurt Oesterle, dem ich die Entdeckung Fritz Holders verdanke, in seinem Vorwort unter anderem vom „Altersasyl für ausgebrauchte und davongejagte Wörter, egal, ob sie im Dialekt oder in der Hochsprache gedient haben.“ Ich wünschte, es gäbe mehr solche schönen Altersasyle für ausgebrauchte Wörter.

„Raupenviertel“ und „Gôgenmusik“

So heißen zwei andere Bücher Fritz Holders. Es sind Gedichtbände in Mundart, nach denen ich sofort antiquarisch suchen musste, nach dem uns unser Freund K. zum ersten Mal dieses Gedicht aus dem Band „Raupenviertel“ vorgetragen hat:

Dr Holder ond dr Hölderlin

Se send anander nia v’rkomma,
se hend sich nia em Leabe gseah,
send zwoar de gleiche Gasse gloffa,
doch andre Johrgäng send-se gwea.

Dr oi hot dichtet vo’dr Freiheit,
se kommt a baarmol bei’nem vor,
dr ander hot vo‘ Freiheit gsonga,
em Volkschor obnets als Tenor.

Mo’s Zeit war, hend-se ganga müeßa,
do beißt koi Maus koin Fada a‘, so send-se doch noh zemakomma –
em Stadtfriedhof, Abteilung H.

Dort send-se frei, doch halt dahin -:
dr Holder ond dr Hölderlin …

Achtung! Bitte unbedingt laut lesen oder vortragen.

Ist das nicht eine anrührend melancholische Hommage von Fritz Holder für seinen Vater Christian Holder, den im Viertel alle nur „Stane“ nannten? Die beiden Gedichtbände „Raupenviertel“ und „Gôgemusik“ sind von Holders Sohn Christian mit schönen Federzeichnungen ausgestattet. Im Erinnerungsbuch „Geliebtes Pflaster“ finden sich zahlreiche Schwarzweiß-Fotos, die das Raupenviertel und seine Bewohner zeigen.

Leider gibt es die Bücher von Fritz Holder zur Zeit nur noch antiquarisch. Aber hoffentlich findet sich bald ein Verleger, der einen Sammelband in Angriff nimmt. Ich wüsste einige Interessenten.

Informationen zu den Büchern

Fritz Holder
Geliebtes Pflaster – Eine Jugend in der Tübinger Altstadt
Verlag Schwäbisches Tagblatt Tübingen
ISBN: 3-928011-25-1

Raupenviertel – Räse Verse aus der Tübinger Altstadt
Verlag Schwäbisches Tagblatt Tübingen, 1990
ISBN: 3-928011-01-4

Gôgenmusik – Neue räse Verse aus Alt-Tübingen samt dem Diebinger Raupekalender
Verlag Schwäbisches Tagblatt Tübingen, 1992
ISBN: 3-928011-08-1

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Käfer, Kafka, Samsa

Der Käfer hat sich weder in Kafka verwandelt, noch wurde er für dieses Foto verletzt oder gar getötet.

Der Käfer hat sich weder in Kafka verwandelt, noch wurde er für dieses Foto verletzt oder gar getötet.

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ (aus Franz Kafka, Die Verwandlung, Fischer Taschenbuch, 144 Seiten, ISBN 978-3-596-25875-8)

Franz Kafka wäre heute 135 Jahre alt geworden. Auf der Homepage des S. Fischer Verlags, der Kafka verlegt, lesen wir:

„Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren. Nach einem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloss, trat Kafka 1908 in die »Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt« ein, deren Beamter er bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung im Jahr 1922 blieb. Im Spätsommer 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz; es war der Ausbruch der Tuberkulose, an deren Folgen er am 3. Juni 1924, noch nicht 41 Jahre alt, starb.“ (Quelle: S. Fischer Verlage.)

Der Verlag hat eine extra Autorenseite zu Franz Kafka eingerichtet, und in der ZEIT bin heute morgen auf einen kleinen Artikel von Stefan Willeke zu Kafka und dessen Schönheit der Sprache gestoßen. Eine schöne Anregung, mal wieder Kafkas Verwandlung zu lesen.

