Mein Kollege Alan, passionierter Guardian-Leser, macht mich auf zwei interessante Videos zum Bau des neuen One World Trade Centers in New York aufmerksam:
Es gibt in Tübingen die höchst bemerkenswerte Stauden- und Kräutergärtnerei von Erika Jantzen, in der man nicht nur wunderschöne Stauden und wunderwirkende Kräuter erwerben kann, sondern noch dazu mit anregenden Gedankenblüten versorgt wird. Auf dem Täfelchen da oben lesen wir zum Beispiel:
„Der erste Morgengang in heiliger Gartenfrühe ist immer wieder ein erster Gang im Paradies. Kein Morgen gleicht dem anderen.“
Čapek, geboren 1890, starb am 25.12.1938 während eines Hungerstreiks an den Folgen einer Lungenentzündung, zwei Monate nach dem Münchner Abkommen. Sein Bruder Josef Čapek, der die Illustrationen zu dem Buch beisteuerte, kam unter den Nazi-Schergen im KZ Bergen-Belsen um.
Die nächsten Tage soll’s regnen: ideales Pflanzwetter!
Heute morgen fragt mich unser achtjähriger Sohn, warum eigentlich um Muttertag so ein Trara gemacht wird, und um Vatertag gar nicht. Tja, warum eigentlich, und was antwortet man da als Papa? Weil die Schnittblumenindustrie mit Müttern das bessere Geschäft macht? Weil Mütter irgendwie wichtiger sind und Väter am Vatertag mit dem Bollerwagen auf die Überholspur gehen?
Dass Männer auch ganz anders können, zeigt der Film SCHIMPANSEN von Alastair Fothergill, der just am Vatertag in die Kinos kommt. Erzählt wird die anrührende Geschichte eines verlassenen Schimpansen-Kindes, das von einem fremden Schimpansen-Mann wie ein eigenes Kind angenommen wird.
Wer sich nach dem Film weiter mit Schimpansen befassen will, dem sei zum Einstieg die Autobiographie der berühmten Primatenforscherin Jane Goodall, „Grund zur Hoffnung“ (ISBN 3442151392, nur noch antiquarisch), empfohlen.
Mein zweiwöchiges Praktikum bei Kraas und Lachmann
Mein Name ist Anne Weiß, ich bin 17 Jahre alt. Seit September 2012 besuche ich die Berufsfachschule für Druck und Medien, die Kerschensteiner Schule in Reutlingen. Vom 8.04. bis 19.04.2013, also zwei Wochen, habe ich bei Kraas und Lachmann als Praktikantin gearbeitet. Ich wurde sehr freundlich und mit offenen Armen empfangen. Mich hat es sehr gefreut, dass ich überall einbezogen wurde und somit einen tollen Einblick in das Alltagsleben einer Werbeagentur bekommen habe. Aufgaben zu aktuellen Aufträgen durfte ich eigenständig ausführen und meine Ideen einbringen. Dies hat mir viel Freude gemacht. Ich kann jedem empfehlen, bei Kraas und Lachmann ein Praktikum zu machen, der sich für die Entwicklung von Ideen und deren Umsetzung in der Werbung interessiert. Die zwei Wochen haben mir viel Spaß gemacht, und ich bedanke mich bei dem gesamten Team für die Unterstützung. Kraas und Lachmann ist eine tolle Agentur und ich wünsche ihr weiterhin viel Erfolg bei der Arbeit.
Beckett, auch als Graffiti beeindruckend. via Sinan Afşin Şenol.
Sinan Afşin Şenol hat ein schönes Foto eines ebenso schönen Beckett-Graffiti getwittert. Beckett selbst hätte es wahrscheinlich nicht so gefallen, da dieser unglaublich kluge und sensible Schriftsteller extrem bescheiden war und auch so gelebt hat.
André Bernold hat zum 100. Geburtstag von Beckett ein lesens- und sehenswertes Buch über Beckett geschrieben, das einem den Menschen Beckett ziemlich nahe bringt.
André Bernold: Becketts Freundschaft. Aus dem Französischen von Ulrich Krafft, mit Fotografien von John Minihan. 112 Seiten, Halbleinen, fadengeheftet. ISBN 978-3-937834-10-8. Erschienen bei Berenberg.
The Weekender, die Neunte. Quelle: http://www.the-weekender.com
Gestern ist die neue Ausgabe von THE Weekendermit der Post gekommen. Es ist mittlerweile das dritte Heft des „Magazins für Einblicke und Ausflüge“, das ich lese, nachdem mich die SZ auf diese gut gemachte Zeitschrift aufmerksam gemacht hat. Ich bin wieder angetan.
THE Weekender erscheint seit dem Frühjahr 2011 und ist in allen Belangen (Grafik, Fotografie, Typografie, Text, Papier, Druck) ein leuchtender Stern am sonst recht dusteren Zeitschriften-Himmel, wo einen am Kiosk auf jedem zweiten Cover ein drittklassiger Promi angrinst.
Also, wenn Sie wissen wollen, warum die Schlafwagenschaffnerin Corina Zünd aus der Schweiz ihren Nachtzug nach Rom vermisst wie einen verlorenen Freund, oder warum Erik Heywood in seinem Webshop am liebsten handverlesene Buchraritäten verkauft, dann besorgen Sie sich das aktuelle Weekender: am einfachsten geht das hier.
Kate Bingaman Burt kauft und zeichnet, z. B. am 27.2.2013 ein Dampfbügeleisen für 38$. Copyright: Kate Bingaman Burt.
Wissen Sie noch, was Sie letzten Samstag, gekauft haben? Und die Woche davor? Und am 2. Januar 2011? Ständig kaufen und konsumieren wir und wissen zwei Tage später kaum noch, was wir da Nützliches oder Unnützes angeschafft haben. Ganz anders die Illustratorin Kate Bingaman Burt aus Portland, Oregon.
Sie dokumentiert seit ein paar Jahren jeden einzelnen Einkauf. Nein, nicht durch einen schnöden Eintrag in ein schnödes Haushaltsbuch, sondern, einer kreativen Illustratorin angemessen, mit einer sehenswerten kleinen Zeichnung, versehen mit Kaufdatum und Kaufpreis. Ein interessantes Langzeitprojekt, das man sich auf Kate Bingamans Homepage anschauen kann. Ein Interview auf Deutsch hat die SZ neulich mit Kate geführt.
Tübingen, 27. März 2013
Wie das Online-Magazin „EggCrunch“ meldet, ist auf einem Biobauernhof an der Westküste der USA ein möglicher Prototyp der im Netz und an den Börsen rund um den Globus heiß diskutierten „eiWatch“ aufgetaucht. Bei dem heimlich aufgenommenen Prototyp handelt es sich möglicherweise um eine Wassersport-Variante mit Decknamen „eiDiver“.
Wie „EggCrunch“ weiter meldet, hat ein namhafter Obsthändler in Cupertino mittlerweile zahlreiche Design-Patente weltweit auf die perfekte Ei-Form angemeldet und vorsorglich angekündigt, man werde keine Kosten scheuen, diese Ei-Patente durch alle Instanzen hindurch zu verteidigen; schließlich existiere der Apfel viel länger als das Ei.