Archiv für die Kategorie ‘Design’

Ein Rettungsschirm für einen Tag: Infografik

Dienstag, 12. Juli 2011

Ich mache mir mittlerweile ernsthafte Sorgen um die Schirmindustrie. Die hat nämlich echte Konkurrenz bekommen. Was da so an großen und kleinen Rettungsschirmen ständig und überall aufgespannt wird, erstaunlich. Aber wer haftet eigentlich, wenn der Sturm so groß wird, dass der Schirm zerfetzt gen Himmel fliegt?

Infografik zur Eurozone. Screenshot. Quelle: FTD · http://www.ftd.de

Infografik zur Eurozone. Screenshot. Quelle: FTD · http://www.ftd.de

Screenshot von FTD. Original gibt’s hier.

Eine gute Infografik zur Zahlungsfähigkeit der Eurozone bietet die Financial Times Deutchland online. Da lassen sich einzelne Länder miteinander vergleichen, je nachdem fühlt man sich besser oder schlechter. Probieren Sie’s aus: hier klicken.

Cover: Ein Regenschirm für diesen Tag. Wilhelm Genazino. Quelle: www.hanser.de

Cover: Ein Regenschirm für diesen Tag. Wilhelm Genazino. Quelle: www.hanser.de

Aber jetzt noch kurz ein Buchtipp zum Thema. Über Wilhelm Genazinos Roman „Ein Regenschirm für diesen Tag“ schrieb die Kritikerin Andrea Köhler in der Neuen Zürcher u.a.: „Dieser Roman über ein friedlich scheiterndes «Ablenkungsleben» ist ein Buch für Leser, die «eine Trennung vom Leben wegen erwiesener Geringfügigkeit» nicht bloss andern empfehlen würden, Menschen, die zuweilen auch das Gefühl haben, dass ihr Leben ein lang gezogener Regentag ist und «ihr Körper der Regenschirm für diesen Tag.»“ (NZZ)

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Du und Ai Weiwei

Mittwoch, 01. Juni 2011
Titel „Du Magazin“ Juni 2011. Quelle: http://www.du-magazin.com/

Titel „Du Magazin“ Juni 2011. Quelle: http://www.du-magazin.com/

Wer hat Angst vor Ai Weiwei?
Das immer wieder lesenswerte, und auch grafisch sehr gut gemachte Schweizer Kulturmagazin Du widmet seine Juni-Ausgabe Ai Weiwei. Das Heft war bereits vor Ai Weiweis Verschwinden in Planung und bringt uns den Künstler und seine Arbeiten eindrucksvoll näher. Du gibt’s in jedem guten Kiosk oder hier. Interessant auch die 8 Punkte zur Beachtung von Mao Tse-Tung auf dem Magazin-Cover. Punkt 8 lautet: Misshandle nicht Gefangene.


via: Daily Telegraph UK.

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Kurt Weidemann ist gestorben

Dienstag, 05. April 2011
Kurt Weidemann 1922 – 2011. Foto: Felix von Pless, all rights reserved.

Kurt Weidemann 1922 – 2011. Foto: Felix von Pless, all rights reserved.

Kurt Weidemann, der große Gestalter und Typograph, ist letzten Mittwoch, am 30. März in Sélestat im Elsaß gestorben. Unsere Reklamewelt, um das mal etwas salopp zu formulieren, verliert damit nicht nur einen großen Schriftengestalter und Graphiker, sondern einen Menschen, der – nicht nur in graphischen Belangen – eine klare Haltung hatte und dazu den Mut, diese Haltung zu vertreten. Auf sein Konto gehen zahlreiche prägende Erscheinungsbilder, die die meisten von uns im Kopf haben: DB, Porsche, Zeiss, Shell um nur ein paar zu nennen.

„Mittelmaß engagiert Mittelmaß,
züchtet Mittelmaß, versinkt im Mittelmaß.“ Von und über Kurt Weidemann gibt es viel Lesens- und Sehenswertes und viele gute Zitate wie dieses über das Mittelmaß, das uns ja alle quält, und vor dem wir alle nicht gefeit sind.

Wer beruflich mit Kommunikation zu tun hat, sei es auf Agenturseite oder auf Kundenseite, dem sei die Beschäftigung mit Kurt Weidemann auf jeden Fall geraten. Hier ein paar Lesetipps:

1. Nachruf auf Kurt Weidemann in der Stuttgarter Zeitung
2. Der Typograf, der aus der Kälte kam. mediaworld 19.10.2010.
3. Wo der Buchstabe das Wort führt. Ein Standardwerk.
4. Worte und Werte. Gedanken und Zitate.
5. Zehn Thesen zur Typographie.
6. König und Narr. Buch und DVD. Unbedingt sehenswert!

Kurt Weidemann live (via Designtagebuch)

KURT WEIDEMANN @ The Table of Free Voices from Mindpirates e.V. on Vimeo.

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Typographie am Dienstag

Dienstag, 29. März 2011

Bisweilen hat man ja den Eindruck, es gäbe nur eine einzige Schrift auf der Welt. „Nehmen Sie einfach die Arial, die hat doch jeder PC“, lautet der Satz, der Gestalter und Typographen in den Wahnsinn zu treiben vermag.

Was man mit Schriften alles anstellen kann, und was eine Schrift ausmacht, zeigen die beiden kurzen Videos. Viel Vergnügen!


Quelle: http://www.youtube.com/user/graphkzr1234


Quelle: http://www.youtube.com/user/gas01ine

Ihre Lieblingsschrift?

