Archiv für die Kategorie ‘Kultur’

Ausstellung: Comic! Jetzt! Neu!

Montag, 07. April 2014

Kennen Sie DER ROTE KORSAR, diese wunderbaren Comics, die seit 1959 junge und alter Comicfans begeistern und heute nur noch als Reprint oder im Antiquariat zu finden sind? Wenn Sie Freude an gut gezeichneten Comics haben, sollten Sie da mal einen Blick drauf werfen. Und wenn Sie sich mit den neuesten künstlerischen Positionen im Comic auseinander­setzen wollen, dann können Sie dies ab dem 12.4.2014 im Tübinger Künstlerbund tun.

Comic! Jetzt! Neu! Screenshot: http://www.kuenstlerbund-tuebingen.de/

Comic! Jetzt! Neu! Screenshot: www.kuenstlerbund-tuebingen.de/

Die von Ava Smitmans und Carola Dewor kuratierte Ausstellung zeigt zwei arrivierte Künstlerinnen und zwei Nachwuchskünstler mit aktuellen Arbeiten in einem Genre, das ein Scharnier zwischen Literatur und Kunst darstellt. Leider ist nicht wenigen Menschen (darunter schon mal Kunst- und Literaturkritiker mit hochgezogenen Augenbrauen) der neugierig-offene Blick auf dieses Genre von den eigenen Vorurteilen verstellt.

Die Ausstellung ist bis zum 10.5.2014 in der Tübinger Metzgergasse 3 zu sehen. Detailinfos gibts hier.

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Friends for stamps, oder als die Marken tanzen lernten

Mittwoch, 02. April 2014

Collection 2 from Dawn Smit on Vimeo.

via Kristin. Danke!

Jetzt sage noch eine oder einer, Briefmarken seien nur was für schlur­fende Filzpantoffel-Nerds.

Am kommenden Sonntag, den 6. April 2014 ist übrigens Brief­marken-Tauschtag in Dettenhausen (bei Tübingen) im Bürgerhaus. Ab 11.00 Uhr.

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Friends for Stamps, oder Briefmarken sind cool

Freitag, 28. Februar 2014


via Kristin. Danke.

Die Kolumnistin Annie Murphy Paul schreibt u.a. für Time Magazine, New York Times Book Review und Slate und fordert in einem aktuellen Beitrag auf ihrem Blog, dass wir unseren Kinder wieder beibringen, sich zu kon­zentieren.

Wie wäre es da mit, nein bitte nicht gleich wegklicken, Briefmarken sam­meln? Ich weiß, ich weiß: Manche Briefmarkensammler haben das Zeug zum filmtauglichen Nerd, wie man da oben sieht. Aber es geht auch anders.

Gezackte Kunstwerke
Briefmarken sind kleine gezackte Kunstwerke, die Kindern und ihren Eltern ganze Welten auf wenigen Quadratzentimetern eröffnen. Wer Briefmarken sammelt, und es müssen keine teuren Investitionsobjekte sein, begibt sich auf eine spannende Reise, deren Sehnsuchts- oder Erinnerungsroute auch durch den glücklichen Zufall des Findens bestimmt wird.

Und ja, es beruhigt, ohne langweilig zu sein. Ausprobieren…

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”Everyday in life is beautiful!“

Montag, 24. Februar 2014

110 Jahre alt wurde Alice Herz-Sommer, die älteste Holocaust-Überlebende, die jetzt in London gestorben ist. Der Trailer stammt aus dem Dokumentarfilm The Lady in Number 6, der für einen Oscar nominiert ist. Das Leben der Pianistin war die Musik, und die hat ihr auch während der Zeit im Konzentrationslager Kraft und Mut gegeben.
via Spiegel Online

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„Schäkelei“ von Karl Poralla

Mittwoch, 22. Januar 2014

„Schäkelei“. Eisen-Collage von Karl Poralla. Höhe 13 cm.

„Schäkelei“. Eisen-Collage von Karl Poralla. Höhe 13 cm.

