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Freitagsfoto: Die Verveine friert und George Orwell macht Tee

Hat's gerne viel wärmer, die Zitronenverbene.

Hat’s gerne viel wärmer, die Zitronenverbene.

Knapp 5 Grad unter Null hat’s letzte Nacht gehabt. Die Blüten im Garten haben ziemlich gelitten oder sind gleich komplett erfroren. Der April macht was er will und benimmt sich daneben. Die Zitronenverbene (Aloysia citrodora) mag dieses saukalte Aprilwetter gar nicht. Kein Wunder, ist sie doch eigentlich in Mittel- und Südamerika zu Hause und gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae).

Im Kräuterbuch von Marie-Luise Kreuter (Kräuter und Gewürze aus dem eigenen Garten. BLV Buchverlag, München, 2009. ISBN 978-3-8354-0324-6) lesen wir, dass sie auch bei uns zwei bis drei Meter hoch werden kann. Haben wir noch nie geschafft. Aber auch ein kleiner Strauch trägt an einem sonnigen Standort den ganzen Sommer über schöne Blätter, die einen feinen zitronigen Tee ergeben. Une tisane nennen das unsere französischen Nachbarn und trinken ihre Verveine gerne nach einem guten Essen – statt oder nach dem Digestif.

Natürlich kann man Verveine-Tee auch fertig kaufen: in Tübingen zum Beispiel seit Ende der achtziger Jahre in Hinrichs Teehus in der Froschgasse. In dieser Teeinstitution gibt’s übrigens auch richtig gute Earl-Greys für den stilvollen Five O’Clock Tea. Wie man den am besten zubereitet? Das sagt uns kein geringerer Teeexperte als George Orwell. Hier seine Originalstimme in einem gut gemachten Film. Enjoy!

The Perfect Cup of Tea by George Orwell from Luís Sá on Vimeo.

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