Der erste Kommentar, der mir sagt, um welchen Käfer es sich auf dem Foto da oben handelt, bekommt von mir diese Kafka-Postkarte und vier weitere Literatur-Postkarten aus der Serie Schöne Postkarten geschickt. Ich bin gespannt!

Schöne Postkarte Nr. 20: Kafka, Käfer, Bücher © 2018 www.schoenepostktarten.de

Schöne Postkarte Nr. 20: Kafka, Käfer, Bücher © 2018 www.schoenepostkarten.de

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Freitagsfoto: Stille

Sieht so Stille aus? Fischerboot vor Selsey an der englischen Südküste. #nophotoshop

Sieht so Stille aus? Fischerboot vor Selsey an der englischen Südküste. #nophotoshop

“There is no such thing as silence.”

Dieser Satz stammt von dem amerikanischen Komponisten John Cage (1912 – 1992), der mit „4’33“ eines der berühmtesten Musikstücke des 20. Jahrhunderts geschrieben hat. Bei der Uraufführung im Jahr 1952 gab es einen ziemlichen Skandal, weil dieses Stück aus drei Sätzen ohne Noten besteht. Ergo: Das Orchester hat nichts gespielt. Das Publikum hörte, nun ja, keine Stille, sondern die üblichen Geräusche, die man in einem Konzertsaal hört, wenn die Instrumente stumm bleiben: Räuspern, Rascheln, Tuscheln und am Ende lautstarke Proteste gegen diese künstlerische Zumutung. Auf Youtube kann man Aufführungen von „4’33“ sehen: sehr speziell.

Stille – Ein Wegweiser

So heißt das Buch des norwegischen Autors, Juristen, Kunstsammlers, Vaters von drei Töchtern und Abenteurers (habe ich was vergessen?) Erling Kagge, 55. Kagge, der zu beiden Polen gewandert und auf dem Everest gestanden ist, kreist auf rund 140 Seiten um die Fragen: Was ist Stille? Kann man Stille in der Hektik der Großstadt erfahren? Warum brauchen wir Stille? In 33 kurzen Kapiteln versucht er, diese Fragen zu beantworten, auch mit Hilfe berühmter Freunde, wie der Künstlerin Marina Abramovic, dem selbst ernannten E-Auto-Wunderkind Elon Musk und dem wirklich klugen Neurologen Oliver Sacks. Das alles liest sich gut und flott.

Der Autor schreibt in klaren Sätzen über seinen Weg zum Südpol: „Der stillste Ort, an dem ich gewesen bin.“; über seinen Gang zum Nordpol: „Draußen auf dem Weg nach Norden gibt es ständig Geräusche.“; oder über eine Wanderung durch die Kanalisation von New York: „Sogar tief in den Kloaken von SoHo ist es nicht ruhig.“. Kagge denkt über Lärm, Langeweile und Luxus nach: „Einmal flog ich im Sommer achtzehn Stunden von Oslo nach Sri Lanka, um mich zu entspannen, gesund zu essen und Yoga in einer schönen grünen Umgebung zu praktizieren.“

Der Autor befragt auch die Philosophen und stellt fest, dass diese sich zwar mit der ganz großen Frage – Wie sollen wir leben? befassen, meint aber: „Kaum ein Philosoph kümmert sich um die Stille und welche Bedeutung sie für uns haben könnte.“

Hier kommen nun die Religionen ins Spiel: die Bibel, der Hinduismus, der Zen-Buddhismus. Auch hier gibt es interessante Passagen, aber ich hätte mir gewünscht, Kagge hätte weniger Lärm, respektive Worte, um die Stille gemacht. Vielleicht hätte er noch ein, zwei Kapitel wie das dreiunddreißigste einbauen sollen: mit leeren Seiten und zusätzlich einer kleinen Anweisung am Seitenende: „Betrachten Sie diese Seite fünf Minuten lang und achten Sie auf Ihren Atem.“

Nach 125 Seiten Suche nach Stille, aus denen des öfteren auch die – gar nicht so stille – Eitelkeit des gut aussehenden, norwegischen Abenteurers durchschimmert, kommt Erling Kagge im Ton esoterisch angehauchter Ratgeberliteratur zu dem Schluss:

