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Absage an den schlechten Geschmack

Ja, ich weiß, beim Filmfestival in Cannes 2011 ist der letzte Vorhang längst gefallen. Trotzdem wollte ich noch schnell das offizielle Poster zeigen, das in puncto Grafik, Typographie und Fotografie nicht besser hätte sein können. So was würde ich gerne mal im B2B-Bereich sehen.

Perfekt: Offizielles Poster Cannes 2011. via www.firstshowing.net

Perfekt: Offizielles Poster Cannes 2011. via www.firstshowing.net


Danke Alex für den Tipp!

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Asoziale Netzwerke?

„Facebook und Twitter haben eine Generation von Selbst-Besessenen geschaffen, die nur zu kurzen Momenten der Aufmerksamkeit fähig sind und wie Kleinkinder ständig Rückmeldung einfordern.“

Dieses Statement stammt von der Hirnforscherin Susan Greenfield von der Universität Oxford. Den gesamten Text mit der schönen Überschrift „Facebook macht kindisch“ können Sie hier lesen. (via Perlentaucher, Quelle: Pressetext.com)

Posten bis der Arzt kommt. So könnte man den netten Blogbeitrag von Harald Taglinger auf Heise überrschreiben. Den Originalbeitrag lesen Sie hier. (via Perlentaucher, Quelle: Heise.de)

Die Folgen der sich laufend verkürzenden Aufmerksamkeitsspanne und dieser zunehmenden Infantilisierung unserer Gesellschaft schlagen sich auch in der Werbekommunikation nieder.

Also bitte: Bloß keine langen, intelligenten Texte mehr und auf keinen Fall anspruchsvolle Stilmittel in Wort und Bild.

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Zeitfresser PowerPoint

Laut einer aktuellen Studie verbraten 67 Prozent der Arbeitnehmer mehr als zwei Stunden pro Woche mit dem Basteln von PowerPoint-Präsentationen. Rund 40 Prozent der Zeit wird dabei in die grafische Ausschmückung von PowerPoint-Folien investiert.

Was dabei rauskommt, kennen wir alle: häufig quietschbunte, überladene Folien mit viel Text (meistens eine Wiederholung des gesprochenen Textes), lustige Strichmännchen, verzerrte Grafiken, schlechte Fotos usw.
(Quelle: Absatzwirtschaft online. Den Originalartikel finden Sie hier.)

Bewegender Vortrag, ganz ohne Visualisierung
Wie ein bewegender Vortrag ganz ohne Visualisierungshilfsmittel aussieht, zeigt uns Ric Elias in einem TED-Vortrag (Was TED ist, lesen Sie hier). Sein Thema: Die letzten drei Minuten an Bord, bevor sein Flugzeug im Januar 2009 auf dem Hudson River in New York notlanden musste. Elias ging davon aus, dass es die letzten drei Minuten seines Lebens sind.


via TED

In diesem Sinne: schönes Wochenende!

Ihr Reklamekasper

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Wo gibt es noch Gold?

update 28.7.2011: Ein Interview in der SZ mit Jean Ziegler, dem ehem. UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler.

Foto: Petterson / Save the Children. Quelle: www.betterplace.org

Foto: Petterson / Save the Children. Quelle: www.betterplace.org

„Wo gibt es in Deutschland noch Gold“, lasen wir letzte Woche in der BILD. Deutschland ist im Goldrausch, Eurokrise sei Dank. Manch einer fühlt sich da schon wie Jack London am Klondike. Und während sich Deutschland auf die Suche nach den letzten Nuggets begibt, suchen die Menschen in Ostafrika verzweifelt nach Nahrung, um das tägliche Überleben zu sichern. Mehr als 10 Millionen Menschen sind akut bedroht.

Die Plattform betterplace.org sammelt online Spenden und gibt diese direkt, ohne Abzug, an Organisationen vor Ort weiter. Wir haben letztes Jahr hier im Blog schon mal über betterplace.org berichtet. Die Plattform betterplace.org wird von der gemeinnützigen gut.org gAG betrieben. Jeder Mensch hat dort die Möglichkeit, Hilfe für ein Projekt zu suchen, oder aber gezielt ein Projekt seiner Wahl zu fördern und den Fortgang des Projekts zu beobachten. Die Seite ist übrigens auch graphisch ansprechend gemacht.

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!

Norbert Kraas

P.S. Für alle großen und kleinen Goldsucher empfehle ich, wenn’s mit dem Goldwaschen mal wieder nicht so richtig klappt, den Film Tony Goldwascher, ideal an verregneten Ferientagen.

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Website der Woche: Wunschmann

maschine+werkzeug Newsletter. Screenshot: www.maschinewerkzeug.de

maschine+werkzeug Newsletter. Screenshot: www.maschinewerkzeug.de

Die neue Website unseres Kunden Wunschmann GmbH ist diese Woche Website der Woche bei der bekannten Fachzeitschrift für die Metallbearbeitung maschine+werkzeug.

