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Freitagsfoto: Marguerite und der Milchgipfel

Interessiert sich nicht für Milchgipfel in Berlin: Marguerite, glückliche Milchkuh in Burgund. Foto: Norbert Kraas

Interessiert sich nicht für Milchgipfel in Berlin: Marguerite, glückliche Milchkuh in Burgund. Foto: Norbert Kraas

Geiz essen Qualität auf
Was sind wir Verbraucher doch für schizophrene Wesen, habe ich mir diese Woche schon gedacht, als Landwirtschaftsminister Schmidt zum Milchgipfel geladen hat. Auf der einen Seite würden wir Milch und Eier am liebsten nur beim netten Biobauern kaufen, auf der anderen Seite investieren wir im Zweifel lieber in die fugenlose Designerküche als in qualitativ hochwertige Lebensmittel. Unsere landwirtschaftlichen Produkte sind die billigsten in ganz Europa, lese ich in der Zeitung, unsere Hightech-Küchen, möchte man ergänzen, die teuersten.

Extra vergine zum Discountpreis
Warum ist uns das Essen so wenig wert? Warum meinen wir, dass ein Liter Milch weniger als 50 Cent kosten sollte und ein Liter Olivenöl höchstens 3 Euro (natürlich extra vergine)? Können wir nicht rechnen? Eine seriöse Kostenrechnung für eine Flasche Sauvignon-Blanc aus Südafrika für 1,99 Euro geht nicht auf. Wer 2,99 Euro für ein Kilo Schweinebraten bezahlt, kann nicht erwarten, dass die Sau glücklich und artgerecht gehalten wurde.

Geiz ist nicht geil
Geiz ist der natürliche Feind von Qualität und guter Arbeit. Das gilt übrigens meines Erachtens nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für Klamotten, und ja, auch für Texte, Fotos und Gestaltung.

Mahlzeit!

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