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Detroit: Bilder einer Geisterstadt

Detroit – A Modern Ghost Town. © Wolfram Kastl. Quelle: www.wolframkastl.com/content/detroit.html

aus: Detroit – A Modern Ghost Town. © Wolfram Kastl. Quelle: www.wolframkastl.com/content/detroit.html

Was wird aus Untertürkheim, wenn wir dem letzten Chinesen und dem letzten Inder ein deutsches Auto angedreht haben? Ein blühendes Silicon Valley am Neckar? Dank Klimawandel ein Weinparadies mit besten Steillagen? Oder vielleicht doch eine pittoreske Geisterstadt?

Detroit – A Modern Ghost Town: noch bis 2. Dezember im d.a.i.
Wer wissen möchte, wie es in der einstmals bedeutendsten Autostadt der Welt heute aussieht, dem empfehle ich die sehenswerte Ausstellung „Detroit – A Modern Ghost Town: Fotografien von Wolfram Kastl“, noch bis 2. Dezember 2011 (Di-Fr von 9-18 Uhr) im Deutsch-Amerikanischen Institut Tübingen.

Made in Detroit: Gran Torino
Ford Torino heißt übrigens eines der Automodelle, die im Goldenen Zeitalter Detroits dort gebaut wurden; und Gran Torino heißt ein großartiger Film von Clint Eastwood. Thematisiert wird u.a. der Niedergang Detroits, und wie Menschen mit diesem Wandel umgehen. Hier der Trailer:

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Die Zeitung lebt

Indische Zeitungstasche: Projekt KARM MARG. Foto: Kraas & Lachmann

Indische Zeitungstasche: Projekt KARM MARG. Foto: Kraas & Lachmann


Hinrichs Teehus – so nennen wir einen guten Tübinger Teeladen im besten Geschäftsalter – Hinrichs Teehus bietet nicht nur eine vorzügliche Auswahl an Tees aus aller Herren Länder, sondern offeriert seinen Kunden auch diese schönen Indischen Zeitungstaschen, die im Rahmen des Straßenkinder­projekts KARM MARG in Neu Delhi hergestellt werden. (Danke für den Tipp, Alex!)

Hat da jemand gesagt, die Zeitung sei tot? Schon mal versucht, aus einer alten Facebook-Seite ’ne Tragetasche zu falten?

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Capital: Elite meidet Facebook & Co.

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat im „Capital-Elite-Panel“ 519 Top-Entscheider aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zu sozialen Netzwerken befragt. Ergebnis: 72 Prozent nutzen weder Xing, LinkedIn noch Facebook. Nur 28 Prozent sind in einem der großen sozialen Netzwerke aktiv. Nachzulesen ist das alles in „Capital“ (12/2011). Zur Originalpressemeldung des G+J-Verlags geht’s hier.

Wer sich mit dem Begriffspaar Elite und Masse näher auseinandersetzen will, dem sei der spanische Philosoph und Schriftsteller Ortega y Gasset (1883 – 1955) mit seinem Buch „Der Aufstand der Massen“ empfohlen. Im „Buch der 1000 Bücher“ steht dazu u.a.:

„Dem ordinären Massenmenschen, »der die Unverfrorenheit besitzt, für das Recht der Gewöhnlichkeit einzutreten und es überall durchzusetzen«, stellt Ortega den Asketen gegenüber, der innerhalb der Masse die Elite bildet. Während diese viel von sich fordert, fordert der sich der Masse als zugehörig definierende Mensch von sich gar nichts: Er ist und sieht sich als »Durchschnittsmensch«.“ Die zunehmende Mediokrität durch Vermassung zerstöre, so Ortega, die ursprünglich aristokratische Natur der menschlichen Gesellschaft.“ (Quelle/Copyright: Das Buch der 1000 Bücher, Harenberg Verlag, via Amazon.de)

Inwiefern leistet das Internet, und dort vor allem die sozialen Netzwerke, einer gesellschaftlichen Mittelmäßigkeit Vorschub? Was hätte Ortega wohl dazu gesagt?

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Wahre Freundschaft statt Ware Freundschaft


Trailer zum Buch „Unlikely Friendships“ von Jennifer S. Holland. via http://unlikelyfriendshipsbook.tumblr.com/

Vor gut einer Woche brachte das stets lesenswerte SZ-Magazin eine wunderbare Bildstrecke über außergewöhnliche Tierfreundschaften. Wer mal sehen möchte, wie sich ein Sumatratiger und ein Orang-Utan-Baby herzen, hier geht’s zum Artikel.

Wahre Freundschaft ist halt doch was anderes als Ware Freundschaft.

Gute Woche allerseits!

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Der Hund, ein soziales Medium

Kajsa – soziales Medium auf vier Beinen. Foto: Kraas & Lachmann

Kajsa – ein soziales Medium auf vier Beinen. Foto: Kraas & Lachmann

Nach dem hier im Blog immer mal wieder die sog. sozialen Medien thematisiert werden, ist es höchste Zeit, ein ganz besonders soziales Medium vorzustellen.

Unsere kleine Bouvier-Dame heißt Kajsa und ist gerade mal 15 Wochen alt. Kajsa wird uns helfen, die Lage der Nation, die Euro-Krise und natürlich auch diffuse Briefings zukünftig besser zu verstehen, denn wie hat Franz Kafka mal gesagt: „Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und alle Antworten sind im Hund enthalten.“

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Albert Camus (* 7. November 1913)

Albert Camus. Quelle: http://de.wikipedia.org

Albert Camus. Quelle: http://de.wikipedia.org


„Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“
(Albert Camus in Der Mythos des Sisyphos)

Heute wäre Camus 98 Jahre alt geworden. Leider ist der Literaturnobelpreisträger viel zu früh, am 4. Januar 1960, bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

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Die wollen nur spielen

„Mensch, stellt Euch nicht so an wegen der paar Daten, das Internet weiß doch eh alles.“ So oder so ähnlich säuseln es uns die Digital Natives permanent und mit leicht genervtem Unterton ins Ohr. Und überhaupt: „Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen.“ (Quelle: Facebook)

Also, alles ganz harmlos, die wollen nur spielen – mit unseren Daten. Wie das ablaufen kann, zeigt uns die taz in einem kleinen Info-Video:

Früher hat man die Kinder davor gewarnt, dem fremden Onkel, der einen auf dem Schulweg ansprechen könnte, zu sagen, wie man heißt, oder wo man wohnt, oder gar zu ihm ins Auto zu steigen. Warum nur verraten wir eigentlich dem Onkel Mark und seinen Kollegen alles?

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Duftarchiv bald bei Facebook?

Im Cicero schreibt Woody Mues einen lesenswerten Artikel über die Datenkrake Facebook und deren eigenwillige Vorstellung von Transparenz. Nach der Lektüre dieses Artikel ist es meines Erachtens nur noch eine Frage der Zeit, bis Mr. Zuckerberg ein Duftarchiv seiner Nutzer anlegt, vielleicht in Verbindung mit einem süßen Riecht-gut-Button.

Zum Artikel „Gläserne Nutzer, nebulöser Konzern“.

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