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Weihnachtsmarkt-Intoleranz?

Le bonheur est dans le pré. (Paul Fort).

 

Ich leide ja im Dezember immer an einer Weihnachtsmarkt-Intoleranz, seit neuestem auch noch an einer Schokofestival-Intoleranz. Vielleicht geht’s Ihnen auch so? Was tut man da?

Mein Freund Torsten ist ein sehr guter, erfahrener Mediziner, der mit beiden Mediclogs fest auf dem Boden steht. Er meint, die Schulmedizin könne mir da auch nicht weiterhelfen.

Jetzt probier ich’s mal mit Bildmeditation. Wie das geht? Einfach auf das Foto da oben klicken und nichts tun, gar nichts. Nur schauen.

Gute Zeit!

Ihr Reklamekasper

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Was für ein Theater: Fortbildung für Ingenieure

Vorurteile wollen gepflegt werden
Ingenieure haben kein Herz. Weder Maschinenbauer noch Autobauer, die schon gar nicht. Dort, wo bei normalen Menschen das Herz schlägt, läuft bei Ingenieuren (und Ingenieurinnen) mindestens ein Sechszylinder und statt Blut, Sie ahnen es schon, fließt Benzin in Ingenieursadern. So oder so ähnlich hören und lesen wir das immer mal wieder.

Ingenieure und Schauspieler
Ich gebe zu, als ich zum ersten Mal gehört habe, dass unser Kunde ubf aus Tübingen bei einem Personalentwicklungs-Workshop mit Ingenieuren zwei Schauspieler und einen zeichnenden Künstler eingesetzt hat, wollte ich es auch kaum glauben, so unwahrscheinlich klang das. Nach einem ausführlichen Briefinggespräch und der Recherchearbeit, habe ich dann beim Schreiben des Artikels meine Vorurteile Absatz für Absatz in den Papierkorb geworfen. Mittlerweile finde ich das Konzept so interessant, dass ich mich entschieden habe, den Artikel hier in voller Länge zu posten:

Jeder hat seine eigene Vorstellung von Führung. Illustration: Sepp Buchegger

Jeder hat seine eigene Vorstellung von Führung. Illustration: Sepp Buchegger

„Was hat das mit mir zu tun?“
Die ubf-Unternehmensberatung Tübingen arbeitet bei IAV, einem weltweit führenden Engineering-Partner der Automobilindustrie, im Teamentwicklungs-Workshop mit Schauspielern und einem Karikaturisten. Ein emotional fordernder Pro­zess, dessen Re­sul­tat die Teilnehmer begeistert hat.

„Die meisten unserer Tätigkeiten sind Possen. Die ganze Welt treibt Schauspielerei. Wir müssen unsre Rollen darin gebührend übernehmen, aber eben als Theaterfigur“, schrieb der Philosoph Michel de Montaigne, der von 1533 bis 1592 im südwestfranzösischen Périgord lebte und ein Meister der Selbstreflexion und Selbsterkenntnis war. (zitiert aus: Montaigne, Michel de: Von der Kunst das Leben zu lieben. Übersetzt, ausgewählt und herausgegeben von Hans Stilett. Frankfurt am Main: Eichborn Verlag, 2005. S. 17.)

Management by Montaigne
Erstaunlich eigentlich, dass Montaigne noch keinen Eingang in die Management-Literatur gefunden hat. Die Suche nach „Management by Montaigne“ bringt keinen Treffer. Dabei sind Selbsterkenntnis und Reflexion unabdingbar, wenn es darum geht, die Einstellung des Einzelnen zu seiner Arbeit und die Arbeitsbedingungen in einem Team zu verändern. Stattdessen geht es in vielen Management-Seminaren immer noch um rein funktionale Optimierung und Effizienzsteigerung. Der nächste Quartalsbericht steht schließlich vor der Tür!

Dipl.-Ing. Christian Müller-Bagehl

Dipl.-Ing. Christian Müller-Bagehl

Ein solches „Potenzialentwicklungsseminar“ hatten auch Christian Müller-Bagehl und sein 25-köpfiges Füh­rungs­team hinter sich, als er sich an die ubf-Unternehmensberatung wandte. Müller-Bagehl ist Bereichsleiter bei IAV, einem Engineering-Unternehmen mit 595 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2013, der von mehr als 5000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an über 20 Standorten weltweit erwirtschaftet wird.

