Blüte für Blüte
schwebt der Frühling
vom alten Birnbaum
Kranō
Ein Haiku zu Ehren unseres alten Birnbaums im Garten, der letztes Jahr gar nicht geblüht hat, dafür dieses Jahr umso mehr. Die Palmischbirne, ein knorriger, ziemlich großer Birnbaum, wurde erstmals 1598 beschrieben und war im Jahr 2005 Streuobstsorte des Jahres. Streuobstwiesen findet man vor allem in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. Sie zeichnen sich durch verstreut stehende, hochstämmige, starkwüchsige und großkronige Obstbäume (Apfel, Birne, Zwetschgen, Kirschen) aus. Streuobstwiesen zählen seit 2021 zum immatriellen Kulturerbe der UNESCO und sind Heimat vieler verschiedener Pflanzen und Tiere.
Streuobstwiesentherapie
Ein Spaziergang entlang einer Streuobstwiese kann zur wahren Streuobstwiesentherapie werden, zu jeder Jahreszeit, aber natürlich gerade jetzt im Frühling. Die Streuobstexperten vom Dorf- und Kulturverein Hagelloch bei Tübingen kümmern sich unter großem Arbeitseinsatz um ihre prächtigen Streuobstwiesen am Schönbuchrand. Ja, es gibt in diesem Verein wahre Streuobstflüsterer, die eine fast zärtliche Beziehung zu ihren Bäumen haben. Wir können diesen engagierten Menschen gar nicht genug dankbar sein, denn sie leisten unverzichtbare Arbeit zum Erhalt eines Kulturguts!
Ein Ausflug nach Hagelloch lohnt sich immer. Es gibt einen schönen, informativen Birnenweg, der an beeindruckenden Streuobstriesen vorbeiführt. Die Broschüre dazu findet man am Wanderparkplatz Bogentor oberhalb von Hagelloch oder gleich hier zum Runterladen.
Wir wünschen einen entspannenden Spaziergang.
NK | CK

