1. „Wenn es nicht für alle reicht, dann müssen eben die Armen ran.“ (Ernst Bloch) via perlentaucher.
2. ”But you know what’s really irresponsible? Hijacking the debate over a crisis to push for the same things you were advocating before the crisis, and letting the economy continue to bleed.“
Quelle: Paul Krugman: ”The Hijacked Crisis“.
Blumentopf und die saugut gerappten RAPortagen zur WM in Südafrika. Vielleicht erinnert sich noch jemand? Blumentopf hören meine Frau und ich seit der WM praktisch täglich, nein nicht im Radio, sondern gesungen bzw. gerappt von unseren Kindern: “Ey Beckham, guck mal so geht kick and rush”.
Und mal ehrlich, mir gefällt der sprachlich höchst anspruchsvolle Blumentopf-Sprechgesang auch, obwohl ich mit den Rolling Stones sozialisiert wurde und vor Urzeiten, sprich 1976, im Neckarstadion Honky Tonk Women mitgegrölt habe.
Bringe ich also neulich unseren Sohn zum Kingergarten und singe auf dem Weg in seinen Gruppenraum so eine RAPortage vor mich hin, und raten Sie mal, was ich mir anhören musste? „Papa, das ist peinlich“, klärt mich mein Sohn auf und verbittet sich einen rappenden Papa. Dabei hat sich die Werbung längst auch diesen Musikstil gekrallt und spielt damit, mal mehr, mal weniger gut.
Gerade habe ich diesen gut gemachten Spot für den Toyota Siena entdeckt. Zielgruppe: Minivan fahrende Ehepaare mit Kindern, denen klar ist, dass die Zeit von Sex and Drugs and Rock’n'Roll endgültig vorbei ist und die damit cool umgehen können. Das ist Werbung mit Humor und Selbstironie. Schauen Sie mal:
Unsere Jungs in Südafrika sind gerade dabei, eine Imagekamapagne umzusetzen, die jede “Wir-sind-Deutschland-Kampagne”, oder was es da sonst noch an wahnsinnig Kreativem so gab, in den Schatten stellt. Und jetzt wird auch noch auf der ARD gerappt (oder schreibt man gerapt?). Ich bin beeindruckt:
Quelle: http://blumentopf.nbsp.de/default.asp. Gibt’s auch hier: http://www.sportschau.de/sp/fifawm2010
Die Jungs von La Mannschaft
Wissen Sie, wie man die Deutschen jetzt in Spanien oder Frankreich nennt? “La Mannschaft”, sagt man zwischen Barcelona und Gibraltar; und “Ça, c’est une équipe” titelt L’Équipe, die französische Sportzeitschrift.
Was können wir in Sachen Kommunikation von Özil, Friedrich und Co. lernen? Authentisch, ehrlich und auf erfrischende Art bodenständig bleiben, das wirkt enorm und hat überhaupt nichts spießig Angestaubtes.