Archiv für die Kategorie ‘Internet’

Datenschutz mag keine Like-Buttons

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Ich weiß, es ist kurz vor Weihnachten, und Milliarden Facebook-Friends werden sich in ein paar Tagen mit feuchten Augen vor ihren Facebook-Krippen versammeln und den Finger nicht mehr vom Like-Button nehmen. Und genau dazu gibt es ein paar interessante Informationen:

Vladimir Simovic, Programmierer und Autor div. Bücher über WordPress, bringt in seinem lesenswerten Blog dankenswerterweise ein paar aktuelle Informationen zum Stand der Datenschutzproblematik bei den sog. Like-Buttons von Facebook und Konsorten. Simovic zitiert u.a. den Düsseldorfer Kreis zum Datenschutz in Sozialen Netzwerken mit folgenden Worten:

„Das direkte Einbinden von Social Plugins, beispielsweise von Facebook, Google+ oder Twitter, in Websites deutscher Anbieter, [...] ist ohne hinreichende Information der Internetnutzerinnen und -nutzer und ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, die Datenübertragung zu unterbinden, unzulässig.“ (Quelle: via www.perun.net)

Also, wen’s interessiert, hier ein paar Links zum Thema:
http://www.perun.net/2011/12/10/buttons-von-facebook-co-sind-datenschutzwidrig/

http://www.perun.net/2011/12/15/facebook-twitter-google-statische-buttons-im-eigenbau/

http://www.dr-bahr.com/news/duesseldorfer-kreis-like-button-von-facebook-co-datenschutzwidrig.html

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Aphorismus des Tages (des Jahres?)

Dienstag, 06. Dezember 2011

Zitat des Tages: sechsdreinuller. Quelle: http://twitter.com/#!/sechsdreinuller/status/143716561914572802

Quelle: sechsdreinuller. via http://twitter.com/#!/sechsdreinuller/status/143716561914572802


via sechsdreinuller
Hätte man nicht besser formulieren können. Chapeau!

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Capital: Elite meidet Facebook & Co.

Mittwoch, 16. November 2011

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat im „Capital-Elite-Panel“ 519 Top-Entscheider aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zu sozialen Netzwerken befragt. Ergebnis: 72 Prozent nutzen weder Xing, LinkedIn noch Facebook. Nur 28 Prozent sind in einem der großen sozialen Netzwerke aktiv. Nachzulesen ist das alles in „Capital“ (12/2011). Zur Originalpressemeldung des G+J-Verlags geht’s hier.

Wer sich mit dem Begriffspaar Elite und Masse näher auseinandersetzen will, dem sei der spanische Philosoph und Schriftsteller Ortega y Gasset (1883 – 1955) mit seinem Buch „Der Aufstand der Massen“ empfohlen. Im „Buch der 1000 Bücher“ steht dazu u.a.:

„Dem ordinären Massenmenschen, »der die Unverfrorenheit besitzt, für das Recht der Gewöhnlichkeit einzutreten und es überall durchzusetzen«, stellt Ortega den Asketen gegenüber, der innerhalb der Masse die Elite bildet. Während diese viel von sich fordert, fordert der sich der Masse als zugehörig definierende Mensch von sich gar nichts: Er ist und sieht sich als »Durchschnittsmensch«.“ Die zunehmende Mediokrität durch Vermassung zerstöre, so Ortega, die ursprünglich aristokratische Natur der menschlichen Gesellschaft.“ (Quelle/Copyright: Das Buch der 1000 Bücher, Harenberg Verlag, via Amazon.de)

Inwiefern leistet das Internet, und dort vor allem die sozialen Netzwerke, einer gesellschaftlichen Mittelmäßigkeit Vorschub? Was hätte Ortega wohl dazu gesagt?

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1000 Fans zu verschenken

Freitag, 11. November 2011

Dieses tolle Angebot flattert mir gerade ins Postfach. Gibt’s eigentlich Payback-Punkte, wenn man Fans in großen Mengen kauft?

Facebook Fans verschenken

Facebook Fans verschenken. Screenshot: Kraas & Lachmann

„Es gibt zwei Arten von Freunden: Die einen sind käuflich, die anderen sind unbezahlbar.“ (Verfasser unbekannt)

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Die wollen nur spielen

Samstag, 05. November 2011

„Mensch, stellt Euch nicht so an wegen der paar Daten, das Internet weiß doch eh alles.“ So oder so ähnlich säuseln es uns die Digital Natives permanent und mit leicht genervtem Unterton ins Ohr. Und überhaupt: „Facebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen.“ (Quelle: Facebook)

Also, alles ganz harmlos, die wollen nur spielen – mit unseren Daten. Wie das ablaufen kann, zeigt uns die taz in einem kleinen Info-Video:

Früher hat man die Kinder davor gewarnt, dem fremden Onkel, der einen auf dem Schulweg ansprechen könnte, zu sagen, wie man heißt, oder wo man wohnt, oder gar zu ihm ins Auto zu steigen. Warum nur verraten wir eigentlich dem Onkel Mark und seinen Kollegen alles?

