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Die Rechtschreibreform – was für eine MaläseMalaise

Die Sprach-MaffiaMafia am Werk
Die unsägliche Rechtschreibreform von 1996 geht mir auf den Zeiger, seit sie eingeführt wurde. Sie war nach Meinung vieler Sprachwissenschaftler, Journalisten und Schriftsteller (Reiner Kunze hat eine schöne Denkschrift mit dem Titel „Die Aura der Wörter“ dazu geschrieben) unnötig wie ein Kropf.

40 Sprachverbesserer: 16 Empfehlungen
Der an der Uni Erlangen lehrende Germanist Theodor Ickler hat auf seinem lesenswerten Blog vor ein paar Wochen einen lustigen Artikel über den Rat für deutsche Rechtschreibung verfasst, dessen erste Amtszeit am 31.12.2010 endete. Dem Rat gehören 40 Mitglieder an, die sich regelmäßig an verschiedenen europäischen Orten zum Tagen trafen (raten Sie mal, wer dafür mal wieder das PortmoneePortemonnaie aufmachen musste). Ickler berichtet uns, daß das konkrete Arbeitsergebnis der letzten vier Jahre dieses illustren Gremiums aus einer einzigen, kurzen Liste besteht, in denen den Politikern empfohlen wird, 16 (sechzehn!) sog. forcierte Schreibvarianten aus dem Wörterverzeichnis 1996 wieder zu streichen. Warum? Weil kein Schwein und schon gar kein Mensch Butike, Mohär, Maffia oder Schickoree schreibt. Ickler rechnet hoch, dass für jede dieser 16 Streichempfehlungen rund 20 Tagungen bzw. Sitzungen notwendig waren. Na dann.

Ein schöner Kommentar zur Rechtschreibreform
Den für mich schönsten Kommentar zu dieser Rechtschreib-SchoseChose hat der Sänger und Dichter Sebastian Krämer abgegeben. Das Stück heißt Deutschlehrer. Sebastian Krämer hat den Deutschen Kleinkunstpreis 2009 in der Sparte Chanson/Lied/Musik bekommen.

Sind Deutschlehrer unter den Lesern hier?

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