Mit ‘Digitalisierung’ getaggte Artikel

Nichts Neues in der Sardinendose

Freitag, 28. September 2012
Original-Motiv aus der Zeutschel-Anzeigenkampagne. © Zeutschel.

Original-Motiv aus der Zeutschel-Anzeigenkampagne. © Zeutschel.

Archiversum-Sardinendose. Screenshot: Kraas & Lachmann.

Archiversum-Sardinendose. Screenshot: Kraas & Lachmann.

„Nachahmung ist die höchste Form der Anerkennung.“
Vor 10 Jahren haben wir für unseren Kunden Zeutschel (ein führender Anbieter von digitalen und analogen Speicher­systemen) eine Anzeigen­kam­pagne mit iro­nischem Unter­ton zum Thema Archi­vie­rung von Kultur­gütern ent­wickelt. Die Motive liefen viele Jahre und haben in der Archiv- und Museumswelt Auf­merk­sam­keit und Schmun­zeln her­vor­gerufen. Die „Sardinendose“ kam besonders gut an.

Honi soit qui mal y pense
Nun schickt mir die Marketing­leiterin von Zeutschel gerade eine Mail und weist mich auf eine An­zeige der Firma Archiversum hin. Auch wenn hier leider der Witz abhanden kommt, da das Motiv – völlig ironiefrei – das Halt­bar­machen von Büchern mittels Konservendose als probate Methode darstellt: eine gewisse Ähnlichkeit zum Original kann man dem Motiv nicht absprechen, oder? „Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“, lautet das Motto des englischen Hosenbandordens.

Welche Umsetzung gefällt Ihnen besser? Wenn Sie die Motive größer sehen wollen, einfach drauf klicken.

Wir halten uns einstweilen an Oscar Wilde, von dem das schöne Zitat mit der Nachahmung stammen soll. Vielleicht hat der gute Wilde aber auch nur Charles Caleb Colton (1780 – 1832) nachgeahmt. Von dem stammt nämlich dieser Spruch: ”Imitation is the sincerest form of flattery“.

P.S. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass die Zeutschel-Anzeigen Vorbildcharakter angenommen haben. Schauen Sie mal hier.

Von Hirschau in die British Library

Mittwoch, 30. November 2011
BBC NEWS UK. Screenshot Kraas & Lachmann. Source: http://www.bbc.co.uk/news/technology-15934685

Zeutschel-Scanner OS 14000 in Aktion. BBC NEWS UK. Screenshot Kraas & Lachmann. Source: http://www.bbc.co.uk/news/technology-15934685

Video zum dem Projekt: bitte hier klicken.

„Die Zukunft der Vergangenheit“ lautet der Slogan unseres Kunden Zeutschel in Hirschau bei Tübingen. Hier am Fuß der Wurmlinger Kapelle werden seit 50 Jahren u.a. Hochleistungsscanner für renommierte Bibliotheken und Archive auf der ganzen Welt gebaut. Als Kommunika­tions­partner freut man sich natürlich ganz besonders, wenn ein Firmen­slogan immer wieder durch echte Projekte bestätigt wird, zeigt es doch, dass man sich intensiv mit dem Metier des Kunden beschäftigt hat.

The British Newspaper Archive. Screenshot: Kraas & Lachmann40.000.000 Zeitungsseiten
Im Moment macht ein Digitalisierungsprojekt des British Newspaper Archive dem Zeutschel-Slogan „Die Zukunft der Vergangenheit“ alle Ehre. Im Rahmen dieses Projekts werden in den nächsten 10 Jahren rund 40 Millionen Zeitungsseiten aus dem Zeitungsarchiv der ehrwürdigen British Library digitalisiert. Eingesetzt werden dabei von Zeutschel die High-End-Scanner OS 14000 und eine spezielle OCR-Software, mit deren Hilfe später jede einzelne Seite bequem online nach Text durchsucht werden kann. Unter den gescannten historischen Zeitungsseiten sind zum Beispiel solche, die mehr als 60 cm breit sind und aufgrund ihrer Empfindlichkeit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, als Dateien aber zukünftig für jeden Interessierten einseh- und herunterladbar. Das Zeitungsarchiv der British Library gehört zum Besten, was es weltweit gibt und enthält fast alle Ausgaben britischer Zeitungen seit dem Jahr 1800. Wer sich also dafür interessiert, wie Werbeanzeigen im 19. Jahrhundert in England ausgesehen haben, wird hier künftig fündig werden:
Suchmaske British Newspaper Archive. Screenshot: Kraas & Lachmann

Auf der Homepage der BBC gibt es ein kurzes Video zum dem Projekt: bitte hier klicken.

Hier gehts zur Website des British Newspaper Archive, wo das Projekt in einem Artikel erläutert wird.

400 Jahre Zeitgeschichte zugänglich machen
Auch die Nationalbibliothek der Niederlande in Den Haag setzt bei der Digitalisierung ihres historischen Zeitungsarchivs auf die OS 14000 Scansysteme und die Expertise von Zeutschel. Die ältesten Zeitungs­dokumente der Niederlande sind aus dem Jahr 1618, also aus dem Jahr, in dem der Dreißigjährige Krieg begann, und Johannes Kepler sein Drittes Gesetz zur Planetenbewegung formulierte. Auch bei diesem Digi­ta­li­sierungsprojekt steht die „Die Zukunft der Vergangenheit“ im Fokus.

Mehr zu diesem Digi­ta­li­sierungsprojekt lesen Sie hier.

Archive und die Digitalisierung

Mittwoch, 11. Mai 2011

Ich hatte hier im Blog ja schon verschiedentlich zum Thema Archive und Bibliotheken gepostet. Nun beschert uns der Perlentaucher einen lesenswerten Essay von Philipp Baar mit dem schönen Titel „Hätte Freud E-Mails geschrieben…“

Realität wird im Archiv entworfen
Ausgangspunkt von Baars Essay ist ein Buch von Jacques Derrida, in dem dieser sich Gedanken darüber macht, wie sich die Psychoanalyse entwickelt hätte, wenn Freud E-Mails geschrieben hätte. Philipp Baar zitiert Derrida u.a. mit dem Satz „Denn im Archiv wird die Realität nicht nur aufgezeichnet, sie wird dort entworfen.” Innerhalb des Essays finden sich auch einige Links zum Weiterlesen.

Hätte Freud E-Mails geschrieben… (online Version)
Die Fassung zum Ausdrucken gibt’s hier.

Was wir in Büchern alles vergessen

Illustration displaying the markings of various shells of ammunition, date and origin unknown. Quelle: /www.forgottenbookmarks.com

Illustration displaying the markings of various shells of ammunition, date and origin unknown. Quelle: www.forgottenbookmarks.com

Dieses Foto stammt aus dem Blog Forgotten Bookmarks. Der Blog wird von einem Antiquariat betrieben; gezeigt werden alle möglichen Dinge (z. B. Lesezeichen), die die Leute in Büchern vergessen. Auf dem Foto ist ein Deutsch-Englisch-Lexikon zu sehen, in dem jemand einen Zettel mit Abbildungen von Patronen vergessen hat.

Wie hätte Freud wohl dieses Fundstück gedeutet?