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Duftarchiv bald bei Facebook?

Freitag, 28. Oktober 2011

Im Cicero schreibt Woody Mues einen lesenswerten Artikel über die Datenkrake Facebook und deren eigenwillige Vorstellung von Transparenz. Nach der Lektüre dieses Artikel ist es meines Erachtens nur noch eine Frage der Zeit, bis Mr. Zuckerberg ein Duftarchiv seiner Nutzer anlegt, vielleicht in Verbindung mit einem süßen Riecht-gut-Button.

Zum Artikel „Gläserne Nutzer, nebulöser Konzern“.

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Leuchttürme im Social-Media-Sumpf

Dienstag, 11. Oktober 2011

update 12.10.2011
Alex schickt mir einen interessanten Link zum Thema: Robert Basic schreibt in seinem Blog: „Loser networken, Winner bloggen.“ Provokante These, höchst interessanter Post. Beitrag lesen: hier.

„Weblogs als Fels in der Brandung der Social Networks“, so titelt Vladimir Simovic einen lesenswerten Artikel. Zum Beitrag geht’s hier.

Mir sagte vor zwei Wochen ein Kunde aus dem Bereich Maschinenbau, dass Facebook von seinen Kunden, auch in den USA, eher als Kinderkram, ergo als nicht relevant angesehen wird.

Wie sehen Sie das?

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Was ist ein Staatstrojaner?

Montag, 10. Oktober 2011

Der Staatstrojaner in 3½ Minuten from Alexander Svensson on Vimeo.

Ein Versuch, anschaulich zu machen, was der CCC herausgefunden hat (http://ccc.de/de/updates/2011/staatstrojaner) und warum das brisant ist.

Musik: Mindthings – Spring

Quelle: Wortfeld · via Der Feuilletonist

P.S. Wenn das Schliemann noch erlebt hätte.

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Der Büroklammer-Gefällt-mir-Button

Montag, 29. August 2011
Stilleben mit einer Büroklammer. Foto: Kraas & Lachmann.

Stilleben mit eineinhalb Büroklammern. Foto: Kraas & Lachmann.

Kennen Sie das? Immer wenn Sie was ausdrucken wollen, ist kein Papier mehr in der Kiste, und immer wenn Sie ‘ne Büroklammer brauchen, ist keine in Reichweite. Mir passiert das ständig.

Woran das liegt, hat mir gerade mein Kollege Jörn ganz freundlich und völlig ohne Ironie erklärt. Er meint, ich hätte ja schließlich nirgendwo den Büroklammer-Gefällt-mir-Button gedrückt. Na dann.

Welche Folgen die Digitalisierung und die sog. Sozialen Netzwerke sonst noch haben (können), dazu gibt’s heute ein Interview in der Süddeutschen mit der US-Soziologin Sherry Turkle vom Massachusetts Institute of Technology.

Zum Interview hier klicken.
Mehr von Sherry Turkle im Reklamekasper hier.

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Asoziale Netzwerke?

Dienstag, 02. August 2011

„Facebook und Twitter haben eine Generation von Selbst-Besessenen geschaffen, die nur zu kurzen Momenten der Aufmerksamkeit fähig sind und wie Kleinkinder ständig Rückmeldung einfordern.“

Dieses Statement stammt von der Hirnforscherin Susan Greenfield von der Universität Oxford. Den gesamten Text mit der schönen Überschrift „Facebook macht kindisch“ können Sie hier lesen. (via Perlentaucher, Quelle: Pressetext.com)

Posten bis der Arzt kommt. So könnte man den netten Blogbeitrag von Harald Taglinger auf Heise überrschreiben. Den Originalbeitrag lesen Sie hier. (via Perlentaucher, Quelle: Heise.de)

Die Folgen der sich laufend verkürzenden Aufmerksamkeitsspanne und dieser zunehmenden Infantilisierung unserer Gesellschaft schlagen sich auch in der Werbekommunikation nieder.

Also bitte: Bloß keine langen, intelligenten Texte mehr und auf keinen Fall anspruchsvolle Stilmittel in Wort und Bild.

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