„Die Worte aus dem Munde des Weisen bringen ihm Gunst; aber des Toren Lippen verschlingen ihn selber.“
So steht’s im fünften Kapitel vom Prediger Salomo (Kohelet). Und genau diesen Eindruck hat man besonders bei den Toren der One-trick-Pony-Partei, die immerhin mal wirklich große Liberale wie Lord Ralf Dahrendorf zu den ihren zählen durfte. Heute setzt man dort auf Gorillas im Niebel.
Dank an Titanic für die geniale Bild-Wort-Kombination.
Nachdem ja die Schlagzeile „Wir sind Papst“ nicht mehr so gut geht, wird’s Zeit für „Wir sind Özil“. „Gut, dass wir den Mesut Özil haben“, meinte nämlich unser Sohn Henry, als er am Sonntagabend nach dem 4:0 mit Puls 180 ins Bett musste. Ja, ich finde es auch klasse, dass wir den Özil haben, und den Cacau, und den Khedira. Zumindest im Fußball scheint Integration zu klappen.
Und auch mit dem Humor und der Ironie klappt es bei uns Deutschen bisweilen besser als gedacht. Ich bin begeistert von der Lena Meyer-Landrut-Coverfassung „Schland oh Schland“, auf die mich die SZ aufmerksam gemacht hat. Viel besser als das Original, auch wenn die junge Frau ein kleines Phänomen ist.
Und wissen Sie, was ich auch interessant finde? Die Zwangsehe von CDU/FDP/CSU fällt allmählich auseinander, Deutschland wird praktisch nicht mehr vernünftig regiert, alles in Berlin quakt durcheinander und trotzdem läuft der Laden einigermaßen. Kann es sein, dass Politiker sich viel zu wichtig nehmen und wir Bürger die Politiker manchmal viel zu ernst?
Einfach mal Fresse halten“, hat der Kabarettist Dieter Nuhr mal gesagt. Wäre das nicht ein guter Rat für all die, die ständig zu Allem was zu sagen haben, uns gerne mit Details aus ihrem Privatleben beehren und dann auf Einhaltung ihrer Privatsphäre pochen.