Mit ‘Kunst’ getaggte Artikel

Obszön: Godard

Donnerstag, 20. Oktober 2011

„Es kommt mir obszön vor, wenn Menschen jederzeit erreichbar sind. Es ist nicht richtig.”
(Jean-Luc Godard). Zitat des Tages, 19.10.2011, Perlentaucher.

WAITING FOR GODARD from Phil RetroSpector on Vimeo.

Two Nouvelle Vagrants overdose on coffee, cigarettes & jazz, whilst waiting for their auteur, Monsieur Godard, to arrive…

Mais oui: Französische Filmtage Tübingen, 2. bis 9.11.2011

Out: MoMa, NY. In: MoTA, Tübingen

Freitag, 08. Juli 2011
Das MoTA zu Gast in der Galerie DRUCK & BUCH. Quelle: www.druckundbuch.de

Das MoTA zu Gast in der Galerie DRUCK & BUCH. Quelle: www.druckundbuch.de

Das Museum of Temporary Art zu Gast in Tübingen
Vergessen Sie mal das MoMa und die große gehypte Kunst. Gehen Sie ins MoTA, das Museum of Temporary Art, das vom 9. bis 30. Juli 2011 in der Galerie DRUCK & BUCH gastiert.

40 x 50 cm, 33 Abteilungen
Zu bestaunen sind in den 33 Abteilungen dieses 40 x 50 cm großen Museums die kleinen, häufig zur Bedeutungslosigkeit verdammten Dinge, die dem MoTA von Künstlern aus aller Welt überlassen wurden. Diesen Objekten gibt das MoTA seit 10 Jahren eine angemessene Plattform, die jetzt mit dem 1000sten Exponat geschlossen wird.

Eine Auswahl der Exponate ist in Susanne Padbergs Galerie in der Bachgasse 15 in Tübingen zu sehen. Die Vernissage ist am Samstag, dem 9.7.2011 um 12.00 Uhr.

Brown Paper Bag Box by Alice Bradshaw, UK. Screenshot: www.museum-of-temporary-art.com

Brown Paper Bag Box by Alice Bradshaw, UK.
Screenshot: www.museum-of-temporary-art.com


mehr dazu im Blog von Alice Bradshaw

Viel Vergnügen!

Norbert Kraas

Du und Ai Weiwei

Mittwoch, 01. Juni 2011
Titel „Du Magazin“ Juni 2011. Quelle: http://www.du-magazin.com/

Titel „Du Magazin“ Juni 2011. Quelle: http://www.du-magazin.com/

Wer hat Angst vor Ai Weiwei?
Das immer wieder lesenswerte, und auch grafisch sehr gut gemachte Schweizer Kulturmagazin Du widmet seine Juni-Ausgabe Ai Weiwei. Das Heft war bereits vor Ai Weiweis Verschwinden in Planung und bringt uns den Künstler und seine Arbeiten eindrucksvoll näher. Du gibt’s in jedem guten Kiosk oder hier. Interessant auch die 8 Punkte zur Beachtung von Mao Tse-Tung auf dem Magazin-Cover. Punkt 8 lautet: Misshandle nicht Gefangene.


via: Daily Telegraph UK.

Passend: Tschernobyl-Fotoausstellung

Freitag, 25. März 2011
Zeittaucher. KREMENTSCHOUK300. Foto: Andrej Krementschouk. via www.scienceblogs.de

Zeittaucher. KREMENTSCHOUK300. Foto: Andrej Krementschouk. via www.scienceblogs.de

Zone – Heimat. Tschernobyl / Andrej Krementschouk
Was für ein trauriger Zufall. Der Scienceblog berichtet über eine Fotoausstellung, die das Leben nach 1986 in der Umgebung von Tschernobyl dokumentiert. Zu sehen sind die mehr als 100 Fotos des russischen Fotografen Andrej Krementschouk in den Mannheimer-Reiss-Engelhorn-Museen vom 20.03.2011 – 31.07.2011.

Mehr über die Ausstellung gibt’s im Scienceblog. Danke für den Tipp!

Papier aus Kampfanzügen, Gedichte aus Alpträumen

Mittwoch, 02. März 2011

„Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen“, heißt es beim Propheten Micha. Später wurde daraus die Kurzfassung „Schwerter zu Pflugscharen“, ab den 1980ern in der DDR benutzt und dann auch im Westen populär. Trinkfeste Zeitgenossen haben daraus „Schwerter zu Zapfhähnen“ gemacht.