„Ich musste weit gehen, um das herauszufinden, aber jetzt weiß ich, dass wir die Stille überall finden können. Man muss nur subtrahieren. Du kannst Deinen eigenen Südpol finden.“

Ist dieses ausnehmend schön gestaltete Buch nun ein Wegweiser in die Stille, wie der Titel suggeriert? Ich bin mir da nicht so sicher. Die Erkenntnis am Ende erscheint mir fast ein bisschen banal; vielleicht verbinde ich die Suche nach Stille ohnehin mit weniger spektakulären Wegen. Aber vielleicht wollte uns auch das der Autor sagen: dass jeder seine Wege zur Stille finden kann.

Informationen zum Buch

Erling Kagge
Stille – Ein Wegweiser
Insel Verlag Berlin 2017
144 Seiten, Hardcover
978-3-458-17724-1
Das Leseexemplar hat uns freundlicherweise der Verlag zur Verfügung gestellt.

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P.S.
Wer eine konkrete Anleitung zum Sitzen in Stille (Zazen) sucht, dem empfehle ich, sich mal die Mindfullness App anzuschauen. Dort gibt es verschiedene Achtsamkeits- und Meditationsübungen mit gesprochener Anleitung, unter anderem zum Sitzen in Stille.

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Mehr als nur B 28: Unterjesingen

Spätgotische Pfarrkirche Sankt Barbara in Unterjesingen. Foto: www.schoenepostkarten.de

Postkartenreif: Spätgotische Pfarrkirche Sankt Barbara in Unterjesingen. Foto: www.schoenepostkarten.de

Wein und Wandern

„Der Weinbau erobert die Stadt zurück“, schreibt diese Woche die FAZ online. Darüber können die Menschen in Unterjesingen nur müde lächeln. Weinbau hat in der Gemeinde an den sonnigen Südhängen seit Jahrhunderten Tradition. Der umtriebige Obst- und Weinbauverein kümmert sich engagiert um die Belange der Winzer und Obstgärtner und feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag. Von der Qualität der Unterjesinger Weine kann man sich am 7. und 8. Juli 2018 in der dortigen Kelter überzeugen.

Vor zwei Tagen Abend bin ich mit der Kamera von Unterjesingen Richtung Wurmlinger Kapelle gelaufen. Dabei ist das obige Foto der spätgotischen Pfarrkirche Sankt Barbara entstanden, im Hintergrund sieht man die steilen Weinberge am südlichen Schönbuchrand. Leider nehmen die meisten Menschen Unterjesingen nur vom Auto aus wahr. Die B 28 durchschneidet den Ort und ist eine große Belastung für seine Bewohner. Dabei hat diese Gemeinde sechs Kilometer westlich von Tübingen mehr zu bieten als nur eine Bundesstraße. So lohnt zum Beispiel eine Wanderung entlang des Schönbuchtraufs mit vielen wunderbaren Ausblicken Richtung Wurmlinger Kapelle, Burg Hohenzollern und wundersamer blauer Mauer, wie Eduard Mörike die Schwäbische Alb in seinem Stuttgarter Hutzelmännlein beschrieben hat:

Schöne Postkarte Nr. 219 · Wurmlinger Kapelle und Burg Hohenzollern vor der Schwäbischen Alb © 2018

Schöne Postkarte Nr. 219 · Wurmlinger Kapelle und Burg Hohenzollern vor der Schwäbischen Alb © 2018

Das Foto für diese Postkarte haben wir vom Unterjesinger Weinberg aus unseres guten Freundes T. gemacht. Wo man diese schöne Postkarte bekommt? In Hirschau zum Beispiel im netten Lila Laden von Agatha Truniger.  Weitere Motive und alle Bezugsquellen im Tübinger Handel findet man hier.

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Die Erbschaft der Gewalt – Buchvorstellung

Auch ein Erbe der Gewalt: Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs in Ecussols im Burgund. Foto: Norbert Kraas

Auch ein Erbe der Gewalt: Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs in Ecussols im Burgund. Foto: Norbert Kraas

Genug von den Weltkriegen!?

