gregor calendar award in Bronze für „Schleifkunst 2013“
Ja, es gibt sie wirklich, Maschinenbauer, die nicht nur in Sachen Technik ganz vorne mitspielen, sondern auch in ästhetischen Fragen hohe Ansprüche stellen. Eine Haltung, die sich auszahlt, und für die unser Kunde, die Haas Schleifmaschinen GmbH aus Trossingen, Bronze beim Internationalen Kalenderwettbewerb gregor 2013 bekommen hat. Hier die Fakten zur Produktion:
Format: 61 x 45 cm
Konzeption, Grafik, Typografie: Kraas & Lachmann
Fotografie: Herbert Naujoks, Stuttgart
Retusche: Rainer Deuschle, Reutlingen
Druck: raff mediagroup, Riederich
Who needs Feminism? Source: http://whoneedsfeminism.tumblr.com/
Es soll ja Leute geben, die der Meinung sind, dass Alice Schwarzer in ein Schweigekloster gehört und das Wort Feminismus im Zuge der nächsten Rechtschreibreform aus dem Duden gestrichen werden sollte.
Wer wissen will, warum der Feminismus noch gebraucht wird, sollte sich auf der Website ”Who needs Feminism“ umschauen. Dort sagen Mädchen und Frauen, Jungen und Männer, warum der Feminismus auch heute noch gebraucht wird. via jetzt.de
Daneben
Anzeige für Luftreiniger. Quelle: Maschine + Werkzeug 3/2011.
Wenn ich mir solche wahnsinnig lustigen Anzeigen aus dem B2B-Bereich anschaue, dann sage ich: We need Feminism to prevent us from ads like this.
vane (Substantiv, techn.): die Leitschaufel (Turbinen & Generatoren), das Flügelrad, der Leitflügel, die Leitwand, das Okulardiopter, der Drehschieber, die Fahne, der Flügel, der Schieber, der Strömungsteiler, die Trennwand, die Wetterfahne, die Windfahne, der Windflügel
vain (Adjektiv): aufgeblasen, eingebildet, eitel, leer, nutzlos, vergebens
Quelle: Leo
„Toy Story“, „A Bug’s Life“, „Finding Nemo“, „Cars“, „Ratatouille“: Sie haben’s erkannt, alles Filme, die das wohl bekannteste und erfolgreichste Animationsstudio der Welt, Pixar produziert hat, und zwar komplett digital. Den netten Lampenfilm hat Pixar-Gründer John Lasseter 1986(!) gemacht, auch komplett digital. Wahrscheinlich mit Rechnern, die eher an normannische Kleiderschränke erinnert haben, als an die Dinger, die wir heute auf dem Schreibtisch stehen haben.
„Wir brauchen noch schnell ne Animation zur Messe!“
Den Satz kennen wir alle, oder? Aber wussten Sie, dass das digitale Rendering eines einzigen Bildes für einen der o.g. Pixar-Filme bis zu 40 Stunden (in Worten: vierzig!) dauert, und dass eine Sekunde Film aus 24 von diesen Bildern besteht? Richtig gute Arbeit braucht richtig Zeit: zum konzeptionellen Nachdenken, zum Layouten, zum Texten, zum Filmen, zum Fotografieren, zum Retuschieren, zum Komponieren usw. usw.
Pixar – 25 Years of Animation lautet der Titel der Ausstellung, die in Bonn in der Bundeskunsthalle diese Woche eröffnet wurde; noch zu sehen bis 6. Januar 2013.
update 12.10.2011
Alex schickt mir einen interessanten Link zum Thema: Robert Basic schreibt in seinem Blog: „Loser networken, Winner bloggen.“ Provokante These, höchst interessanter Post. Beitrag lesen: hier.
Mir sagte vor zwei Wochen ein Kunde aus dem Bereich Maschinenbau, dass Facebook von seinen Kunden, auch in den USA, eher als Kinderkram, ergo als nicht relevant angesehen wird.
Ja, ich weiß, beim Filmfestival in Cannes 2011 ist der letzte Vorhang längst gefallen. Trotzdem wollte ich noch schnell das offizielle Poster zeigen, das in puncto Grafik, Typographie und Fotografie nicht besser hätte sein können. So was würde ich gerne mal im B2B-Bereich sehen.
Perfekt: Offizielles Poster Cannes 2011. via www.firstshowing.net
update: 19.5.2011
Die Kollegen von the missing link haben auf ihrem Blog haben auch ein schönes Beispiel für werblichen Sondermüll mit halbnackter Frau. Sehenswert.
update: 14.4.2011
Der Werbeblogger macht auf einen ziemlich blöden Spot aufmerksam, der zu den beiden Anzeigen da unten passt.
