Archiv für die Kategorie ‘Kultur’

Selfie-Pause für Sebastião Salgado

Dienstag, 11. November 2014

Liebe Selfie-Fans und Handy-Fotografierer,
bitte macht mal 110 Minuten Pause und schaut Euch SALZ DER ERDE an, den herausragenden Dokumentarfilm von Wim Wenders über den Foto­grafen Sebastião Salgado. Ihr werdet es nicht bereuen. Versprochen!

In Tübingen läuft der Film zur Zeit hier.
update 13.11.2014
Das aktuelle DU Magazin widmet sich ausschließlich dem großen brasilianischen Fotografen.

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Bärenpanther in Südfrankreich gesichtet?

Freitag, 03. Oktober 2014
Bärenpanther in einem Weinberg in der Nähe von Minerve im Languedoc.

Bärenpanther in einem Weinberg in der Nähe von Minerve im Languedoc.

Bärenpanther im Languedoc?
Vor fast einem Jahr wurde er letztmals im Naturpark Schönbuch bei Tübingen gesehen, der Bärenpanther. Nun sieht es so aus, als ob es sich bei dem Tier, das ein Hobby-Naturfotograf in einem Weinberg ganz in der Nähe der alten Katharersiedlung Minerve (Dep. Hérault, 43° 21′ N, 2° 45′ O) aufgenommen hat, um eben dieses Tier handeln könnte.

Dass Bärenpanther auf der Suche nach Nahrung mitunter lange Strecken zurücklegen ist bekannt, eine Distanz von rund 1000 km ist aber selbst für dieses ausdauernde Tier außergewöhnlich. Französische und deutsche Wissenschaftler sind gemeinsam dabei, den Aufnahmeort nach Haaren und Hautschuppen abzusuchen, um so Näheres über dieses außergewöhnliche Tier in Erfahrung zu bringen.

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Fallen

Dienstag, 23. September 2014

Sir, es war Zeit für einen schönen Sommer.
Setzen Sie einen Schatten auf
Sie können loszuwerden, die Wind und Gras.

Nachfrage für ganze Früchte;
Zwei Tage in den Süden
Anreize und darüber hinaus
Schwere Süße des Weines.

Jetzt sind die Menschen nicht tun, ist dies nicht das Haus.
Wer jetzt so lange allein gelassen,
Es lesen, schreiben, betrachten, langen Brief,
Fahrbahn wieder umherziehend weht,
hinterlässt keine Rückstände.

Auch Kunst: die blaue Hortensie in poartistischer Verfremdung

Herr, es ist Zeit – für was Neues
Heute ist Herbstanfang und damit eigentlich Zeit, das übliche Rilke-Gedicht zu posten. Herr, es ist Zeit, wer jetzt kein Haus hat… Sie wissen schon. So ergreifend und passend die Verse des großen deutschen Lyrikers sind, so überstrapaziert sind sie angesichts tausend­facher Verwendung in Blogs und auf romanti­schen Postkarten rund um die Welt.

Rilke reloaded
Was passiert eigentlich, so fragten wir uns, wenn man den alten Rilke quer durch die neuen Medien jagt und ihn dabei bewusst verfremden lässt? Und wer, so fuhren wir fort uns zu fragen, wäre für Verfremdung besser geeignet als der so selbstbewusst auftretende Google-Übersetzer, der so viele Sprachen zu beherrschen vorgibt, und doch Übersetzungen fabriziert, die keine Ähnlichkeit mehr mit dem Original haben? Man kennt das Ergebnis aus Bedienungsanleitungen vorwiegend asiatischer Produk­te im Stile von: „Slippel A kaum abbiegen und verklappen in Gegenstippel B fuer Illumination von GWK 9091“ (Aus der Gebrauchsanweisung für eine japanische Weihnachtskerze).