„Nachdem unser erstes Seminar zu großer Skepsis und Verunsicherung geführt hatte, wollten wir weg von den ausgetretenen Pfaden der Selbst­opti­mierung. Ich wünschte mir einen Workshop, der meine Vorstellung von Führung widerspiegelt“, so Müller-Bagehl, der an der TU Braunschweig studiert hat und seit mehr als 25 Jahren im Bereich Engineering arbeitet.

Managen heißt ermöglichen
Würde man seinen Management-Stil umschreiben, könnte man von „Management by Enabling“ sprechen. „Meiner Erfahrung nach ist ein Unternehmen erfolgreicher, wenn Führungskräfte ermöglichen, statt zu diktieren. Gerade in einem Unternehmen wie IAV, wo es darum geht, neue Engineering-Lösungen zu entwickeln. Wir müssen durch unsere Entscheidungen die Spielräume für die kreative Arbeit des Teams erweitern“, sagt Müller-Bagehl.

Martin Fahrner

Martin Fahrner

Müller-Bagehl bat Martin Fahrner und Wilfried Braig von der Tübinger ubf einen „anderen“ Teamentwicklungs-Workshop für sein Führungs­team auszuarbeiten. Weg von der ichbezogenen Selbstoptimierung, hin zum „Wir“ und zur Selbstre­flexion. Verkürzt gesagt ging es IAV um ein gemein­sames Verständnis der Aufgaben sowie um die Entwicklung eines gemeinsamen Denkens und Handelns.

Fahrner und Braig von ubf entschieden sich für die Arbeit mit Schauspielern und einem Karikaturisten als zentralen Elementen des Workshops. Die beiden Schauspieler sollten eine von Müller-Bagehl moderierte IAV-Konferenz beobachten und ihre Beobachtungen den Teilnehmern vorspielen. Dieses Feedback sollte die Basis für den anschließenden Selbstreflexions- und Diskussionsprozess des Teams sein. In der Umsetzung sah das Ganze dann so aus:

Die Konferenz: zuhören, träumen, daddeln
IAV-Bereichsleiter Müller-Bagehl moderiert die Konferenz, stellt Themen vor, spricht Teilnehmer gezielt an. Einige hören zu, manche konzen­trie­ren sich auf ihr Smartphone, andere träumen vor sich hin. Es wird diskutiert, grimassiert und gestikuliert. Die beiden Schauspieler Nina Fahrner und Jan Nunnink beobachten und haben nach 30 Minuten genug gesehen.

Vorhang auf: das Team wird vorgeführt
Pointiert und provokant setzen die beiden Schauspieler das Team­ver­halten in vier Spielszenen um. Nina Fahrner hält einen Vortrag zu einem wichtigen Thema. Jan Nunnink hört nicht zu, sondern trägt vor, was ihm gerade durch den Kopf geht. Als er seinen Monolog beendet, macht Nina Fahrner lächelnd da weiter, wo sie vorher abgebrochen hat. In der Schluss­szene zeigt das Paar, wie man gescheit und unterhaltsam aneinander vorbeireden kann. Paul Watzlawick, von dem wir gelernt haben, dass man nicht nicht kommunizieren kann, hätte seine Freude gehabt.

„Was hat das mit mir zu tun?“
Am zweiten Tag reden die IAV-Führungskräfte mit den Schauspielern über das Theaterfeedback. „Sind wir wirklich so?“, wird gefragt. „Das habt ihr alles vorher einstudiert“, meint jemand. „Theater ist Konfrontation“, sagt die Theaterpädagogin Nina Fahrner. „Die Teilnehmer spüren, dass bei ihrem Kommunikationsverhalten etwas im Argen liegt. Das will man erst mal nicht hören, weil es emotional anstrengend ist.“

Metakommunikation: Schlüssel zur Teamentwicklung
Die ubf-Berater Fahrner und Braig sehen beim IAV-Team die weit verbreitete Tendenz, verbale oder nonverbale Erlebnisse erst mal zu „containern“. Man behält das Erlebte für sich, ohne sich mit anderen auszutauschen. Im folgenden Einzel-Feedback wird dies von den Beratern bewusst verändert. Jeder soll mit jedem zehn Minuten ins Gespräch kommen und sagen, was er am Gegenüber schätzt. Während dieser Einzelgespräche werden die Teilnehmer von dem bekannten Karikaturisten Sepp Buchegger beobachtet, der zeichnend Meta­kommu­nikation betreibt. Es entstehen kleine Kunstwerke, die heute in IAV-Räumen für einen nachhaltigen Effekt des Workshops sorgen. Nach drei Stunden sind die Teilnehmer emotional platt, aber zufrieden. „Das war echt anstrengend, aber es hat richtig gut getan,“ sagt Müller-Bagehl.