Wie viele Tiere wohl wegen dieser Anzeigen sterben mussten?
Was, bitteschön, hat der Brustumfang einer Blondine mit Partikelmessung zu tun? Eben! Wer denkt sich so was aus, im Jahr 2011? Wer verantwortet so was? Soll das witzig sein? (Quelle: Maschine + Werkzeug 3/2011)
Welche Klischees sollen mit diesem Motiv bedient werden? Weiße Frau mit langen Krallen hat schwarzen Sklaven zum Fressen gern? Geht’s noch?!!! (Quelle: Industrieanzeiger 8/2011)
Murmeltiertag in der Werbung?
Es gab mal eine Zeit, als Autowerkstätten und Bundeswehrstuben ohne Fotos von nackten Frauen nicht als Autowerkstätten und Bundeswehrstuben wahrgenommen wurden. Das ist ziemlich lange her. Kommt der ganze Mist jetzt wieder? Halbnackte Frauen, die lasziv auf eine Zündkerze starren? Gibt es in der Werbung so was wie einen Murmeltiertag?
Was meinen die Leserinnen des Reklamekaspers zu dem Zeugs da oben? Auf Kommentare freut sich wie immer
Ihr Reklamekasper
P.S. Vor einigen Jahren stellte mal ein Freund von mir die Theorie auf, dass es zwischen den Besuchern von Metallbearbeitungsmessen und denen von Erotikmessen eine große Schnittmenge gibt. Ist da was dran?
Passend zur Fastenzeit: Aufgeräumtes Stilleben mit Maultaschen. via http://thingsorganizedneatly.tumblr.com
Ich weiß nicht, wie’s Ihnen so geht, aber mich befällt von Zeit zu Zeit ein großes Verlangen, mal so richtig aufzuräumen. Ganz ohne esoterisches Feng-Shui-Tralala. Einfach aufräumen. Meinen Schreibtisch, die Oberfläche meines MACs, den Zeitungsstapel zu Hause, die Kinderzimmer, das Durcheinander im Kopf… es gäbe zig Beispiele. Aufräumen und entrümpeln müsste man natürlich auch die vielen B2B-Anzeigenfriedhöfe, mit denen man als Leser von Fachzeitschriften ständig gequält wird. Vom heillosen Durcheinander in der großen Politik ganz zu schweigen.
Schön aufgeräumt Things organized neatly heißt eine schöne Website, auf der hunderte von Beispielen zum Thema Aufräumen zu sehen sind. Das ist die ideale Seite für Menschen wie mich, die’s gerne mal richtig aufgeräumt haben, aber viel zu selten dazu kommen.
Aufgeräumtes Studioequipment. via http://thingsorganizedneatly.tumblr.com/post/4239166990/submission-after-realising-that-a-lot-of-the
„Ideen zu haben ist himmlisch, sie auszuarbeiten die Hölle.“ Dieses Zitat wird dem belgischen Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Maurice Maeterlinck (1862–1949) zugeschrieben.
Ein netter Ausspruch, der gerne auch mal von uns sogenannten Kreativen bemüht wird. Besonders dann, wenn ein Gegenüber mal wieder der Meinung ist, die Agentur solle einfach nur mal schnell eine „pfiffige“ Idee liefern, umsetzen könne man es ja dann alleine, dazu brauche man die Agentur nicht. Wozu auch? „Wissen Sie, das machen wir inhouse, auf dem kleinen Dienstweg, quick and dirty.“ Und überhaupt, der Bruder der Chefin, ja der hätte ein richtig gutes Händchen fürs Fotografieren, und für Betriebsfeiern schreibe er auch immer so launige Gedichte.
Starke Sache? Quelle: Form+Werkzeug 5/09
Aber nein, das ist kein Witz, sondern oft erlebte Realität. Die Ergebnisse solcher „In-house-Aktionen“ sind allerdings manchmal sehr witzig. Wie man an der o.g. Anzeige der Firma bedra sehr schön sehen kann. Vom Oberarm bis hin zur Tätowierung, hier signalisiert alles provinzielle Mittelmäßigkeit. Von Leidenschaft keine Spur, wie uns die Headline suggeriert. Mal ganz abgesehen davon, dass weder eine Internet- noch eine Postadresse dem potenziellen Kunden die Kontaktaufnahme ermöglichen. Wie man sieht, ist es durchaus möglich, jede gute Idee mit einer schlechten Umsetzung in den Marketingabgrund zu stoßen.
Die gleiche Idee, aber etwas anders und zeitlich lange vorher umgesetzt in einer Anzeigenkampagne für die Walter AG, einer der führenden Hersteller von Präzisionswerkzeugen zur Metallbearbeitung.