Mit ‘Kreativität’ getaggte Artikel

Politik fordert Kreativität, Mittelstand ist kreativ

Montag, 07. März 2011

Politiker reden, Mittelständler handeln
Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat vor der CeBIT 2011 mehr Kreativität von deutschen IT-Unternehmen gefordert. Die großen Ideen in diesem Bereich kämen meist aus den USA, so Aigner unter anderem.

Der neu zeta von Zeutschel. Schöner kann man nicht scannen. Besser auch nicht.

zeta von Zeutschel. Schöner kann man nicht scannen. Besser auch nicht.

Schade, dass Frau Aigner nicht auf dem CeBIT-Stand von Zeutschel war. Da hätte Sie sehen können, wie ein schwäbischer Weltmarktführer den Standard beim Scannen mal kurz dramatisch angehoben hat. zeta heißt der neue Buchkopierer/Scanner, und er kommt so leicht und schön daher, dass man tatsächlich meinen könnte, ein paar Entwickler aus Cupertino hätten die Finger im Spiel gehabt. Haben sie aber nicht.

Durchdachtes Produkt, durchdachte Kommunikation
Die Kommunikationskampagne zur Markteinführung durften wir für Zeutschel entwickeln und umsetzen; für PR ist Jürgen Neitzel zuständig, den Messestand hat das Büro Rennings gebaut. Unten sehen Sie einige der Maßnahmen zur Markteinführung des neuen zeta: von der Namensfindung bis hin zum Design des Messestands.

Der neue zeta hat auf der CeBIT in Hannover eingeschlagen, Besucher und Fachpresse waren äußerst neugierig und sehr angetan. Die Redakteure vom Handelsblatt haben den zeta am 2.3.2011 als Idee des Tages im Blatt gehabt. Wir gratulieren dem innovativen Unternehmen Zeutschel und grüßen Frau Aigner. ;)

1. Blogeintrag mit Vorankündigung, wg. Geheimhaltung noch ohne Bild und Produktnamen
Blog-Eintrag

2. Bildaufbereitung und Vollretusche aus CAD-Daten
Produktbild

3. Namensfindung und Markenrecherche
Namensfindung

4. Typologo für das Produkt
Schriftzug

5. Messeeinladung (print und online)
Messe-Einladung

6. Messestand-Kommunikation
Messestand

7. Produktbroschüre
Produkt-Broschüre

8. Online-Animation für Website und Screensaver
Produktanimation

Idee des Tages im Handelsblatt vom 2.3.2011
Auszug aus dem Handelsblatt

Download der Doppelseite als PDF

So viel für heute zum Thema Produkteinführung und medienübergreifende Kommunikation. So was brauchen Sie auch? Sprechen Sie uns an, wir machen das.

Kreative Kartoffeln und Bratwürste

Freitag, 13. August 2010

Der Reklamekasper macht vom 14.8. bis 6.9.2010 Urlaub.

Neulich fragte mich mal der Geschäftsführer eines feinen mittelständischen Maschinenbauers, wie und wo wir eigentlich auf unsere Ideen kämen. Anlass der Frage war eine nicht alltägliche Messeeinladung (sobald die gedruckt ist, darf ich sie Ihnen zeigen). Jetzt hätte ich ausholen und die bekannten Klischees runterleiern können, wo Kreative überall kreativ sind: unter der Dusche, beim Joggen, beim Hund ausführen, beim Gleitschirmfliegen, im Schlaf usw., usw., usw. Es gibt ganze Bücherschränke zu diesem Thema. Um es kurz zu machen, es gibt eigentlich keinen festen Ort für Kreativität. Die erste Idee zu dieser Messeeinladung kam mir während des Briefinggesprächs, und ich hab zwei, drei Stichworte notiert und ein Foto gemacht.

Auf’s richtige Klima kommt es an
Viel wichtiger für die Kreativität als der Ort ist doch das Klima. Und zwar das zwischen dem Kunden und der Agentur. Je offener und vertrauensvoller dieses Klima ist, desto besser läuft’s mit den Ideen. Humor und die Fähigkeit, ausgetretene Kommunikations-Pfade verlassen zu können, sind auch hilfreich. Denken ohne Geländer, hat die jüdische Autorin Hannah Arendt das genannt. Ein Beispiel:

Einladung zum Grillfest für Mitarbeiter und Geschäftspartner

Einladung zum Grillfest für Mitarbeiter und Geschäftspartner. Quelle: www.multigrind.de

Ob man dann immer alles 1:1 umsetzt, was die Agentur so präsentiert, das ist eine andere Frage. Zunächst mal geht es darum, in alle Richtungen zu denken und vor allem auch Anregungen aus anderen Bereichen (Kunst, Literatur, Wissenschaft, Politik, Musik) aufzunehmen.

Unerschöpflich kreativ sind nur Kartoffeln
„Ja, wenn es überhaupt etwas gibt, auf das all jenes zutrifft, was immer wieder am Künstler diskutiert wird: Innovationsfreude, Kreativität, Spontanität, Produktivität, das Schaffen ganz aus sich heraus und so weiter – dann ist es die Kartoffel: Man sehe nur, wie sie da, im dunklen Keller liegend, ganz spontan zu keimen beginnt und in schier unerschöpflicher Kreativität Keim um Keim innoviert, und wie sie – ganz hinter ihrem Werk zurücktretend – bald unter ihren Trieben verschwindet und dabei die wunderlichsten Gebilde erschafft! (…) Das ist das wahre Schöpfertum, ist wirkliche Vollendung!“ (Quelle: Süddeutsche 12.6.2010). Kein geringerer als Sigmar Polke hat das gesagt, der kürzlich gestorben ist. Polke war ein großer Künstler und ein Enfant Terrible. Er wurde stets bewundert für „seine Unverfrorenheit und seinen Mangel an Kontrollwut (…).“ Schauen Sie mal:


Apparat, mit dem eine Kartoffel eine andere umkreisen kann, 1969, Sigmar Polke.

Bis die Tage!

P.S. Wenn Sie nicht wegfahren, genießen Sie diesen unterhaltsamen Sommerfilm im Kino