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Tent of Nations: Feindschaft verweigert

Liebe Leserinnen und Lesern,
wie einige von Ihnen vielleicht unserer Weihnachtspost entnommen haben, gibt es dieses Jahr keine Geschenke für unsere Geschäftspartner. Stattdessen unterstützen wir zwei weniger bekannte Projekte bei ihrer wertvollen Arbeit. Projekte, von denen man sagen könnte, dass sie das Zitat von Hannah Arendt „Denken ohne Geländer“ konsequent in die Tat umsetzen.

Tent of Nations oder „Wir weigern uns, Feinde zu sein“
„Das „Zelt der Völker“ („Tent of Nations“) ist ein Freizeit- und Begegnungszentrum, überwiegend für Jugendliche, zur Werbung für Verständigung und Frieden zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Unter der Rechtsträgerschaft des „Bethlehem Bible College“ haben die palästinensischen Projektverantwortlichen, Daoud Nassar und ein Patronatskomitee, seit dem Jahr 2000 das Begegnungscamp aufgebaut, das von Freundeskreisen in der ganzen Welt unterstützt wird. Seitdem konnte u.a. eine Gruppe von etwa 30 christlich-arabischen Jugendlichen im Alter von 16 bis 30 Jahren aus den Ortschaften Betlehem, Beit Sahur und Bait Dschala betreut werden. Ein weiteres Ziel ist es, Kontakte mit muslimischen Jugendlichen zu bekommen. Dies gelingt über Begegnungen mit anderen Organisationen und Sportaktivitäten. Die Gesamtgruppe trifft sich einmal wöchentlich mit Daoud Nassar. Außerdem werden u.a. alljährlich drei bis vier Ferienaufenthalte für Jugendliche aus Europa arrangiert. Über eine Partnerorganisation absolvieren vereinzelt auch deutsche Jugendliche ihren Zivildienst auf „Dahers Weinberg“. (Auszug aus Wikipedia über Tent of Nations.)

Wir unterstützen dieses Projekt, weil wir überzeugt sind, dass alle großspurig verkündeten Road- und Peacemaps dieser Welt nichts nützen, wenn es keine friedlichen Begegnung zwischen den Menschen gibt, die damit aufgewachsen sind, im anderen stets den Feind zu sehen. Tent of Nations ist ein echtes Friedensprojekt an der Basis. Mehr Information über das Projekt finden Sie unter anderem hier:
Tent of Nations Homepage
Video über Tent of Nations
Friedensprojekt Tent of Nations
Zelt der Völker

Stiftung Wolfang-Loch-Vorlesung
„Die Stiftung ist seit dem 10. März 2000 rechtskräftig ins Leben gerufen. Sie dient dem Zweck, die psychoanalytische Wissenschaft und Forschung zu fördern. Dies insbesondere durch eine mindestens einmal jährlich stattfindende Vorlesung mit Bezug zum Ideengebäude von Wolfgang Loch. Darüber hinaus ist es Zweck der Stiftung, wissenschaftliche Untersuchungen und Forschungen zu unterstützen, die geeignet sind, das Werk von Wolfgang Loch zu erschließen und weiter zu entwickeln. Außerdem möchte die Stiftung Maßnahmen fördern, die die Übersetzung wichtiger Werke von Wolfgang Loch in andere Sprachen zum Ziel haben.“ (Quelle: Homepage Wolfgang-Loch-Stiftung)

Wir unterstützen dieses Projekt, weil es in einer Zeit, in der praktisch jeder Lebensbereich einer gnadenlosen Ökonomisierung und Beschleunigung unterworfen wird, mehr denn je darauf ankommt, innezuhalten und sich die Gründe und die Folgen unseres Handelns bewusst zu machen.

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Hunde machen uns menschlich. Ein Buch.

Art Wolfe: Why Dogs Make Us Human from Art Wolfe on Vimeo.

DOGS MAKE US HUMAN. Copyright: Art Wolfe.

DOGS MAKE US HUMAN. © Art Wolfe.


DOGS MAKE US HUMAN
Habe ich nicht vor ein paar Wochen hier im Blog geschrieben, dass Hunde die wahren Sozialen Medien sind? Das findet auch Art Wolfe, einer der bekanntesten und besten Naturfotografen der Welt, der nicht nur exzellent fotografiert, sondern sich auch intensiv für den Erhalt der bedrohten Wildnis engagiert; Wolfe ist Träger des Rachel Carson Award der amerikanischen Naturfreunde-Organisation National Audubon Society. Außerdem ist Art Wolfe ein sympathischer, bescheiden auftretender und sehr inspirierender Mensch; ich habe ihn letztes Jahr bei einem Workshop erleben dürfen. Auch sein Blog ist lesenswert.