Website der Woche: Wunschmann. Screenshot: www.maschinewerkzeug.de

Website der Woche: Wunschmann. Screenshot: www.maschinewerkzeug.de

Wenn Sie die Originalfassung lesen wollen, bitte hier klicken.
Wenn Sie die Website sehen wollen, klicken Sie bitte hier.

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Alle wollen nach oben: am liebsten bei Google

„Unsere Produkte sind uns so egal wie unsere Kunden, Hauptsache bei Google stehen wir ganz oben.“

Zugegeben, das klingt jetzt ein bisschen überspitzt, aber manchmal fällt mir sofort dieser Satz ein, wenn ich höre, wie enorm wichtig vielen Unternehmen die Google-Platzierung ist.

Diesen Google-Suchmaschinen-Hype machen sich jetzt auch Betrüger zu nutze, die ihren Kunden viel versprechen und wenig halten. Thorsten Riedl hat in der Süddeutschen dazu gestern einen lesenswerten Artikel geschrieben:

Den Artikel können Sie hier bei SZ lesen.

Wäre es nicht wohltuend, wenn man sich mal wieder auf gute und gut gestaltete Inhalte in der Kommunikation besinnen würde?

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Ein Rettungsschirm für einen Tag: Infografik

Ich mache mir mittlerweile ernsthafte Sorgen um die Schirmindustrie. Die hat nämlich echte Konkurrenz bekommen. Was da so an großen und kleinen Rettungsschirmen ständig und überall aufgespannt wird, erstaunlich. Aber wer haftet eigentlich, wenn der Sturm so groß wird, dass der Schirm zerfetzt gen Himmel fliegt?

Infografik zur Eurozone. Screenshot. Quelle: FTD · http://www.ftd.de

Infografik zur Eurozone. Screenshot. Quelle: FTD · http://www.ftd.de

Screenshot von FTD. Original gibt’s hier.

Eine gute Infografik zur Zahlungsfähigkeit der Eurozone bietet die Financial Times Deutchland online. Da lassen sich einzelne Länder miteinander vergleichen, je nachdem fühlt man sich besser oder schlechter. Probieren Sie’s aus: hier klicken.

Cover: Ein Regenschirm für diesen Tag. Wilhelm Genazino. Quelle: www.hanser.de

Cover: Ein Regenschirm für diesen Tag. Wilhelm Genazino. Quelle: www.hanser.de

Aber jetzt noch kurz ein Buchtipp zum Thema. Über Wilhelm Genazinos Roman „Ein Regenschirm für diesen Tag“ schrieb die Kritikerin Andrea Köhler in der Neuen Zürcher u.a.: „Dieser Roman über ein friedlich scheiterndes «Ablenkungsleben» ist ein Buch für Leser, die «eine Trennung vom Leben wegen erwiesener Geringfügigkeit» nicht bloss andern empfehlen würden, Menschen, die zuweilen auch das Gefühl haben, dass ihr Leben ein lang gezogener Regentag ist und «ihr Körper der Regenschirm für diesen Tag.»“ (NZZ)

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Out: MoMa, NY. In: MoTA, Tübingen

Das MoTA zu Gast in der Galerie DRUCK & BUCH. Quelle: www.druckundbuch.de

Das MoTA zu Gast in der Galerie DRUCK & BUCH. Quelle: www.druckundbuch.de

Das Museum of Temporary Art zu Gast in Tübingen
Vergessen Sie mal das MoMa und die große gehypte Kunst. Gehen Sie ins MoTA, das Museum of Temporary Art, das vom 9. bis 30. Juli 2011 in der Galerie DRUCK & BUCH gastiert.

40 x 50 cm, 33 Abteilungen
Zu bestaunen sind in den 33 Abteilungen dieses 40 x 50 cm großen Museums die kleinen, häufig zur Bedeutungslosigkeit verdammten Dinge, die dem MoTA von Künstlern aus aller Welt überlassen wurden. Diesen Objekten gibt das MoTA seit 10 Jahren eine angemessene Plattform, die jetzt mit dem 1000sten Exponat geschlossen wird.

Eine Auswahl der Exponate ist in Susanne Padbergs Galerie in der Bachgasse 15 in Tübingen zu sehen. Die Vernissage ist am Samstag, dem 9.7.2011 um 12.00 Uhr.

Brown Paper Bag Box by Alice Bradshaw, UK. Screenshot: www.museum-of-temporary-art.com

Brown Paper Bag Box by Alice Bradshaw, UK.
Screenshot: www.museum-of-temporary-art.com


mehr dazu im Blog von Alice Bradshaw

Viel Vergnügen!

Norbert Kraas

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