Those were the days. Source: http://rb3photography.com/
via http://thingsorganizedneatly.tumblr.com/
Da werde ich am Montagmorgen richtig nostalgisch.
*Die männliche Form schließt auf diesem Blog die weibliche ein.
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Those were the days. Source: http://rb3photography.com/
via http://thingsorganizedneatly.tumblr.com/
Da werde ich am Montagmorgen richtig nostalgisch.
*Die männliche Form schließt auf diesem Blog die weibliche ein.
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„Wer lesen kann, ist klar im Vorteil“, sagt unsere Tochter Emma gerne mal, wenn ich mangels Lesebrille nicht durchblicke. Hier kommt eine phantastische visuelle Liebeserklärung an das Buch, und zwar an das gedruckte, das man nicht nur lesen, sondern auch fühlen und riechen kann – und eigentlich muss.
Gemacht hat das Ganze der Designer Sean Ohlenkamp.
via Kohlibri Bücher.
Lesen Sie gut!
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Perfekt
Der Internationale Frauentag ist grade mal ein paar Tage her, da flattert uns diese Anzeige auf den Tisch und preist „Perfektion auf Bayerisch“ an. Damit reiht sich die Anzeige wunderbar in die allgegenwärtige Inflation des Perfekten ein. Alles, einfach alles, ist heute perfekt: Promi-Dinner, Reihen-Sechszylinder, Sex, Spülmittel, Werkzeuge, Wein, Leberkäs-Wecken, berufstätige Mütter, vorlesende Väter, und so fort. 330 Treffer bringt die Datenbank slogans.de zum Suchwort „perfekt“.
Perfekt daneben
Und jetzt auch noch ein bayerisches Dekolleté und bayerische Schleifmaschinen. Mal ganz abgesehen davon, dass hier das Dekolleté eines ganz und gar unbayerisch, ja geradezu nordisch-unterkühlt wirkenden Models à la Jil Sander mit Maschinen gleichgesetzt wird – muss es denn immer perfekt sein? Fällt den Textern nichts anderes mehr ein? Das Wort „perfekt“ kommt im 16. Jahrhundert aus dem Lateinischen perfectus zu uns, Perfektion bezeichnet einen Zustand der absoluten Vollkommenheit. Ein Zustand, der nicht mehr zu verbessern ist, auch nicht von Horst Seehofer, Markus Söder und den anderen perfekten Vorzeigebayern.
Reiz des Un-Perfekten
Oliver Hertwig hat neulich in der SZ darüber nachgedacht, ob wir mit unserem Hang zum Minimalismus und Perfektionismus an einer Art zwanghafter „Krümel-Phobie“ leiden. „Warum sind wir keine Japaner, die im sichtbaren Verfall der Dinge Schönheit erkennen?“, fragt er sich. Den Artikel können Sie hier online lesen.
Gut möglich, dass wir die Perfektion gerade deshalb ständig beschwören müssen, weil wir die Unvollkommenheit um uns herum so schwer aushalten können. Liegt nicht im Scheitern wahre Größe?
Geld wird im Einkauf verdient
An diesen blöden Spruch muss ich zur Zeit immer denken, wenn ich mich über den Reißverschluss meiner Barbour-Jacke ärgere. Barbour, das sind diese grünen Wachsjacken, die wie kaum ein anderes Kleidungsstück für englisches Landleben stehen. Meine alte Beaufort-Jacke ist seit gut 12 Jahren im Einsatz: bei Wind und Wetter, in der Stadt, im Wald, am Strand, im Sommer, im Winter. Das Ding ist nicht kaputt zu kriegen: ein Qualitätsprodukt, jeden Cent Wert.
By appointment to Her Majesty
Auf Wikipedia lesen wir: „Eine solide handwerkliche Arbeit zeichnet nach eigener Vorgabe die Barbour-Bekleidung aus. Sogar der Faden, mit dem die wasserundurchlässigen Jacken genäht werden, ist imprägniert, alle Nähte sind doppelt gerollt und gesichert. Produziert werden die Jacken ausschließlich in Schottland und England. Die Firma Barbour ist Hoflieferant des britischen Königshauses und darf deshalb deren Wappen im Etikett führen.“ Na dann.