Jetzt hat Art Wolfe mit dem NYT-Journalisten Jeffrey Moussaieff Masson ein neues Buch gemacht. DOGS MAKE US HUMAN heißt der Fotoband, den es bis jetzt nur in englischer Sprache gibt. Art Wolfe zeigt uns Hunde und ihre Besitzer in allen möglichen Situationen und auf der ganzen Welt. Also, wenn Sie noch ein Geschenk für sich selbst oder einen netten Hundefreund brauchen, das wäre mein Tipp.

Hier die Produktinformationen:
Titel: DOGS MAKE US HUMAN
Autor: Art Wolfe & Jeffrey Moussaieff Masson
Verlag: Bloomsbury USA (September 27, 2011)
ISBN-10: 1608195651
ISBN-13: 978-1608195657

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Weihnachtsgruß-Ratatouille

Wer noch keine Weihnachtskarte geschrieben hat, hier ein bewährtes Textrezept einer großen regionalen Bank, das mir gerade auf den Tisch geflattert kommt.

Man nehme
ein paar Naturkatastrophen
+ wirtschaftliche Krisen
+ arabischer Frühling
+ Adelshochzeiten
+ einen deutschen Formel-Eins-Sieger
+ den Papstbesuch in Deutschland
und schon hat man eine rundum gelungene Einleitung für eine schöne hausbackene Weihnachtskarte. Texten kann so einfach sein.

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Weihnachtsmarkt > Glühwein > Körperverletzung

Auf dem Weg ins Büro zwangsweise durch den Weihnachtsmarkt gelaufen: Kitsch wohin das Auge blickt. Frage mich ernsthaft, ob Glühweingestank, Bratwurstgeruch und der Anblick verblödeter Erzgebirgsengel aus China den Tatbestand der Körperverletzung erfüllen? Juristen hier?

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Amazon-Attacke auf lokale Buchhändler

update 13.12.2011 Andrian Kreye macht mich via Twitter auf einen Artikel dazu in der NYT mit schöner Illu aufmerksam.

Geiz ist geil auf amerikanisch
Amazon bietet den Kunden in den USA ab sofort bis zu 5 Dollar, wenn sie in den nächsten Buchladen gehen, ein Produkt via Price-Check-App (stellt Amazon zur Verfügung) scannen und dann das Produkt bei Amazon kaufen. Mindesteinkauf muss 100 Dollar betragen.
via Perlentaucher. Original bei Gawker
Es lebe die Buchpreisbindung und der Buchändler um die Ecke!

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„Mein Rot!“ – „Nein, meins!“

Sparkasse Website. Quelle: www.sparkasse.de

Sparkasse Website. Quelle: www.sparkasse.de

Es klingt wie ein Sketch des großen Loriot. Der Deutsche Sparkassenverband, der gerade schlappe 850 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Kauf der Landesbank Berlin (LBB) ab- bzw. in den Wind schreiben muss, leistet sich seit einer ganzen Weile einen Farbenkrieg mit allen möglichen Bankinstituten, die es wagen, die Farbe Rot ins Logo aufzunehmen. Im Moment geht es gegen die spanische Banco Santander, wie die WELT online berichtet. Ich bin froh, dass wir auf dem Bankensektor derzeit keine anderen Sorgen haben.

Banco Santander Website. Quelle: www.bancosantander.es

Banco Santander Website. Quelle: www.bancosantander.es

Sparkassen, das waren doch die mit den Fähnchen, oder? Genau, und die Ente bleibt draußen.

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Von Hirschau in die British Library

BBC NEWS UK. Screenshot Kraas & Lachmann. Source: http://www.bbc.co.uk/news/technology-15934685

Zeutschel-Scanner OS 14000 in Aktion. BBC NEWS UK. Screenshot Kraas & Lachmann. Source: http://www.bbc.co.uk/news/technology-15934685

Video zum dem Projekt: bitte hier klicken.

„Die Zukunft der Vergangenheit“ lautet der Slogan unseres Kunden Zeutschel in Hirschau bei Tübingen. Hier am Fuß der Wurmlinger Kapelle werden seit 50 Jahren u.a. Hochleistungsscanner für renommierte Bibliotheken und Archive auf der ganzen Welt gebaut. Als Kommunika­tions­partner freut man sich natürlich ganz besonders, wenn ein Firmen­slogan immer wieder durch echte Projekte bestätigt wird, zeigt es doch, dass man sich intensiv mit dem Metier des Kunden beschäftigt hat.