Meinen wir wirklich, mehr als 70 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs, jetzt genügend Filme gesehen, genügend Bücher gelesen zu haben für die Aufarbeitung dieser furchtbaren Katastrophe? Hängt uns das Thema Zweiter Weltkrieg und Nazizeit gar zum Hals heraus? Wenn ein Mitglied des Deutschen Bundestags in einer Rede die Nazizeit (und damit auch den Zweiten Weltkrieg) als „Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ bezeichnet, so scheinen weitere Arbeiten, weshalb es zu zwei schnell aufeinanderfolgenden Weltkriegen kommen konnte, nicht mehr gefragt. Immer häufiger darf rechtes, geschichtsverfälschendes Gedankengut hinausposaunt werden – ohne Konsquenzen. Ein Indiz, dass es mit dem Geschichtsgbewusstein in unserer Gesellschaft bergab geht? Und entsteht gerade nicht der Eindruck, dass sich immer mehr Menschen von der deutschen Pflichtaufgabe eines geschichtsbewussten Erinnerns am liebsten abwenden würden? Dabei wäre diese Erinnerungsarbeit gerade jetzt, wo Europa sich im Dauer-Krisenmodus befindet, wichtiger denn je.

Krieg, Gewalt und ihre Folgen

„Die Erbschaft der Gewalt: Über nahe und ferne Folgen des Krieges“ heißt das neue Buch von Kurt Oesterle. In acht klugen, lehrreichen und gut lesbaren Aufsätzen geht der in Tübingen lebende Autor der Frage nach, wie lange Kriege nachwirken, und zwar mental, im Geist wie in der Psyche. Obwohl hinlänglich bekannt ist, dass das Vermächtnis des Ersten Weltkriegs den Nährboden für den Zweiten Weltkrieg bildete, erstaunt den Autor, wie dieser Erste Weltkrieg „hinter den noch düstereren Horizonten von Hitlerkrieg und Holocaust beinahe unsichtbar geworden“ ist. Daher untersucht er in ganz unterschiedlichen Ansätzen, wie das Trauma der Überlebenden des Ersten Weltkriegs – und zwar explizit nicht nur das der deutschen Kriegsteilnehmer – nachfolgende Generationen geprägt hat.

Vor dem Beinhaus von Douaumont: hier liegen 16123 gefallene Franzosen begraben. Foto: Norbert Kraas

Vor dem Beinhaus von Douaumont: hier liegen 16123 gefallene Franzosen begraben. Foto: Norbert Kraas

Ohne jemals thesenhaft oder belehrend zu wirken, arbeitet Oesterle, der selbst Literatur, Geschichte und Philosophie studiert hat, heraus, was von der Traumaforschung bestätigt wird: dass das Trauma immer weiter fortwirkt, wenn es nicht aufgearbeitet wird. Die zum Teil sehr persönlichen Erzählungen ergänzt Oesterle um wissenschaftliche Erkenntnisse. Das liest sich lehrreich und erschütternd zugleich: Allein für Deutschland veranschlagt man 600 000 auf unterschiedlichste Weise traumatisierte Soldaten des Ersten Weltkriegs. Enorm wichtig für gesamtgesellschaftliche Entwicklungen sind die Folgen dieser Traumen:

„Längst geht man davon aus, dass Traumatisierungen hochansteckend sind und sich durch Wort und Bild leicht in andere hineinsenken lassen, auch transgenerational.“

Den Begriff Trauma möchte der Autor übrigens keinesfalls als Entschuldigung verstanden wissen. Er schreibt:

„Trauma heißt heute fast immer reduzierte Verantwortung und moralisch eingeschränkte Zurechnungsfähigkeit. Für mich hingegen ist das Trauma vor allem eine Kategorie, um Täterschaft zu definieren, denn nichts schreibt Gewaltbereitschaft von Generation zu Generation leichter und eindringlicher fort als das Trauma, und zwar in jener aggressiv politisierten Form, die in Deutschland nach 1918 verheerend war.“