Was man nicht versteht, ist Kunst
Diese wunderbar sinnlose Eigenschaft des Google-Translators haben wir genutzt, um Rilkes Herbsttag kreuz und quer durch alle Sprachen zu schicken. Irgendwo auf dem Weg muss der Sinn verloren gegangen sein, denn als wir unser Werk wieder ins Deutsche transformierten, war nur noch fragmentarisch das Thema des Gedichtes zu erahnen. Herausge­kommen ist ein wundervoll dadaistisches Werk, das in kunstvollen Syntaxverdrehungen den Sinn der modernen Welt in Frage stellt und schlussendlich nicht vor subtiler Konsumkritik zurückschreckt. Kunst eben.

Viel Vergnügen mit dem neuen Herbsttag und eine schöne goldene Jahreszeit wünscht der Reklamekasper.

Ach ja, wenn hier jemand poetisch kommentieren möchte (Endreim, Stabreim, freier Vers, Haiku, wie auch immer) nur zu! Wir sind gespannt!

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Lesen bildet

Freitag, 05. September 2014

Ein netter Spot von IKEA, deren Werbefilme ja meistens gut sind. Und das Schöne an diesem Buch ist, es gibt ein Regal dazu. Wie heißt das noch gleich?

Als Buch fürs Wochenende empfehle ich allerdings nicht das da oben, sondern Robert Seethalers „Ein ganzes Leben“. Poetischer kann man ein einfaches, bewegendes Leben nicht erzählen. Erschienen bei Hanser Berlin, ISBN 978-3-446-24645-4.

Seethalers Buch ist eine wunderbare literarische Meditation.

Viel Freude damit!

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Der Ball ist rund und nicht essbar

Mittwoch, 04. Juni 2014
Creator or Rights owner unknown. via @JonasStricker @Footy_Jokes @alex_ruehle

Creator or rights owner unknown. via @JonasStricker @Footy_Jokes @alex_ruehle

Schöner Kommentar zur Fußball-WM!

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Was wirklich wichtig ist

Freitag, 16. Mai 2014

Gesehen in Stuttgart in der Nähe des Hauses der Wirtschaft.
…und dann gibt’s da noch die wirklich wichtigen Termine!

Schönes Wochenende!

P.S. Für Panini-Sammler, die nicht in jede Vorstandssitzung und jeden Stuhlkreis ihr kom­plettes Album mitschleppen wollen, bietet Johnny Haeusler vom Spree­blick ein extrem nützliches pdf mit allen Nummern zum Abhaken an.
Download hier.

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Ausstellung: Plastiken von Karl Poralla in Ammerbuch-Breitenholz

Dienstag, 29. April 2014
„Gehalten‟ · Eisenplastik von Karl Poralla, Ammerbuch-Entringen

„Gehalten‟ · Eisenplastik von Karl Poralla, Ammerbuch-Entringen

Ende Januar hatte ich Ihnen den Entringer Künstler Karl Poralla hier im Blog vorgestellt. Nun stellt Karl Poralla einen Teil seiner Arbeiten in der Art-Road-Way Kunstschule von Bettina Baur und Frederick Bunsen in Ammerbuch-Breitenholz aus. Der Einfachheit halber, und weil er gut geschrieben ist, zitiere ich hier den Einladungstext von Frederick Bunsen, der auch auf das Serendipity-Prinzip von Horace Walpole Bezug nimmt.

„Gehalten‟ · Eisenplastik von Karl Poralla, Ammerbuch-Entringen (Detail)

„Gehalten‟ · Eisenplastik von Karl Poralla, Ammerbuch-Entringen (Detail)

„Fundstücke, Ready-Mades, Assemblagen aus Stahl“
Die Plastiken, überwiegend aus Eisen, von Karl Poralla rufen in Erinnerung, welchen wichtigen Stellenwert der Zufall in der Kunst einnimmt. Dass irgendetwas er­kannt wird, was zuvor nicht gese­hen wurde, spricht für den Moment des Entdeckens bzw. des Zufalls. Dass auch selektiert wird, zeigt, dass Fundstücke auch wieder verworfen werden können, bevor sie in den künstlerischen Prozess eingebunden werden. Die Ästhetik von Porallas Arbeit ist geprägt von einem Dualismus, der eine Reaktion auf die industrielle Beschaffenheit seiner Fundstücke ist. Alles gehört zum Spiel des Schöpfens und ist eine Erfüllung für den, der das Spiel ernsthaft aufnimmt. Dies beweisen die Plastiken von Karl Poralla. (Frederick D. Bunsen)