The British Newspaper Archive. Screenshot: Kraas & Lachmann40.000.000 Zeitungsseiten
Im Moment macht ein Digitalisierungsprojekt des British Newspaper Archive dem Zeutschel-Slogan „Die Zukunft der Vergangenheit“ alle Ehre. Im Rahmen dieses Projekts werden in den nächsten 10 Jahren rund 40 Millionen Zeitungsseiten aus dem Zeitungsarchiv der ehrwürdigen British Library digitalisiert. Eingesetzt werden dabei von Zeutschel die High-End-Scanner OS 14000 und eine spezielle OCR-Software, mit deren Hilfe später jede einzelne Seite bequem online nach Text durchsucht werden kann. Unter den gescannten historischen Zeitungsseiten sind zum Beispiel solche, die mehr als 60 cm breit sind und aufgrund ihrer Empfindlichkeit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, als Dateien aber zukünftig für jeden Interessierten einseh- und herunterladbar. Das Zeitungsarchiv der British Library gehört zum Besten, was es weltweit gibt und enthält fast alle Ausgaben britischer Zeitungen seit dem Jahr 1800. Wer sich also dafür interessiert, wie Werbeanzeigen im 19. Jahrhundert in England ausgesehen haben, wird hier künftig fündig werden:
Suchmaske British Newspaper Archive. Screenshot: Kraas & Lachmann

Auf der Homepage der BBC gibt es ein kurzes Video zum dem Projekt: bitte hier klicken.

Hier gehts zur Website des British Newspaper Archive, wo das Projekt in einem Artikel erläutert wird.

400 Jahre Zeitgeschichte zugänglich machen
Auch die Nationalbibliothek der Niederlande in Den Haag setzt bei der Digitalisierung ihres historischen Zeitungsarchivs auf die OS 14000 Scansysteme und die Expertise von Zeutschel. Die ältesten Zeitungs­dokumente der Niederlande sind aus dem Jahr 1618, also aus dem Jahr, in dem der Dreißigjährige Krieg begann, und Johannes Kepler sein Drittes Gesetz zur Planetenbewegung formulierte. Auch bei diesem Digi­ta­li­sierungsprojekt steht die „Die Zukunft der Vergangenheit“ im Fokus.

Mehr zu diesem Digi­ta­li­sierungsprojekt lesen Sie hier.

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Adventsangebot: Zwei Sprachen für eine

Ursprünglich mal eine kleine Fastenzeit und Zeit der Besinnung, ist der Advent heute zu einer Zeit des besinnungslosen Konsums verkommen. Die Supermarktgedichte des isländischen Autors Andri Snæ Magnason sind ein poetischer Kommentar zum Konsumwahn unserer globalisierten Welt. Das Buch ist ein echtes Adventsschnäppchen, denn es gibt zwei Sprachen für einen Preis. Eine Kostprobe:

Bónus: Supermarkgedichte. Quelle: www.orange-press.com

Bónus: Supermarktgedichte. Quelle: www.orange-press.com

The Naked Chef
Die Kochbücher sollten im selben
Regal stehen wie die Pornohefte
Die Leute blättern und sabbern
machen aber nie was davon in echt

Nakti kokkurinn
Matreiðslubækurnar ættu
að vera í sömu hillu og dónablöðin
Menn slefa yfir þeim en gera
aldrei neitt af þessu í alvörunni

Andri Snæ Magnason

aus: Bónus – Supermarktgedichte, zweisprachig Isländisch-Deutsch, erschienen beim Verlag orange press in Freiburg, und nur 9,99 in jeder guten Buchhandlung. Mal reinschauen

Die SZ schreibt: „Magnason schafft es völlig unangestrengt sowohl die Weltliteratur als auch die ganze isländische Geschichte zu streifen.“

Der Reklamekasper schreibt: „Magnason schafft es mit seinen kurzen, verständlichen Gedichten den Leser zu streifen – nicht wie ein Windhauch, sondern eher wie ein Linienbus. Ein Muss für jeden Gabentisch!“

Die Gedichte wurden übrigens tatsächlich als Auftragsarbeit für die isländische Supermarktkette Bónus geschrieben, und Magnason musste einen Lieferantenvertrag wie jeder Saft- oder Schinkenlieferant unterschreiben. Darin steht u.a., dass der Produzent (der Dichter) für mögliche Schäden, die durch den Genuss seiner Ware entstehen, verantwortlich ist.

Wie sagt der Isländer: Geiz Lyrik ist geil.

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