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Freitagsfoto: Rosmarinus officinalis

Rosmarinus officinalis: Tau des Meeres

Rosmarinus officinalis: Tau des Meeres

Ros marinus, der Tau des Meeres
Rosmarin, dieser nach Urlaub im Süden duftende Halbstrauch stammt von den Küstenregionen rund um das Mittelmeer und wird dort an sonnigen, felsigen Standorten bis zu 2 Meter hoch. Sein Name soll aus dem Lateinischen kommen: ros bedeutet Tau und marinus des Meeres. Ich werde jedesmal neidisch, wenn ich im Languedoc oder in der Provence diese beeindruckenden Büsche schon von Weitem rieche. Meine Frau und ich sind ja schon froh, wenn wir unseren Rosmarin im Topf heil durch den Winter bekommen – im Haus natürlich. Es ist ihm nämlich in der Regel zu kalt hier im Schwäbischen Winter. Das sollte uns aber nicht davon abhalten, dieses schöne Kraut, das Juden, Ägyptern, Griechen und Römern im Altertum als heilig galt, im Garten oder auf dem Balkon zu ziehen. Rosmarin passt nämlich vorzüglich zu vielen Gerichten Südfrankreichs oder Italiens. Und ja, man kann ihn auch trinken!

Champagner mit Rosmarin
Der Koch, Autor und frühere FAZ-Kolumnist Klaus Trebes aus Frankfurt (1947-2011) hat ein lehrreiches kleines Buch mit dem schönen Titel „Wo der Pfeffer wächst“ geschrieben, das 2003 als Taschenbuch im Insel Verlag erschienen und heute nur noch antiquarisch erhältlich ist. Trebes stellt in diesem Buch die für ihn wichtigsten Kräuter und Gewürze vor, schreibt über ihre Geschichte und verrät zu zu jedem Kraut und jedem Gewürz ein paar Rezepte. Champagner mit Rosmarin klingt doch interessant:

„In ein Longdrinkglas Eiswürfel geben. 1 kleinen, frischen Rosmarinzweig leicht andrücken, dazulegen und mit eiskaltem Champagner auffüllen. Nicht nur der Champagner, auch Rosmarin wirkt ungeheuer anregend.“ (Klaus Trebes: Wo der Pfeffer wächst, Insel Taschenbuch Nr. 2705, Insel Verlag, 2003, ISBN: 3458344055)

Ich bin sicher, das geht auch mit einem guten Crémant aus dem Elsass oder von der Loire oder mit einem feinen Winzersekt aus Deutschland. Probieren Sie’s aus.

Kräutertag in der Tübinger Staudengärtnerei
Welche schmackhaften und wohltuenden Kräuter es sonst noch so gibt, und was man mit ihnen alles anstellen kann, das erklären uns die freundlichen Staudenmädchen der Tübinger Staudengärnterei von Erika Jantzen. Morgen ist dort nämlich Kräutertag von 10 bis 17 Uhr. Um 14.30 Uhr gibt’s einen Vortrag zum Thema „Frische Kräuter für Küche und Hausapotheke“, und das sympathische Gartencafé ist auch geöffnet. Alle Infos dazu hier.

Manche sagen, einem Ort, an dem kein Unkraut wächst, können man nicht trauen.

Manche sagen, einem Ort, an dem kein Unkraut wächst, könne man nicht trauen.

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2 Kommentare

  1. Petra Kalbacher 7. April 2017 um 18:18

    Lieber Norbert,
    Champagner und Rosmarin, die Komposition klingt abenteuerlich. Vielleicht probiere diese Variante heute Abend noch aus. Fuer den Kraeutertag fehlt mir leider die Zeit, aber Klaus Trebes steht schon auf meiner „Einkaufsliste“.
    Wünsche dir noch ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße
    Petra

  2. Gonja van Soest 7. April 2017 um 20:03

    Zeg, wat aardig, dat jullie aan ons gedacht hebben! Zien we elkaar dus morgen? Gonja

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