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Das Gegenteil von „quick and dirty“

„Quick and dirty“ soll heute alles ablaufen. Auch in unserer Branche: einfach mal schnell einen Flyer, eine Anzeige, ein Plakat oder einen Text produzieren. Geht doch alles ratzfatz heute, ein Druck auf die Enter-Taste und ab geht die Druckmaschine, natürlich megagünstig bei Flyeralarm. Gründliche Recherche, intensives Einlesen, strategisches Nachdenken? Geschenkt, braucht kein Mensch! Oder etwa doch?

Wem bei „quick-and-dirty-Briefings“ die Alarmglocken schrillen, dem empfehle ich einen Dokumentarfilm über den Verleger, Drucker und Büchermacher Gerhard Steidl. Dieser Mann ist das genaue Gegenteil von „quick and dirty“, denn er legt Wert auf kompromisslose Qualität in allen Produktionsstufen.

Der Film heißt „How to make a book with Steidl“ und wurde bereits auf Dokumentarfilmfestivals gezeigt und ausgezeichnet besprochen.

Ein etwas älteres Interview mit Gerhard Steidl gibt’s hier online. Bei Steidl erscheinen übrigens sogar die Verlagsprospekte als Hardcover-Ausgaben mit Fadenheftung. Das nenne ich mal anspruchsvoll. Apropos anspruchsvoll: Wenn Sie noch ein schönes Ostergeschenk suchen und gute Fotografie schätzen, dann gönnen Sie sich den Bildband „The Americans“ von Robert Frank. Ein Klassiker!

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