Die Marke wird im Einkauf zerstört
Barbour ist also eine echte Traditionsmarke, und Markenwert ist ein hohes Gut. Nun sollte man meinen, dass bei Barbour auch der Einkauf begriffen hat, dass Markenpflege nicht nur aus bunten Bildchen von schönen, Barbour-Kleidung tragenden Menschen in den Cotswolds besteht. Hat er aber nicht begriffen, der Einkauf. Vielmehr scheint man jetzt auch bei Barbour der Meinung zu sein, dass das Geld im Einkauf verdient wird.
Blech statt Qualität
Ich habe mir vor drei, vier Wochen eine neue Beaufort-Jacke von Barbour gekauft und stelle seither jeden Tag aufs Neue verärgert fest, dass Barbour mittlerweile auf blechige Billigreißverschlüsse umgestiegen ist. Meine alte Jacke ziert noch ein richtig gut laufender und gut haltender YKK-Reißverschluss, bei man die Qualität auch haptisch erleben kann. Der Reißverschluss im neuen Modell wiegt praktisch nichts mehr und fühlt sich an wie ein vergoldetes Messing-Imitat aus billigstem Blech. Der Billig-Reißverschluss sieht aber nicht nur billig aus, sondern er läuft auch sehr hakelig und hält nicht; er geht immer wieder von alleine auf.
Für ein paar lächerliche Cent
Warum torpediert eine Traditionsmarke wegen ein paar Cent das Vertrauen und die Sympathie ihrer Kunden?
Hat jemand noch andere Beispiele dieser Art?
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Wie man einen Garten anlegt
Ein Garten kann auf alle mögliche Weise angelegt werden; die beste ist wohl die, einen Gärtner zu nehmen. Dieser Gärtner pflanzt Stöcke, Reiser, Ruten, von denen er nachher behauptet, daß es Ahorn, Weißdorn, Flieder, Hochstämme, Halbstämme und ähnliche Sorten seien; (…)
aus: Karel Câpek (1890-1938): Das Jahr des Gärtners, © der deutschen Übersetzung Insel Verlag 1956.
Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, in der Erde zu wühlen, Bäume zu schneiden und Wege anzulegen, dann geht’s Ihnen wie mir an diesem meteorologischen Frühlingsanfang. Da man aber schon aus zeitlichen Gründen nicht alles selber machen kann, empfiehlt es sich (siehe oben), einen Gärtner zur Hilfe zu nehmen.
Wir haben gerade eine kleine Website für einen Garten- und Landschaftsbau-Betrieb online gestellt (Screenshot oben). Die Homepage wurde im Content-Management-System WordPress programmiert und ist vom Kunden selbst editierbar. Ziel war es, einen schnellen und sympathischen Überblick über die Leistungen der Firma Oesterle anzubieten. Wenn Sie mal reinschauen wollen, einfach hier klicken.
Jetzt noch zwei, drei Film- und Buchtipps für Hobbygärtner:
Dialog mit meinen Gärtner
Another Year
Das kleine Gartenglück
Hg. Ingrid Bade. dtv, ISBN 978-3-423-20698-3
Pinnegars Garten.
Autor: Reginal Arkell. Unionsverlag; ISBN-10: 3293004237
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Als Gerhard Schröder (Ex-Bundeskanzler und Freund aller lupenreinen Demokraten) im Jahr 2003 das Konzept der Ich-AG für Arbeitslose ins Leben gerufen hat, konnte er nicht ahnen, wie gut dieser Begriff in die heutige Arbeitswelt der Selbstdarsteller passen würde.
Haben Sie auch manchmal den Eindruck, dass die Präsentation und die Performance heute ungleich wichtiger ist, als die Leistung selbst? Und kann man nicht eine Menge heißer Luft ganz locker in ein paar beeindruckende PowerPoint-Folien verpacken?
