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Freitagsfoto: Tea Time

Wer würde da nicht gerne zum Tee eingeladen werden? Strandhütte in Whitstable, Kent.

Wer würde da nicht gerne zum Tee eingeladen werden? Strandhütte in Whitstable, Kent.

Am 21. März war Welttag der Poesie. Zufällig bin ich dieser Tage auf das Gedicht „Tea“ der schottischen Lyrikerin Carol Ann Duffy gestoßen. Duffy wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet und war im Jahr 2009 Poet Laureate des Britischen Königreichs. „Tea“ ist, wie ich finde, ein außergewöhnliches Liebesgedicht, aufgehängt an dem profanen Alltagsthema Tee.

Tea

von Carol Ann Duffy

I like pouring your tea, lifting
the heavy pot, and tipping it up,
so the fragrant liquid streams in your china cup.

Or when you’re away, or at work,
I like to think of your cupped hands as you sip,
as you sip, of the faint half-smile of your lips.

I like the questions – sugar? – milk? –
and the answers I don’t know by heart, yet,
for I see your soul in your eyes, and I forget.

Jasmine, Gunpowder, Assam, Earl Grey, Ceylon,
I love tea’s names. Which tea would you like? I say
but it’s any tea for you, please, any time of day,

as the women harvest the slopes
for the sweetest leaves, on Mount Wu-Yi,
and I am your lover, smitten, straining your tea.

nachzulesen in:
Love Poems
Picador, 2010
ISBN: 978-0330512725
oder in:
Rapture
Picador, 2010
ISBN: 9781509852789

Tea, gelesen von Carol Ann Duffy:

Die Bücher von Carol Ann Duffy gibt’s in jedem guten lokalen Buchladen. Die Tees aus dem Gedicht gibt’s in Tübingen in Hinrichs Teehus in der Froschgasse. Das Foto ist in Whitstable, Kent entstanden, und wird demnächst als Postkarte bei Schöne Postkarten erscheinen.

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