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Freitagsfoto: Autobahnromantik an der A6

Kiosk außer Dienst: Autobahnromantik an der A6. Foto: Kraas & Lachmann.

Kiosk außer Dienst: Autobahnromantik an der A6. Foto: Kraas & Lachmann.

Autobahnromantik, können Sie damit noch was anfangen? Für mich hat das mit der Autobahnromantik spätestens dann aufgehört, als in Frankreich die Scheinwerfer nicht mehr selektivgelb (ja, so hieß das damals) sein mussten. Davor fühlte man sich ja mit viel Phantasie immer in einen Roman von Simenon versetzt, wenn einem auf der Route Nationale 7 ein Peugeot 504 selektivgelb entgegen kam. Aus, vorbei.

Vorbei ist auch die große Zeit des architektonisch ausgefallenen Kiosks an der A6. Schade eigentlich. Das Gebäude hat durchaus Sichtbeton-Retrocharme. Stünde dieser Kiosk irgendwo in Berlin, wäre er vielleicht heute eine angesagte Trinkhalle für all die jungen Leute, die irgendwas mit Medien machen.

Apropos, wussten Sie, dass sich das Wort Kiosk im 18. Jahrhundert aus dem französischen kiosque in unsere Sprache geschlichen hat. Es hat seinen Ursprung im mittelpersischen gōše und ist dann über das türkische Köşk (Gartenhäuschen) Richtung Westen gewandert. So können wir es im Kluge nachlesen.

Zwischen Rhein und Ruhr, wo vermutlich noch immer die größte Trinkhallendichte herrscht, soll es Menschen geben, für die eine Stadt ohne die Kulturinstitution Büdchen keine richtige Stadt ist. Für 2016 hat der 1. Kioskclub 06  übrigens das „Jahr der Trinkhalle“ ausgerufen.

Glück auf!

P.S. Wo meinen Sie, steht der Kiosk auf dem Foto?

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