Britische Dichter in der Schlacht an der Somme

In „Erbschaft der Gewalt“ finden sich bekanntere, aber auch völlig neue Perspektiven zum Erbe der Gewalt: So befasst sich Oesterle fundiert und intensiv mit der britischen Kriegserfahrung an der Somme-Front. Eine Erfahrung, die in Deutschland von einer breiteren Öffentlichkeit bis dato nicht wahrgenommen wurde. Die Gedichte der britischen „War Poets“, darunter hier zum Teil fast gänzlich unbekannte Dichter wie Harry Patch, Charles Sorley, Robert Graves, Wilfred Owen oder Siegfried Sassoon, um nur ein paar zu nennen, gehen unter die Haut – auch noch nach 100 Jahren. Exemplarisch sei hier das von Joachim Utz übersetzte Gedicht von Wilfred Owen „Strange Meeting“ zitiert, in dem sich ein deutscher und britischer Soldat im Massengrab treffen. Es bleibt offen, wer von beiden spricht:

„Ich bin der Feind, den du erschlugst, mein Freund.
Im Dunkeln gar erkenn’ ich dich: So hat dein Haß
durch mich hindurchgestiert, gestern, beim Todesstoß.
Ich wehrte mich, doch meine Hände waren kalt und willenlos.
Laß uns jetzt schlafen …“

Europäischer als die Brexit-Briten

Erstaunlich für Oesterle (und den Leser) ist das Verständnis, ja Mitgefühl, das die englischen Dichter-Soldaten für ihre deutschen Feinde hatten. Diese saßen ja meist in Sichtweite in ihren Gräben: im gleichen Dreck und mussten auch Hunger, Kälte, Hitze, Läuse und Ratten aushalten. Wie die deutschen Frontkämpfer litten auch die War Poets unter ihren Kriegstraumen, jahrzehntelang zum Teil:

„Zehn Jahre hat es laut Graves gedauert, bis sich sein Blut erholte. Oder seine Psyche – zehn Jahre bis der Körper, die Nerven, das Unbewußte alle Eindrücke des Krieges an das bewußt zugängliche Gedächtnis weitergaben.“

Die meisten im Buch zitierten Gedichte hat Oesterle selbst übersetzt, weil sie – bedauerlicherweise – bisher nicht übersetzt sind. Hier gibt es Lyriker zu entdecken! Der überzeugte Europäer Oesterle kommt am Ende dieses Essays zu einer beeindruckenden Erkenntnis mit überraschend aktuellem Bezug: Diese mit einem politischen Verstand gesegneten britischen Dichtersoldaten, die zu so vielen ihr Leben geopfert haben,

„waren um ein Vielfaches europäischer als die heutigen Brexit-Briten! Und, vielleicht ohne es damals noch ganz begriffen zu haben, Vorkämpfer eines Europa von gleichberechtigten Nationen. Dieses Europa wäre mit den Deutschen des Ersten Weltkriegs nicht zu machen gewesen! Denn die Deutschen strebten nach einem Europa unter ihrer Hegemonie; noch ein zweiter, weit furchtbarerer Krieg sollte nötig sein, sie – vorläufig endgültig – von diesem Streben abzubringen, bis sie sich mit einer Rolle als Nation unter anderen Nationen zufrieden gaben: der ersten und wichtigsten Voraussetzung einer europäischen Gemeinschaft, die lebenswert ist.“

Damit benennt Oesterle nicht nur die Opfer, die für Europa erbracht wurden, sondern vielleicht auch ein zentrales Problem, an dem Europa nach wie vor nagt: Jedes Land denkt am liebsten nur an sich.

Das Einzelschicksal im Fokus

Mit der eigenen Familiengeschichte befasst sich Oesterle gleich zu Anfang. Nach dem nicht hinreichend verarbeiteten Trauma des Großvaters macht die geschichtsverfälschende Propaganda der Nazis auf diesen Frontkämpfer des Ersten Weltkriegs keinen Eindruck mehr. Er kann jedoch nicht verhindern, dass seine beiden Söhne mit großer Begeisterung für Hitler und seine Schergen in den Zweiten Weltkrieg ziehen. Der eine Sohn wird nicht zurückkehren, der andere, Oesterles Vater, erst spät seinen Fanatismus erkennen und bitter bereuen.