Christoph Bartmann, der am Goethe-Institut in New York arbeitet, hat zu diesem Thema ein Buch mit dem Titel „Leben im Büro. Die schöne neue Welt der Angestellten“ geschrieben, erschienen Anfang Februar bei Hanser.
Die Süddeutsche hat Anfang Januar einen interessanten Auszug aus dem Buch veröfffentlicht. Zu lesen hier.
Tübingen, 21.2.2012
Wie erst gestern bekannt wurde, ist es einem Tübinger Fotografen vor ein paar Tagen gelungen, erstmals ein Foto des ebenso seltenen wie äußerst scheuen Bärenpanthers zu machen. Es handelte sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein Jungtier, das am Märchensee bei Wendelsheim im Landkreis Tübingen bei extremer Kälte auf Nahrungssuche war.
Bärenpanther wurden bisher nur in Hessen in der Nähe der Stadt Braunfels gesichtet. Männliche Tiere werden bis zu 70 cm hoch und rund 40 kg schwer. Naturschutzexperten betonen, dass der Bärenpanther für den Menschen absolut keine Gefahr darstellt.
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Badstrasse trifft Schlossallee
Mal angenommen, Sie wohnen in der Badstrasse (Monopoly, Sie wissen schon) und betreiben dort ein kleines Restaurant. Ihre Gäste sind Leute aus dem Viertel: Arbeiter, kleine Angestellte, Studenten, Künstler. Ihr Geschäft brummt und Sie überlegen sich, sagen wir, in eine neue Gastroküche zu investieren. Aber weil Sie nicht im Geld schwimmen, brauchen Sie einen Kredit. Den beantragen Sie bei der Bank, von der Sie in der Werbung gehört haben, dass sie sich besonders für die Kleinunternehmer einsetzt. Nun hat diese Bank aber Ihren Sitz nicht in der Badstrasse, sondern in der schicken Schlossallee: Glasfront, viel Chrom, gedämpfte Atmosphäre, Sie kennen das. Als der Kundenberater hört, wo Ihr Geschäft liegt, zieht er fast unmerklich die Augenbrauen nach oben und innerlich eine rote Linie.
Weblining
Nach dem Redlining gibt nun das sogenannte Weblining. Da werden keine roten Linien in echte Landkarten gemalt, sondern virtuelle Linien gezogen. „So beschreibt der Begriff ‚Weblining‘ nun die Praxis, Menschen aufgrund ihrer digitalen Existenzen abzulehnen.“ Dies schreibt Lori Andrews, Direktorin des Institute for Science, Law and Technology am Chicago-Kent College of Law, in einem sehr lesenswerten Artikel über die Folgen der gigantischen Datensammlungen von Facebook, Googel und Konsorten in der SZ vom 10.2.2012. Zum Artikel bitte hier klicken.
Circle of Trust
Gut möglich also, dass mit einem ständig größer werdenden Online-Freundeskreis der Circle of Trust immer kleiner wird.
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Geht’s eigentlich noch? Da will man auf dem Weg ins Büro noch schnell einen Kontoauszug ziehen und wird aus heiterem Himmel vom Bankomat aufgefordert, etwas Unvergessliches zu erschaffen (ja, da steht wirklich erschaffen); und das morgens kurz nach Acht.
Eigentlich keine schlechte Idee, was Unvergessliches zu schaffen. Wir stellen uns ja alle hin und wieder die Frage, was vom Tage oder vom Leben übrig bleibt. Ja, ich weiß, der Bankomat hat ein Wortspiel probiert. Aber manchmal sind Wortspiele eine Nummer zu groß, und dann wirken sie unangenehm plump und pathetisch. Wer will schon, dass man sich später mal nur an seine unvergessliche PIN erinnert? „Er war eigentlich ein echt spießiger Langweiler, aber mit seiner PIN, da hat er was Unvergessliches erschaffen.“
Unvergesslich, lieber Bankomat, sind Momente wie der, als Günter Netzer sich im Pokalfinale 1973 (Gladbach gegen Köln) selbst eingewechselt und dann das Siegtor erzielt hat. Ergo: Weg frei machen für bessere Texte!
Schönes Wochenende!