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Ich brauch' die Kugel. Sie auch?

In einem meiner letzten Einträge habe ich darüber amüsiert, dass schon jetzt die Neujahrskarten für 2010 ausliegen. Nach meiner mittäglichen Zeitungslektüre frage ich mich, ob wir nicht 2010 überspringen sollen (haben Sie einen Skip-Next-Year-Button in Ihrer Tastatur?), denn die Süddeutsche schreibt, der aktuelle Absturz sei steiler als 1929. Der Autor Ulrich Schäfer stützt sich dabei auf Aussagen zweier namhafter Ökonomen, die 1929 und die gegenwärtige Krise vergleichen. Es ist erschreckend und aufschlussreich zugleich. Erschreckend ist aber auch, wie viele Gutachten, Stimmungsbarometer und dergleichen Zeugs kursieren. IFO hoch, DOW runter, Prognosen hoch, Prognosen runter, Konsum stabil. Vielleicht sollte man’s doch mal mit einer Glaskugel probieren, wie die legendäre Witwe Schlotterbeck im Räuber Hotzenplotz von Otfried Preußler. Aber wir bleiben dabei, mit einer Schockstarre ist niemandem gedient und Humor hilft mit Sicherheit auch in einer solchen Situation. Was allerdings gar nicht hilft, sind Topmanager, die ihren Laden sehenden Auges an die Wand fahren, dabei noch verdienen und später konstatieren, sie hätten alles, aber auch alles richtig gemacht. Was sagen Sie dazu?

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