Wilfried Braig

Wilfried Braig

Und wie geht’s im Alltag weiter?
Am nächsten Morgen diskutieren die Teilnehmer, wie die persönlichen Erfahrungen in den Arbeits­alltag bei IAV mitgenommen werden sollen. Teilnehmer und Berater setzen auf einen offenen und vertrauensvollen Entwicklungsprozess. Eigene Wahrnehmung und Führungsverständnis werden intensiv in Kleingruppen diskutiert. Jeder Teil­nehmer stellt der Gruppe sein persönliches Entwicklungsthema für die Zukunft vor. „Wir waren sicher, dass im Verlauf des Workshops viel Vertrauen entstanden ist“, so Wilfried Braig von der ubf. „Teamentwicklung heißt im Kern Vertrauen.“

Diese letzte Phase ist noch einmal intensiv, die Stimmung konzentriert. Zu den Arbeitsthemen „Ziele, Führung, Experteneinsatz und Kunden­gewinnung“ wird in allen vier Kleingruppen Konsens erzielt. In einer Schlussrunde werden konkrete Umsetzungsmöglichkeiten prä­sen­tiert und verbindliche Schritte mit Benennung der Verantwortlichen für Initiative, Projektierung, Monitoring und Reporting vereinbart.

Menschlich und als Team weiterentwickelt
Müller-Bagehl von IAV zeigte sich am Ende sehr zufrieden mit dem Workshop. „Ich gebe zu, ich war skeptisch nach unseren vorherigen Erfahrungen. Aber es ist wirklich gelungen, uns als Einzelne und als Team weiterzuentwickeln. Damit haben wir ein sehr starkes Fundament für unsere zukünftige Arbeit bei IAV.“

Wenn Sie den ganzen Text als pdf runterladen wollen, klicken Sie bitte hier.

Wenn Sie mit Martin Fahrner über Veränderungsprozesse und Personalentwicklung sprechen wollen, dann schreiben Sie ihm eine E-Mail.

Hier geht’s zur Website der ubf unternehmensberatung und zur Website IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr

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“Good fences make good neighbors”
Gute Zäune, gute Nachbarn

Ecussols 2014. Foto: Norbert Kraas

Ecussols 2014. Foto: Norbert Kraas

Mending Wall

Something there is that doesn’t love a wall,
That sends the frozen-ground-swell under it,
And spills the upper boulders in the sun;
And makes gaps even two can pass abreast.
The work of hunters is another thing:
I have come after them and made repair
Where they have left not one stone on a stone,
But they would have the rabbit out of hiding,
To please the yelping dogs. The gaps I mean,
No one has seen them made or heard them made,
But at spring mending-time we find them there.
I let my neighbor know beyond the hill;
And on a day we meet to walk the line
And set the wall between us once again.
We keep the wall between us as we go.
To each the boulders that have fallen to each.
And some are loaves and some so nearly balls
We have to use a spell to make them balance:
‘Stay where you are until our backs are turned!’
We wear our fingers rough with handling them.
Oh, just another kind of outdoor game,
One on a side. It comes to little more:
There where it is we do not need the wall:
He is all pine and I am apple orchard.
My apple trees will never get across
And eat the cones under his pines, I tell him.
He only says, ‘Good fences make good neighbors.’
Spring is the mischief in me, and I wonder
If I could put a notion in his head:
‘Why do they make good neighbors? Isn’t it
Where there are cows? But here there are no cows.
Before I built a wall I’d ask to know
What I was walling in or walling out,
And to whom I was like to give offense.
Something there is that doesn’t love a wall,
That wants it down.’ I could say ‘Elves’ to him,
But it’s not elves exactly, and I’d rather
He said it for himself. I see him there
Bringing a stone grasped firmly by the top
In each hand, like an old-stone savage armed.
He moves in darkness as it seems to me,
Not of woods only and the shade of trees.
He will not go behind his father’s saying,
And he likes having thought of it so well
He says again, ‘Good fences make good neighbors.’