Es gibt Menschen, die bei Urlaub im Süden als erstes an farbenfrohe, pittoreske Märkte denken, die gerne die Cover der Reisemagazine zieren. Es gibt aber auch Menschen, die in südlichen Gefilden am liebsten auf Schrottplätzen rumstöbern, die es eher weniger auf irgendwelche Titel­seiten schaffen.

Karl Poralla in seinem Garten.Der Entringer Künst­ler Karl Poralla ist so einer, der sich auch von vierbeinigen, strup­pigen Schrott­platz-Wäch­tern nicht abhalten lässt, zwischen rostigen Ölfässern und alten Autos nach wert­vollem Rohmaterial für seine Eisen­skulpturen zu suchen. Zu Hause im Ammertal lagern die Fundstücke in der Werkstatt des emeri­tierten Mikro­biologie-Professors, bis eine passende Konzeption für eine neue Eisenskulptur herangereift ist. Dann wird das Roh­mate­rial, zum Beispiel angerostete Kuhmäuler (Schäkel), ausgewählt, vorbereitet, gerei­nigt, immer wieder kombiniert und schließlich geschweißt.

Über 40 Jahre dauert die Eisenzeit in Entringen nun schon an, und immer wieder ent­stan­den und entstehen neue, eigentümlich-schöne Skulpturen aus Eisen, die den Betrachter zum Nachdenken anregen. Einige dieser Eisenskulpturen und noch andere Kunstwerke von Karl Poralla stehen in seinem Garten und können dort nach vorheriger Terminabsprache gerne besichtigt werden. Es lohnt sich!

Paradies für Eisenkünstler: Schrottplatz in Argilliers im Languedoc.

Worte aus Eisen
im südlichen Morgenlicht –
wer sie verstünde.

Karl Poralla gewidmet

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„Fileroom“ – erschreckend schöner Fotoband
von Dayanita Singh

Montag, 16. Dezember 2013

Wer rettet diese Dokumente? Foto aus dem besprochenen Fotoband. © Dayanita Singh

Wer rettet diese Dokumente? Foto: © Dayanita Singh

Gedächtnis in Gefahr
Wer die Vergangenheit nicht kennt, hat es auch mit der Gegenwart und Zukunft nicht leicht. Dies gilt für Menschen ebenso wie für Organisationen und Nationen. Nicht ohne Grund werden Archive auch das Gedächtnis der Menschheit genannt. Archivarinnen und Archivare sind die Hüter dieses Gedächtnisses. Was aber, wenn dieses immense Wissen, das in den Archiven lagert, dem Verfall und dem Vergessen entgegendämmert und die Archivare in ihrem einsamen Kampf keinerlei Unterstützung erfahren.

Alptraum Archiv? Foto aus dem besprochenen Fotoband. © Dayanita Singh

Alptraum Archiv? Foto: © Dayanita Singh

Die indische Künstlerin und Foto­grafin Dayanita Singh, deren Fotos in diesem Jahr im deut­schen Pavillon der Biennale von Venedig ausgestellt wurden, foto­grafiert seit vielen Jahren die Archive von Behörden, Gerichten und anderen offiziellen Ein­rich­tungen in Indien. Singh zeigt uns in er­schreckend schönen, analog auf­genommenen Schwarz­weiß-Fotos den Zustand vieler indischer Archive. Das Buch „Fileroom“ mit Fotografien, einem Essay und einem Interview mit der Künstlerin ist bei Steidl in Göttingen (ISBN 9783869305424) erschienen und kostet 30 Euro. Der Leineneinband ist in zehn verschiedenen Farben erhältlich. Nähere Informationen finden Sie hier.

Ein schönes Weihnachtsgeschenk, nicht nur für Archivarinnen und Archivare.

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Der beschte Adventskalender – oder nix

Mittwoch, 04. Dezember 2013

Ein Klassiker: Der ce-print Adventskalender.

Ein Klassiker: Der ce-print Adventskalender.