Vernissage mit Kunst und Kaffee
Die Ausstellung wird am kommenden Sonntag, den 4. Mai um 14.00 Uhr beim fast schon legendären Kaffeetreff der Kunstschule am Schön­buch eröffnet. Der Besuch lohnt sich übrigens nicht nur wegen der anre­genden Plastiken von Karl Poralla, sondern auch wegen der Musik und der kulinarischen Köstlichkeiten, die die Besucher erwarten.

Vernissage: Sonntag, 4. Mai 2014, 14.00 bis 17.00 Uhr
Besichtigung: bis 23. Mai jeden Freitag von 15.00 bis 18.00 Uhr und nach Vereinbarung
Adresse: Art-Road-Way Kunstschule am Schönbuch, Raiffeisenstraße 1-3, 72119 Ammerbuch-Breitenholz

Gute Unterhaltung!

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Ausstellung: Martin Maria Strohmayer in Tübingen

Dienstag, 29. April 2014
Ein Monsterbutt? Sehen Sie selbst in der Galerie Dalmau vom 2. bis 13. Mai 2014

Ein Monsterbutt? Sehen Sie selbst in der Galerie Dalmau vom 2. bis 13. Mai 2014

Ein riesiger Butt, der sich von links nach rechts durchfrisst. Diese Asso­ziation kam mir spontan, als ich die Einladung zur Martin Maria Stroh­mayers Ausstellung in der Galerie Dalmau bekommen habe. Am 2. Mai um 19.00 Uhr ist Vernissage, zu sehen sind die Arbeiten des 1967 in Illertissen geborenen Künstlers, der jetzt in Tübingen lebt und arbeitet, bis 13. Mai 2014.

Galerie Dalmau, Bachgasse 24, Tübingen
Öffnungszeiten: Mo-Fr 15-19, Sa 11-14.
www.galerie-dalmau.de

Was sehen Sie da oben?

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Ausstellung: Comic! Jetzt! Neu!

Montag, 07. April 2014

Kennen Sie DER ROTE KORSAR, diese wunderbaren Comics, die seit 1959 junge und alter Comicfans begeistern und heute nur noch als Reprint oder im Antiquariat zu finden sind? Wenn Sie Freude an gut gezeichneten Comics haben, sollten Sie da mal einen Blick drauf werfen. Und wenn Sie sich mit den neuesten künstlerischen Positionen im Comic auseinander­setzen wollen, dann können Sie dies ab dem 12.4.2014 im Tübinger Künstlerbund tun.

Comic! Jetzt! Neu! Screenshot: http://www.kuenstlerbund-tuebingen.de/

Comic! Jetzt! Neu! Screenshot: www.kuenstlerbund-tuebingen.de/

Die von Ava Smitmans und Carola Dewor kuratierte Ausstellung zeigt zwei arrivierte Künstlerinnen und zwei Nachwuchskünstler mit aktuellen Arbeiten in einem Genre, das ein Scharnier zwischen Literatur und Kunst darstellt. Leider ist nicht wenigen Menschen (darunter schon mal Kunst- und Literaturkritiker mit hochgezogenen Augenbrauen) der neugierig-offene Blick auf dieses Genre von den eigenen Vorurteilen verstellt.

Die Ausstellung ist bis zum 10.5.2014 in der Tübinger Metzgergasse 3 zu sehen. Detailinfos gibts hier.

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Friends for stamps, oder als die Marken tanzen lernten

Mittwoch, 02. April 2014

Collection 2 from Dawn Smit on Vimeo.

via Kristin. Danke!

Jetzt sage noch eine oder einer, Briefmarken seien nur was für schlur­fende Filzpantoffel-Nerds.

Am kommenden Sonntag, den 6. April 2014 ist übrigens Brief­marken-Tauschtag in Dettenhausen (bei Tübingen) im Bürgerhaus. Ab 11.00 Uhr.

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