Robert Frost, 1874 – 1963
(Source www.poets.org)

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Selfie-Pause für Sebastião Salgado

Liebe Selfie-Fans und Handy-Fotografierer,
bitte macht mal 110 Minuten Pause und schaut Euch SALZ DER ERDE an, den herausragenden Dokumentarfilm von Wim Wenders über den Foto­grafen Sebastião Salgado. Ihr werdet es nicht bereuen. Versprochen!

In Tübingen läuft der Film zur Zeit hier.
update 13.11.2014
Das aktuelle DU Magazin widmet sich ausschließlich dem großen brasilianischen Fotografen.

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Mein Haus, mein Boot, mein teilAuto

Neulich habe ich hier ein Design-Projekt vorgestellt, dass wir für teilAuto Tübingen umgesetzt haben. Das ist der Carsharing-Anbieter in der Region Tübingen, Reutlingen, Neckaralb, den es schon gab, als das Wort Carsharing wahrscheinlich noch nicht im Duden zu finden war. Im Zuge einer kleinen Recherche bin ich auf einen netten Film zum Thema Teilen statt Besitzen gestoßen. Darunter der Sparkassen-Film aus dem Jahr 1999. Ja, das war kurz vor dem Platzen der Dotcom-Blase.

Teilen statt besitzen, was meinen Sie, wann setzt sich das durch?

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Bärenpanther in Südfrankreich gesichtet?

Bärenpanther in einem Weinberg in der Nähe von Minerve im Languedoc.

Bärenpanther in einem Weinberg in der Nähe von Minerve im Languedoc.

Bärenpanther im Languedoc?
Vor fast einem Jahr wurde er letztmals im Naturpark Schönbuch bei Tübingen gesehen, der Bärenpanther. Nun sieht es so aus, als ob es sich bei dem Tier, das ein Hobby-Naturfotograf in einem Weinberg ganz in der Nähe der alten Katharersiedlung Minerve (Dep. Hérault, 43° 21′ N, 2° 45′ O) aufgenommen hat, um eben dieses Tier handeln könnte.

Dass Bärenpanther auf der Suche nach Nahrung mitunter lange Strecken zurücklegen ist bekannt, eine Distanz von rund 1000 km ist aber selbst für dieses ausdauernde Tier außergewöhnlich. Französische und deutsche Wissenschaftler sind gemeinsam dabei, den Aufnahmeort nach Haaren und Hautschuppen abzusuchen, um so Näheres über dieses außergewöhnliche Tier in Erfahrung zu bringen.

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Fallen

Sir, es war Zeit für einen schönen Sommer.
Setzen Sie einen Schatten auf
Sie können loszuwerden, die Wind und Gras.

Nachfrage für ganze Früchte;
Zwei Tage in den Süden
Anreize und darüber hinaus
Schwere Süße des Weines.

Jetzt sind die Menschen nicht tun, ist dies nicht das Haus.
Wer jetzt so lange allein gelassen,
Es lesen, schreiben, betrachten, langen Brief,
Fahrbahn wieder umherziehend weht,
hinterlässt keine Rückstände.

Auch Kunst: die blaue Hortensie in poartistischer Verfremdung

Herr, es ist Zeit – für was Neues
Heute ist Herbstanfang und damit eigentlich Zeit, das übliche Rilke-Gedicht zu posten. Herr, es ist Zeit, wer jetzt kein Haus hat… Sie wissen schon. So ergreifend und passend die Verse des großen deutschen Lyrikers sind, so überstrapaziert sind sie angesichts tausend­facher Verwendung in Blogs und auf romanti­schen Postkarten rund um die Welt.

Rilke reloaded
Was passiert eigentlich, so fragten wir uns, wenn man den alten Rilke quer durch die neuen Medien jagt und ihn dabei bewusst verfremden lässt? Und wer, so fuhren wir fort uns zu fragen, wäre für Verfremdung besser geeignet als der so selbstbewusst auftretende Google-Übersetzer, der so viele Sprachen zu beherrschen vorgibt, und doch Übersetzungen fabriziert, die keine Ähnlichkeit mehr mit dem Original haben? Man kennt das Ergebnis aus Bedienungsanleitungen vorwiegend asiatischer Produk­te im Stile von: „Slippel A kaum abbiegen und verklappen in Gegenstippel B fuer Illumination von GWK 9091“ (Aus der Gebrauchsanweisung für eine japanische Weihnachtskerze).