Das beschte oder nix, mit diesem einfallsreichen Slogan wirbt ja be­kan­nter­maßen eine schwäbische Autofabrik für ihre Produkte, die man jetzt auch übers Internet kaufen kann; bald vielleicht sogar bei Amazon und aus­ge­lie­fert via Drohne. Aus eigener Erfahrung darf ich sagen, dass es bei den be­stern­ten beschten Produkten nicht immer zum Beschten stand. Aber das ist eine andere Adventsgeschichte.

Heute wollen wir den beschten Adventskalender aller Zeiten von der schwäbischen Familiendruckerei Enssle aus Metzingen loben. Jedes Jahr nämlich, wenn der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt treibt, stellen uns die Enssles eine durchnummerierte Kiste Bionade in die Agenturküche, die wir dann von 1 bis 24 genießen – falls meine Tochter nicht wieder mal am 29.11. die Nummer 4 getrunken hat.

Wir sagen Danke für diesen flüssigen Gruß und auch dafür, dass bei der Druckerei Enssle Tippfehler und falsche Überfüllungen noch auf der Maschine entdeckt werden.

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Krawehl! Krawehl!

Dienstag, 12. November 2013

„Zu Beginn werde ich 22 Gedichte aus dem Zyklus ‚Abschied‘ lesen. Dann acht Balladen aus meiner frühen Schaffensperiode, gefolgt von der Sonetten-Sammlung ‚Die 12 Monate‘. Hierauf drei Kapitel aus dem Roman ‚Pedokles‘ und zum Schluss ein Trauerspiel in drei Akten mit dem Titel ‚Goethe in Halberstadt‘. Dann haben wir Gelegenheit, miteinander zu sprechen…“

Happy Birthday, Vicco von Bülow!

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Was sieht das Tier? Eine kleine Ausstellung

Freitag, 13. September 2013

Truthahn_Dinde_Foto_Norbert_Kraas

Über dem Abgrund
des Nicht-Verstehens
treffen sich Blicke.

Was sehen wir, wenn wir ein Tier anschauen, und was sieht das Tier, wenn es uns anschaut?

Wenn Sie sich dazu Gedanken in der anregenden Atmosphäre eines italienischen Stehcafés machen möchten, können Sie dies ab heute im Piccolo Sole d’Oro in Tübingen tun. Bis Mitte November zeigt Norbert Kraas dort neun Schwarzweiß-Fotografien bei Michele Abbonizio in der Tübinger Metzgergasse 39.

Alle, die nicht wissen, wo das Piccolo Sole d’Ore ist, klicken hier.

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Eine Deutschlandreise ins Hinterland

Mittwoch, 11. September 2013
muschi_jess jochimsen

So sieht’s aus, draußen im Land. Foto aus dem besprochenen Buch.

Es ist Wahlkampf, da reden Politprofis gerne mal von den Menschen drau­ßen im Land. Gemeint sind dann die echten Menschen, die weit weg sind von der großen Blase unter der Reichstagskuppel. Menschen, die mit denen auf den einfallslosen Wahlplakaten nicht unbedingt viel zu tun ha­ben. Höchste Zeit kurz vor der Wahl für einen genauen Blick auf unser Land.

Der Autor und Kabarettist Jess Jochimsen, 1970 in München geboren, hat dies für uns uns getan. Jochimsen ist mehrfach begabt: er schreibt, er moderiert, er macht Kabarett, und er fotografiert mit gena­zino­haf­tem Blick öde Orte und selt­same Dinge. 140 seiner Fotografien hat er in einem gut gestal­te­ten Buch mit dem schönen Titel „DANEBENLEBEN“ veröffentlicht. Zu den sehens­wer­ten Fotos hat Jochimsen noch ein paar lesenswerte Kurzgeschichten geschrieben.

Dieses Buch ist ein Muss für alle, denen dieses Land am Herzen liegt. Ich bin sicher, die Schlapphutträger in Pullach, Washington und London haben DANEBENLEBEN längst auf ihren Schreibtischen, weil sie wissen wollen, was wirklich läuft im deutschen Hinterland.

Hier geht’s zum Buchbestellung.
Hier geht’s zur Homepage von Jess Jochimsen.
Noch mehr Fotos aus dem Hinterland.

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