Archiv für die Kategorie ‘Werbung’

Adventsangebot: Zwei Sprachen für eine

Freitag, 25. November 2011

Ursprünglich mal eine kleine Fastenzeit und Zeit der Besinnung, ist der Advent heute zu einer Zeit des besinnungslosen Konsums verkommen. Die Supermarktgedichte des isländischen Autors Andri Snæ Magnason sind ein poetischer Kommentar zum Konsumwahn unserer globalisierten Welt. Das Buch ist ein echtes Adventsschnäppchen, denn es gibt zwei Sprachen für einen Preis. Eine Kostprobe:

Bónus: Supermarkgedichte. Quelle: www.orange-press.com

Bónus: Supermarktgedichte. Quelle: www.orange-press.com

The Naked Chef
Die Kochbücher sollten im selben
Regal stehen wie die Pornohefte
Die Leute blättern und sabbern
machen aber nie was davon in echt

Nakti kokkurinn
Matreiðslubækurnar ættu
að vera í sömu hillu og dónablöðin
Menn slefa yfir þeim en gera
aldrei neitt af þessu í alvörunni

Andri Snæ Magnason

aus: Bónus – Supermarktgedichte, zweisprachig Isländisch-Deutsch, erschienen beim Verlag orange press in Freiburg, und nur 9,99 in jeder guten Buchhandlung. Mal reinschauen

Die SZ schreibt: „Magnason schafft es völlig unangestrengt sowohl die Weltliteratur als auch die ganze isländische Geschichte zu streifen.“

Der Reklamekasper schreibt: „Magnason schafft es mit seinen kurzen, verständlichen Gedichten den Leser zu streifen – nicht wie ein Windhauch, sondern eher wie ein Linienbus. Ein Muss für jeden Gabentisch!“

Die Gedichte wurden übrigens tatsächlich als Auftragsarbeit für die isländische Supermarktkette Bónus geschrieben, und Magnason musste einen Lieferantenvertrag wie jeder Saft- oder Schinkenlieferant unterschreiben. Darin steht u.a., dass der Produzent (der Dichter) für mögliche Schäden, die durch den Genuss seiner Ware entstehen, verantwortlich ist.

Wie sagt der Isländer: Geiz Lyrik ist geil.

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Broschürenalarm in Tübingen

Dienstag, 25. Oktober 2011
Broschürenalarm in Tübingen

Broschürenalarm in Tübingen. Foto: Reklamekasper

Meine Kollegin Gabi wollte mir gestern einen besonders guten Start in die Woche gönnen und hat mir diesen kleinen Ausriss aus der hiesigen Tageszeitung mitgebracht. Da bekommen die Worte Broschüren- oder Flyeralarm eine ganz neue Bedeutung. Hat jemand schon mal erlebt, wenn sich Handwerker über fachfremde Pfuscher aufregen?

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Zielgruppe Kind: Moralisch vertretbar?

Dienstag, 27. September 2011

„Kinder im Kaufrausch“, lautet die Überschrift eines lesenswerten Artikels in der SZ vom Wochenende. Es geht um die Zielgruppe Kind und um die Tatsache, dass Markentreue schon sehr früh beginnt. Was wiederum die Experten der Werbeindustrie auf den Plan ruft, die von „moralisch vertretbarer Verhaltensbeeinflussung“ sprechen. Auf Deutsch: Kinder sollen möglichst früh und fest an den Markenhaken genommen werden.

Den ganzen Artikel lesen Sie online auf jetzt.de

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Wer macht hier süchtig?

Freitag, 26. August 2011

Kai Diekmann, Kohl-Freund und Chefredakteur von BILD, hat gerade Meedia ein großes Interview gegeben und den schönen Satz gesagt: „BILD muss süchtig machen.“ (via Perlentaucher)

Nicht gesagt hat Kai Diekmann, wie man diese Sucht therapieren soll, und ob die Krankenkassen die Kosten dafür tragen. Diekmann hat auch nicht gesagt, was das denn für Menschen sind, die ohne BILD nicht können.