Was man nicht versteht, ist Kunst
Diese wunderbar sinnlose Eigenschaft des Google-Translators haben wir genutzt, um Rilkes Herbsttag kreuz und quer durch alle Sprachen zu schicken. Irgendwo auf dem Weg muss der Sinn verloren gegangen sein, denn als wir unser Werk wieder ins Deutsche transformierten, war nur noch fragmentarisch das Thema des Gedichtes zu erahnen. Herausge­kommen ist ein wundervoll dadaistisches Werk, das in kunstvollen Syntaxverdrehungen den Sinn der modernen Welt in Frage stellt und schlussendlich nicht vor subtiler Konsumkritik zurückschreckt. Kunst eben.

Viel Vergnügen mit dem neuen Herbsttag und eine schöne goldene Jahreszeit wünscht der Reklamekasper.

Ach ja, wenn hier jemand poetisch kommentieren möchte (Endreim, Stabreim, freier Vers, Haiku, wie auch immer) nur zu! Wir sind gespannt!

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Design für E-Autos von teilAuto Tübingen

Neben Maschinen, Zerspanungswerkzeugen, Hightech-Scannern, Poly­meren und Schleifwerkzeugen hat uns in den letzten Wochen das Thema Carsharing intensiver beschäftigt. Wir haben für teilAuto Tübingen ein Designkonzept für die neuen E-Autos vom Typ Renault ZOE entwickelt. Die Autos werden in den nächsten Tagen in den verschiedenen teilAuto-Städten an den Start gehen und sehen dann so aus:

teilAuto_Tuebingen_Renault_ZOE_20140904IMG_6338_NK

Mit dem Teilen ist es so eine Sache
Das Teilen liegt, so behaupte ich jetzt mal, dem Menschen nicht von Natur aus im Blut. Ich sage nur: Kosakenzipfel. „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“, hieß es damals in dem Werbespot der Kreissparkassen. Diese Zeiten scheinen nun zumindest ansatzweise vorbei zu sein. Teilen ist angesagt, ja geradezu hip.

Share Economy
Der Harvard-Ökonom Martin Weizman prägte, lange bevor teilen en vogue war, den Begriff „Share Economy“. Weizman ging davon aus, dass sich der Wohlstand für alle erhöht, je mehr unter den Markteilnehmern geteilt wird. Gebrauchsgüter werden nicht mehr allein gekauft und genutzt, sondern gemeinsam genutzt oder verliehen. Es gibt mittlerweile Teil-Portale und Teil-Apps für alle möglichen Dinge: Landmaschinen, Heimwerkergeräte, Fahrräder oder Gartengrundstücke.

teilAuto_Tuebingen_Renault_ZOE_20140904IMG_6339_NKTeilen und fahren: Carsharing
In Tübingen ist Carsharing unter dem schönen Namen teilAuto bekannt, und zwar schon lange bevor das Wort Carsharing in Mode kam. Die Idee dahinter ist so einfach wie einleuchtend: unter einer bestimmten Anzahl von gefahrenen Kilometern pro Jahr rechnet sich ein eigenes Auto nicht, man kann’s drehen und wenden, wie man möchte. Wem das ein­leuchtet, der kann bei teilAuto einen Rahmenvertrag abschließen und unter mehr als 100 Fahrzeugen in den verschiedensten Größen das für ihn gerade passende Modell auswählen. Bezahlt wird nach gefahrenen Kilometer und Zeit. Klingt gut und ist auch noch umweltfreundlich.

Design für E-Autos entwickelt
Noch umweltfreundlicher wird das Ganze mit den neuen Elektro-Autos von teilAuto, die demnächst im Pool zur Verfügung stehen. Wir haben für die neuen Elektro-Autos von teilAuto ein Designkonzept entwickelt. Folgende Briefingvorgaben galt es für uns zu beachten:

  • es muss sofort erkennbar sein, dass hier ein Elektroauto unterwegs ist
  • das teilAuto-Logo und das Logo des Energiepartners müssen gleichwertig integriert sein
  • das Design sollte klar, frisch aber zurückhaltend sein, weil niemand gerne in einer rollenden Litfaßsäule rumfährt

So viel zum Designkonzept der neuen Elektroautos von teilAuto. Wenn Sie genau wissen möchten, wie das mit dem Carsharing funktio­niert und ob sich das für Sie rechnet, dann können Ihnen die netten Menschen bei teilAuto bestimmt weiterhelfen.

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