Kurt Oesterle: „Der steinerne Turm ist einer Granate nachgebildet [...]“. Beinhaus von Douaumont bei Verdun. Foto: Norbert Kraas

Kurt Oesterle: „Der steinerne Turm ist einer Granate nachgebildet […]“. Beinhaus von Douaumont bei Verdun. Foto: Norbert Kraas

Im zweiten Essay beschreibt Oesterle, warum die Schlacht um Verdun und ihre Folgen auf keinen Fall in Vergessenheit geraten darf. Er befasst sich ausführlich mit dem Schlachtverlauf und dem Umgang mit der Erinnerung an diese größte Schlacht des Ersten Weltkriegs. Für diesen klugen Autor ist klar, „daß der Gesamtkomplex »Verdun« sehr viel Anschauungsmaterial zum Thema Zivilisationsgefährdung enthält“. Oesterle lässt dabei neben französischen Denkern auch den deutschen Frontsoldaten und Schriftsteller Arnold Zweig zu Wort kommen und empfiehlt dessen Roman „Erziehung von Verdun“ ausdrücklich als Reisebegleiter nach Verdun.

Sensibles Sprachgefühl

Auch in den anderen fünf Essays zieht Oesterle den Leser mit seiner sprachlichen Erzählkraft sehr rasch in den Bann. Ob er nun die „heimliche deutsche Hymne“, nämlich das volkstümliche Kriegslied „Der gute Kamerad“ beleuchtet oder an sehr persönlichen Porträts wie jenem von Gregor Dorfmeister, dem Autor des Romans „Die Brücke“, deutlich macht, wie schwierig die Bewältigung unaussprechlicher Erlebnisse sein kann. Sehr bewegend ist auch das Bild, das Oesterle auf gerade mal fünf Seiten von Lothar Pfeiffer zeichnet. Pfeiffer war Wehrmachtssoldat, der sich 1942 vor Kiew weigerte, russische Frauen und Kinder zu erschießen: er schoss in den Boden und riskierte sein eigenes Leben. Noch Jahre nach dem Krieg war er so traumatisiert, dass er nicht darüber sprechen konnte.

Für Tübinger, die historisch interessiert sind, ist dieses Buch geradezu ein Muss. Denn im letzten Aufsatz geht Oesterle dem Schicksal von Soldaten aus Lustnau nach, einem Teilort von Tübingen. Mit diesen führt er den Leser noch einmal an die Fronten des Ersten Weltkriegs und bettet auf sehr nachdrückliche, berührende Weise lokale Geschichte ins Weltgeschehen ein.

Das Buch überzeugt: der Autor präsentiert genau recherchierte Fakten mit sensiblem Sprachgefühl und einer erzählerischen Lebendigkeit, die gerade bei historischen Stoffen keine Selbstverständlichkeit ist. Nach der Lektüre wird es wohl kaum jemanden geben, der nicht davon überzeugt ist, dass wir uns weiter mit der Kriegsgewalt und ihren Folgen zu beschäftigen haben. Sie gehört, so Oestele, immer wieder „kommuniziert, sprich: in irgendeiner Form weitererzählt und von einem zuhörenden anderen mit Anteilnahme aufgenommen und lebhaft widergespiegelt“.

Diesem Buch sind viele Leserinnen und Leser zu wünschen. Und es bleibt zu hoffen, dass es Oesterles Buch in naher Zukunft auch in französischer und englischer Sprache geben wird. „Die Erbschaft der Gewalt“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung.

Kurt Oesterle bei der Vorstellung von „Die Erbschaft der Gewalt“ im Tübinger Zimmertheater. Foto: Norbert Kraas

Kurt Oesterle bei der Vorstellung von „Die Erbschaft der Gewalt“ im Tübinger Zimmertheater. Foto: Norbert Kraas

Informationen zum Buch

Kurt Oesterle
Die Erbschaft der Gewalt. Über nahe und ferne Folgen des Krieges
Klöpfer und Meyer Verlag, Tübingen, 2018
204 Seiten, Hardcover mit Lesebändchen
ISBN: 978-3-86351-469-3

Wer sich über den Autor informieren möchte, kann dies auf seiner Homepage hier tun. Und, liebe Lehrerinnen und Lehrer, Kurt Oesterle liest auch an Schulen.

N.K, C.K.