Aus aktuellem Anlass, und weil’s gar so schön ist, deshalb jetzt noch mal der taz-Spot, den BILD verbieten lassen wollte.

Spot mit Suchtpotential

Noch jemand nach irgendwas süchtig? Nach guter Werbung zum Beispiel?

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Absage an den schlechten Geschmack

Mittwoch, 03. August 2011

Ja, ich weiß, beim Filmfestival in Cannes 2011 ist der letzte Vorhang längst gefallen. Trotzdem wollte ich noch schnell das offizielle Poster zeigen, das in puncto Grafik, Typographie und Fotografie nicht besser hätte sein können. So was würde ich gerne mal im B2B-Bereich sehen.

Perfekt: Offizielles Poster Cannes 2011. via www.firstshowing.net

Perfekt: Offizielles Poster Cannes 2011. via www.firstshowing.net


Danke Alex für den Tipp!

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Teuflisch gut: schwarzer Humor

Freitag, 01. Juli 2011

Dirt Devil-The Exorcist from MrPrice2U on Vimeo.

Mein Kollege Jörn schickt mir gerade diesen Link (Danke!). Spannung, Humor, Überraschung: alles drin, was gute Werbung ausmacht.

Warum gibt’s nicht mehr davon? Liegt’s an der Einfallslosigkeit der Agenturen? Liegt’s an der Mutlosigkeit der Auftraggeber? Wollen wir, die Konsumenten, mit immer dem gleichen Werbekäse ins Konsumdelirium gelangweilt werden?

Warum wird in Briefings gerne großspurig ein kreativer Big Bang gefordert und dann im Pitch ein lächerliches Mini Bängle ausgewählt? Kapiert das jemand?

Schönes Wochenende!

Ihr Reklamekasper

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Exzellent: Werbung mit aktuellem Bezug

Donnerstag, 09. Juni 2011
Google-Doodle zum Geburtstag von Les Paul. Quelle: www.google.de

Google-Doodle zum Geburtstag von Les Paul. Quelle: www.google.de

Werbung mit aktuellem Bezug, ich erzähle Ihnen da nichts Neues, wirkt vor allem deshalb, weil sie auf ein erhöhtes Aufmerksamkeitsniveau setzt. Die Ereignisse, auf die man Bezug nimmt, können da ganz unterschiedlich sein.

Ein Doodle für Les Paul
Wahre Meister auf diesem Gebiet sind die Leute bei Google, die für die sog. Doodles zuständig sind. Also das Bild oben auf der Suchseite. Heute haben sich die Kreativen dort mal wieder selbst übertroffen. Les Paul, der die Entwicklung der E-Gitarre (z. B. Gibson Les Paul) maßgeblich mitbestimmt hat, wäre heute 96 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass hat Google ein klingendes Doodle (siehe Screenshot oben) produziert. Probieren Sie’s aus, gehen Sie auf Google und zupfen Sie eine Runde.

Hier noch ein Video über Les Paul, dessen Erfindungen u.a. von Eric Clapton, Howlin Wolf gespielt wurden.

Gibt es eine Werbung mit aktuellem Bezug, die Sie besonders gut fanden?

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Geht doch: Dessous und Dylan

Montag, 23. Mai 2011

Victoria’s Secret ist eine, zumindest in den USA bekannte Wäschemarke. Bob Dylan ist ein, nicht nur in den USA bekannter Mundharmonikaspieler. Wie lange es dieses Dessouslabel schon gibt, weiß ich nicht. Aber Bob Dylan wird 70, und zwar am Dienstag, den 24. Mai. Grund genug, hier mal den Werbespot zu zeigen, den die Unterwäsche-Menschen mit dem Mundharmonikaspieler gemacht haben.


via Rolling Stone

Sehr nett ist auch dieser kleine Clip, der uns die Begegnung zwischen Dylan und den Beatles im August 1964 näher bringt:


via taz

Happy Birthday Mundharmonikaspieler!

Norbert Kraas

P.S. Mein Favorit zur Zeit: „Lily, Rosemary And The Jack Of Hearts“.
Und Ihrer?

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