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Help Japan: Designer helfen

Mittwoch, 16. März 2011

Wie Page online gerade berichtet, engagieren sich u.a. auch bekannte Designer für die Opfer der Katastrophe in Japan. Drei Beispiele:

Help Japan. Copyright James White: http://blog.signalnoise.com

Help Japan. Copyright James White · http://blog.signalnoise.com

Dieses Plakat kann hier erworben werden, ist jedoch z.Zt. leider ausverkauft. Der Erlös geht an die Opfer in Japan.

Help Japan. Copyright Rabban Ruddigkeit · www.create-berlin.de/article_a-78-HELP+JAPAN_de.html

Help Japan. Copyright Rabban Ruddigkeit · www.create-berlin.de/article_a-78-HELP+JAPAN_de.html

Dieses Plakat kann hier erworben werden. Der Erlös geht an die Opfer in Japan.

Help Japan von Max Erdenberger · http://wkstudio.bigcartel.com/pages/japan-relief

Help Japan. Copyright Max Erdenberger · http://wkstudio.bigcartel.com/pages/japan-relief

Diese Plakat kann bei Wieden & Kennedy erworben werden. Der Erlös geht an die Opfer in Japan.

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Politik fordert Kreativität, Mittelstand ist kreativ

Montag, 07. März 2011

Politiker reden, Mittelständler handeln
Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat vor der CeBIT 2011 mehr Kreativität von deutschen IT-Unternehmen gefordert. Die großen Ideen in diesem Bereich kämen meist aus den USA, so Aigner unter anderem.

Der neu zeta von Zeutschel. Schöner kann man nicht scannen. Besser auch nicht.

zeta von Zeutschel. Schöner kann man nicht scannen. Besser auch nicht.

Schade, dass Frau Aigner nicht auf dem CeBIT-Stand von Zeutschel war. Da hätte Sie sehen können, wie ein schwäbischer Weltmarktführer den Standard beim Scannen mal kurz dramatisch angehoben hat. zeta heißt der neue Buchkopierer/Scanner, und er kommt so leicht und schön daher, dass man tatsächlich meinen könnte, ein paar Entwickler aus Cupertino hätten die Finger im Spiel gehabt. Haben sie aber nicht.

Durchdachtes Produkt, durchdachte Kommunikation
Die Kommunikationskampagne zur Markteinführung durften wir für Zeutschel entwickeln und umsetzen; für PR ist Jürgen Neitzel zuständig, den Messestand hat das Büro Rennings gebaut. Unten sehen Sie einige der Maßnahmen zur Markteinführung des neuen zeta: von der Namensfindung bis hin zum Design des Messestands.

Der neue zeta hat auf der CeBIT in Hannover eingeschlagen, Besucher und Fachpresse waren äußerst neugierig und sehr angetan. Die Redakteure vom Handelsblatt haben den zeta am 2.3.2011 als Idee des Tages im Blatt gehabt. Wir gratulieren dem innovativen Unternehmen Zeutschel und grüßen Frau Aigner. ;)

1. Blogeintrag mit Vorankündigung, wg. Geheimhaltung noch ohne Bild und Produktnamen
Blog-Eintrag

2. Bildaufbereitung und Vollretusche aus CAD-Daten
Produktbild

3. Namensfindung und Markenrecherche
Namensfindung

4. Typologo für das Produkt
Schriftzug

5. Messeeinladung (print und online)
Messe-Einladung

6. Messestand-Kommunikation
Messestand

7. Produktbroschüre
Produkt-Broschüre

8. Online-Animation für Website und Screensaver
Produktanimation

Idee des Tages im Handelsblatt vom 2.3.2011
Auszug aus dem Handelsblatt

Download der Doppelseite als PDF

So viel für heute zum Thema Produkteinführung und medienübergreifende Kommunikation. So was brauchen Sie auch? Sprechen Sie uns an, wir machen das.

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Papier aus Kampfanzügen, Gedichte aus Alpträumen

Mittwoch, 02. März 2011

„Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen“, heißt es beim Propheten Micha. Später wurde daraus die Kurzfassung „Schwerter zu Pflugscharen“, ab den 1980ern in der DDR benutzt und dann auch im Westen populär. Trinkfeste Zeitgenossen haben daraus „Schwerter zu Zapfhähnen“ gemacht.

Vorbereiten des Rohmaterials: u.a. Kampfanzüge. Quelle: www.combatpaper.org

Vorbereiten des Rohmaterials: u.a. Kampfanzüge. Quelle: www.combatpaper.org

Papier aus Kampfanzügen, Gedichte aus Alpträumen
Der Ex-Marine Jon Turner macht aus Schwertern keine Pflugscharen, sondern aus US-Army-Kampfanzügen handgeschöpftes Papier, und darauf schreibt er Gedichte. Gedichte, in denen er seine traumatischen Erfahrungen als Marineinfanterist im Irakkrieg verarbeitet. (die SZ hat am 26.1.2011 eine lesenswerte Reportage darüber im Blatt gehabt)

Blick in die Papierwerkstatt. Quelle: www.greendoorstudio.net

Blick in die Papierwerkstatt. Quelle: www.greendoorstudio.net

„Combat Paper Project“ heißt dieses spannende Kunstprojekt und Eat the Apple ist Turners erster Gedichtband, ein Künstlerbuch.  Mittlerweile leitet Jon Turner das Künstlerkollektiv Green Door Studio und engagiert sich als Antikriegsaktivist.

Eat the Apple. Gedichte von Jon Turner. Quelle: www.sevenstarart.com

Eat the Apple. Gedichte von Jon Turner. Quelle: www.sevenstarart.com

Eine bemerkenswerte Art der Vergangenheitsbewältigung – und das nicht nur aus graphischer Sicht!

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