Vorbereiten des Rohmaterials: u.a. Kampfanzüge. Quelle: www.combatpaper.org

Vorbereiten des Rohmaterials: u.a. Kampfanzüge. Quelle: www.combatpaper.org

Papier aus Kampfanzügen, Gedichte aus Alpträumen
Der Ex-Marine Jon Turner macht aus Schwertern keine Pflugscharen, sondern aus US-Army-Kampfanzügen handgeschöpftes Papier, und darauf schreibt er Gedichte. Gedichte, in denen er seine traumatischen Erfahrungen als Marineinfanterist im Irakkrieg verarbeitet. (die SZ hat am 26.1.2011 eine lesenswerte Reportage darüber im Blatt gehabt)

Blick in die Papierwerkstatt. Quelle: www.greendoorstudio.net

Blick in die Papierwerkstatt. Quelle: www.greendoorstudio.net

„Combat Paper Project“ heißt dieses spannende Kunstprojekt und Eat the Apple ist Turners erster Gedichtband, ein Künstlerbuch.  Mittlerweile leitet Jon Turner das Künstlerkollektiv Green Door Studio und engagiert sich als Antikriegsaktivist.

Eat the Apple. Gedichte von Jon Turner. Quelle: www.sevenstarart.com

Eat the Apple. Gedichte von Jon Turner. Quelle: www.sevenstarart.com

Eine bemerkenswerte Art der Vergangenheitsbewältigung – und das nicht nur aus graphischer Sicht!

Lego-Fotos

Mittwoch, 23. Februar 2011

Im Newsportal heise-online (via Perlentaucher) wird über eine Website berichtet, die bekannte und weniger bekannte Fotos zeigt und dazu die „Legofassung“. Bei manchen Fotos ist das witzig, bei anderen sehr makaber. Freiheit der Kunst? Blanker Schwachsinn? Cleveres Marketing?

Quelle: http://1dak.com · via www.heise.de


Quelle: http://1dak.com · via www.heise.de

Quelle: http://1dak.com · via www.heise.de


Quelle: http://1dak.com · via www.heise.de

Fotokunst in Tübingen: spannend entspannend!

Montag, 02. August 2010
Untitled (Palast) 56, Thomas Florschuetz, 2006. Quelle: www.artnet.de

Untitled (Palast) 56, Thomas Florschuetz, 2006. Quelle: www.artnet.de

11 Minuten sind kein Tag
Durchschnittlich 11 Minuten, so las ich neulich in der Süddeutschen, kann man sich an einem durchschnittlichen Büroarbeitsplatz mit einer mehr oder minder durchschnittlich wichtigen Sache beschäftigen, bevor irgendeiner kommt und meint, er müsse einen wegen etwas noch viel Durchschnittlicherem unterbrechen. Das geht dann mit den Unterbrechungen so die nächsten 25 Minuten, bis man wieder 11 Minuten Zeit hat, da weiterzumachen, wo man zwangsweise aufgehört hat: z. B. auf dem Laptop eine 80seitige PowerPoint-Präsentation zusammenzunageln. Kein Wunder, dass in letzter Zeit immer mehr Leute den Horst machen und mal eben weg sind. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, ich bin für dieses fragmentierte Dasein nicht geschaffen und für’s permanente Multitasking schon gar nicht. Forscher befürchten deswegen sogar eine Verwahrlosung unseres Stirnlappens, schreibt die FAZ in einem sehr lesenswerten Artikel..

Untitled (Valkyrie), 2007-2008, Thomas Florschuetz. Quelle: http://www.artnet.de

Untitled (Valkyrie), 2007-2008, Thomas Florschuetz. Quelle: http://www.artnet.de

Kunstvoll abschalten
Mein Tipp, wenn Sie mal für 1-2 Stunden aussteigen wollen: Handy aus, Laptop aus und ab in die Kunsthalle Tübingen. Dort läuft nämlich noch bis 26. September eine ganz ausgezeichnete Ausstellung mit Fotografien von Thomas Florschuetz. Allein die großformatigen Werke über den verfallenden Palast der Republik kurz vor dem Abriss lassen einen staunen über Licht- und Linienführung von Florschuetz. Und bei den vor sich hin verrottenden ausgedienten Kampfjets und Hubschraubern, frage ich mich dann schon, was bleibt von unserem permanenten Gewusele.

Untitled (Brasilia) 05, 2008, Thomas Florschuetz. Quelle: http://www.artnet.de

Untitled (Brasilia) 05, 2008, Thomas Florschuetz. Quelle: http://www.artnet.de

Gehen Sie hin, es lohnt sich. Ich wünsche Ihnen jetzt schon genussvolle Momente und schöne Ferien!